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Podcast Wie sich Darmkrebs vorbeugen lässt

Podcast: Alles, was für eine gesunde Lebensführung empfohlen wird, dient auch der Vorsorge von Darmkrebs
Alles, was für eine gesunde Lebensführung empfohlen wird, dient auch der Vorsorge von Darmkrebs
© Emily frost / Shutterstock.com
Darmkrebs ist eine der häufigsten Tumorerkrankungen bei Männern und Frauen, aber sie lässt sich im Frühstadium verhindern. So können Polypen im Darm, die sich zu einem Krebs entwickeln können, bei einer Darmspiegelung entfernt werden. Doch nur jeder fünfte Berechtigte nimmt diese Vorsorgemöglichkeit wahr. Warum ist das so? Und sind die Ängste vor einer Darmspiegelung berechtigt? Im Podcast-Interview klärt die Internistin Dr. Viola Andresen auf.

Eine neue Folge von "Gesunder Darm" erscheint jeden zweiten Mittwoch bei AudioNowSpotifyApple und Deezer. Natürlich können Sie den Podcast auch direkt auf GEO.de hören:

Warum Früherkennung wichtig ist

Alles, was für eine gesunde Lebensführung empfohlen wird, dient auch der Vorsorge von Darmkrebs – also nicht rauchen, Alkohol allenfalls in geringen Mengen, sich regelmäßig bewegen und ausgewogen ernähren, Übergewicht vermeiden. Auch scheint eine ballaststoffreiche Kost mit viel Gemüse und Vollkornprodukten, aber eher wenig rotem oder verarbeitetem Fleisch sinnvoll.

Ein sicherer Schutz ist dies alles jedoch nicht.

Daher ist in jedem Fall die Früherkennung sinnvoll, am besten per Darmspiegelung. Experten haben errechnet, dass dank des 2002 eingeführten Anspruchs auf Koloskopien sowie andere Vorsorgemaßnahmen bisher rund 270 000 Neuerkrankungen an Darmkrebs und 130 000 Todesfälle verhindert werden konnten. Noch aber nimmt schätzungsweise nur jeder fünfte Berechtigte die Früherkennung mittels Darmspiegelung in Anspruch. Sind Darmkrebsfälle bei nahen Verwandten bekannt, sollte die Vorsorge früher beginnen: Als Faustregel gilt, schon zehn Jahre vor dem Alter, in dem das Familienmitglied erkrankte, zur ersten Koloskopie zu gehen, spätestens aber mit 40 bis 45 Jahren.

Eine noch engmaschigere Kontrolle ist bei den erblichen Erkrankungen angeraten, die ein erhöhtes Darmkrebsrisiko verursachen: Schon beim Verdacht auf das hereditäre nichtpolypöse kolorektale Karzinom sind jährliche Darmspiegelungen und weitere Untersuchungen spätestens ab dem 25. Lebensjahr angeraten – sofern die Veranlagung nicht durch einen Gentest ausgeschlossen werden kann. Entsprechendes gilt bei Hinweisen auf die familiäre adenomatöse Polyposis bereits ab dem zehnten Lebensjahr. Ist die Krankheit nachgewiesen, wird meist nach Ende der Pubertät prophylaktisch ein großer Teil des Dickdarms entfernt.

Text von Ute Eberle

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