Umweltverschmutzung Die Giftmacher: Als Deutschlands Flüsse nach Verwesung stanken

Dramatische Umweltverschmutzung: Allein die sechs Abwasserrohre der BASF-Werke in Ludwigshafen (hier 1881) pressen Sekunde für Sekunde 870 Liter verunreinigtes Wasser in den Rhein und verfärben ihn rot
Dramatische Umweltverschmutzung: Allein die sechs Abwasserrohre der BASF-Werke in Ludwigshafen (hier 1881) pressen Sekunde für Sekunde 870 Liter verunreinigtes Wasser in den Rhein und verfärben ihn rot
© Robert Friedrich Stieler
Künstlich hergestellte Farbstoffe begründen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Aufstieg der deutschen Chemieindustrie an Main, Rhein und Wupper. Stinkend und gefährlich aber sind die Abwässer, die die Betriebe ungeklärt in die Ströme leiten

Der Main stinkt nach Verwesung. Fischkadaver treiben im Sommer 1884 den Fluss hinab. In der Gemeinde Höchst läuft ein Bote der Stadtverwaltung mit Schellen durch die Straßen und warnt Einwohner vor dem Verzehr der verendeten Tiere. Denn dem Gewässer entströmt ein starker Teergeruch; offenbar hat eine chemische Substanz die Fische vergiftet.


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