Zahlungsmittel Im Rausch der Münzen: Wie das Geld die Welt eroberte – und uns abhängig machte

Krösus empfängt Tribut: Der König Lydiens gilt als Erfinder von Münzen – die er hier ungerührt entgegennimmt (Ölgemälde von Claude Vignon, 1593-1670)
Krösus empfängt Tribut: Der König Lydiens gilt als Erfinder von Münzen – die er hier ungerührt entgegennimmt (Ölgemälde von Claude Vignon, 1593-1670)
© De Agostini Picture/akg-images
Vor gut zweieinhalb Jahrtausenden hat König Krösus in Kleinasien das Münzgeld eingeführt. Das neue Zahlungsmittel revolutionierte das Geschäftemachen – schuf aber ganz neue Probleme

Sardis, die Hauptstadt Lydiens, irgendwann im 6. Jahrhundert v. Chr.: Ungestüm geht König Krösus in seinem Palast auf und ab. Wieder hat man ihm von Rangeleien auf den Marktplätzen berichtet.

Sein Reich Lydien, das sich über Teile der heutigen Türkei erstreckt, ist ein Knotenpunkt großer Handelswege. Seit Jahrhunderten treffen hier Kaufleute aus allen Himmelsrichtungen zusammen. Bloß: Je mehr kommen, je mehr Waren sie feilbieten, desto komplizierter das Geschäft. Längst zahlen sie mit Edelmetallen – aber jedes Stück muss bemessen, seine Reinheit bestimmt werden. Der Handel ist langwierig.

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