Migräne Forschende untersuchen, wie unsere Geschlechtshormone Kopfschmerzen beeinflussen

Mediziner und Forschende sind der Rolle der Geschlechtshormone bei Kopfschmerzen auf der Spur
Mediziner und Forschende sind der Rolle der Geschlechtshormone bei Kopfschmerzen auf der Spur
© mauritius images / Westend61 / Alexandra C. Ribeiro
Warum leiden Frauen ab der Pubertät häufiger an Migräne als Männer? Weshalb verschwinden die Probleme manchmal nach den Wechseljahren? Und wieso entwickeln Männer dreimal so oft Clusterkopfschmerz wie Frauen? Mediziner und Wissenschaftler sind der Rolle der Geschlechtshormone auf der Spur

Kopfschmerzen, typische Frauenkrankheit: Das Klischee hält sich hartnäckig. Dabei treffen die allermeisten der mehr als 350 bekannten Kopfschmerzformen Frauen nicht häufiger als Männer. "Frauen begeben sich aber eher in ärztliche Behandlung", sagt Dagny Holle-Lee. Die Neurologin leitet das Westdeutsche Kopfschmerzzentrum am Universitätsklinikum Essen. Bei ihren männlichen Patienten beobachtet sie, dass diese Schmerzen oft sehr lange ertragen, bevor sie eine Dia­gnose suchen – auch, weil Kopfweh für viele noch immer nach psychosomatischen Beschwerden klingt, nicht nach einer ernsthaften körperlichen Erkrankung.


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