Entdeckungsfahrt Die Wikinger in Amerika: Für die Nordmänner wurde die Neue Welt zum Fluch

Entdeckungsfahrt: Die Wikinger in Amerika: Für die Nordmänner wurde die Neue Welt zum Fluch
© Tim Wehrmann für GEO Epoche
Ab etwa 870 besiedeln die Wikinger erst Island, dann Grönland, und schließlich entdeckt einer ihrer Kapitäne im Jahr 1001 eine Küste, die er Vinland nennt, "Weideland". Leif Eriksson und seine Leute sind die ersten Weißen, die Amerika erreichen. Doch ihr Unternehmen entwickelt sich zu einem Desaster

August 1001, irgendwo im Polarmeer westlich von Grönland: Nur die zentimeterdünnen Holzplanken seines Seglers trennen Leif Eriksson und 35 Mann Besatzung vom kalten Ozean. Das gut 20 Meter lange Wikingerschiff gleitet mit sechs Knoten durch die Wogen; schmutzig braun wölbt sich das von Leinen aus Walrossleder gehaltene Segel im arktischen Wind.

Vielleicht bläst irgendwo ein Wal eine Fontäne gen Himmel, doch der Steuermann wird darauf nicht achten. Stunde um Stunde umklammert er das große, hölzerne Ruder rechts am Heck. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, und das Schiff könnte sich quer zu den heranrollenden Wellen stellen, Wasser würde über die niedrige Bordwand schwappen, der Segler sinken.


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