Superfoods Kurkuma – die heilende Kraft der goldenen Knolle

Sie wirkt entzündungshemmend, hilft nachweislich bei Magenproblemen und soll sogar Alzheimerpatienten helfen: Kurkuma gilt in asiatischen Ländern als "Gewürz des Lebens". Wir erklären, welche Heilkräfte tatsächlich in der Knolle stecken.
Kurkuma

Kennzeichnend für die Kurkuma-Knolle ist ihre kräftige gelbe Farbe.

In diesem Artikel
Was ist Kurkuma?
Die Heilwirkung von Kurkuma
Tipps zur Einnahme von Kurkuma
Kurkuma richtig dosieren

Was ist Kurkuma?

In der Aryuveda-Medizin wird die Kurkuma-Pflanze bereits seit Tausenden Jahren für ihre Heilkraft verehrt, wohingegen die meisten von uns die knallig gelbe Knolle nur als eines der bekanntesten Gewürze der asiatischen Küche kennen. Getrocknet und pulverisiert verleiht das Kurukuma-Pulver auch dem Curry seine charakteristische Farbe.

Die Kurkuma-Pflanze

Traditionell ist die Pflanze auch unter dem Begriff des „indischen Safrans“ bekannt, gehört zur Familie der Ingwergewächse und wird überwiegend in Südostasien geerntet. Dort wird die Wurzel in den meisten Fällen getrocknet und anschließend pulverisiert, kann aber auch roh verarbeitet werden.

Die Heilwirkung von Kurkuma

Während die Gelbwurz in Deutschland vor allem als Gewürz bekannt ist, ist Kurkuma in der indischen und in der chinesischen Medizin eine bedeutende Arznei. Das Öl der Heilpflanze hat eine entzündungshemmende Wirkung. Noch wirksamer als das Kurkuma-Öl ist jedoch das Curcumin.

Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff der traditionellen Heilpflanze, der primär als pharmakologischer Wirkstoff eingesetzt wird und viele gesundheitsfördernde und entzündungshemmende Wirkstoffe enthält.

Wie gesund ist Kurkuma?

Zahlreiche Studien konnten bereits die Heilwirkung von Kurkuma belegen. Es hat sich in wissenschaftlichen Untersuchungen gezeigt, dass der Stoff Kurkumin genauso wirkungsvoll gegen Entzündungen im menschlichen Körper hilft wie übliche Medikamente, zum Beispiel Aspirin oder Ibuprofen.

Kurkuma hilft gegen Magenbeschwerden

Ernährungsforscher konnten bereits vor Jahren belegen, dass sich Kurkuma entzündungshemmend auf unseren Körper auswirkt und eine besonders wohltuende Wirkung für die Verdauung hat. Das enthaltene Curcumin regt demnach die Leber dazu an, mehr Gallen- und Magensäure zu produzieren. Diese wiederum machen Nahrungsfette besser verdaulich und verhindern somit ein unangenehmes Völlegefühl.

Kurkuma schützt vor Alzheimer und Krebs

Eine Studie der Indischen Akademie für Neurologie konnte belegen, dass der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Curcumin den Demenzeffekten von Alzheimer entgegenwirken kann. Die regelmäßige Einnahme von Kurkumakapseln konnte die Symptome der, an Alzheimer erkrankten, Patienten innerhalb eines Jahres deutlich verbessern. So fördern die antioxidativen, entzündungshemmenden und entgiftenden Eigenschaften des Curcumin nachweislich die Leistung des Gedächtnisses und können die Vernichtung der Nervenzellen im Gehirn verlangsamen.

Darüber hinaus konnte das Asian Pacific Journal of Cancer Prevention bestätigen, dass Curcumin gleichzeitig krebshemmende Funktionen aufweist. Während der Untersuchungen konnte der heilende Inhaltsstoff der Gelbwurzel Krebszellen innerhalb der Leber langfristig zerstören.

Kurkuma reguliert den Cholesterinspiegel

Ein zu hoher Cholesteringehalt im Blut kann ausschlaggebend sein für zahlreiche Krankheiten unseres Herz-Kreislauf-Systems. Eine Studie der National Natural Science Foundation of China konnten allerdings belegen, dass sich Curcumin zur Senkung des Cholesterinspiegels eignet. Probanden, die nur 500 mg des Wirkstoffes in einem Zeitraum von sieben Tagen einnahmen, konnten einen deutlich niedrigeren Cholesterinspiegel aufweisen, als ihre Kontrollgruppe.

Tipps zur Einnahme von Kurkuma

Widererwartend bringt die Wunderknolle auch Nachteile mit sich. So ist das, in Kurkuma enthaltene, Curcumin beispielsweise nicht wasserlöslich, was es unserem Körper besonders schwer macht den Wirkstoff aufzunehmen. Darüber hinaus wird der heilende Stoff sehr schnell von unserer Leber abgebaut, wodurch er nur für kurze Zeit in unsere Blutbahn gelangt. Im Rückschluss bedeutet das, dass wir Kurkuma kontinuierlich, am besten mehrmals täglich in geringen Mengen, konsumieren sollten, um gesundheitliche Fortschritte zu bemerken. Glücklicherweise lässt sich die Bioverträglichkeit des Gewürzes nur mit wenigen Tipps verbessern.

1. Einnahme mit schwarzem Pfeffer (Piperin)

Nur einer Prise schwarzer Pfeffer erhöht die Chancen um ein 20-Faches, den Wirkstoff Curcumin in unseren Körper aufzunehmen. Grund dafür ist das, in schwarzen Pfeffer enthaltene, Piperin. Der Wirkstoff sorgt bereits in geringen Mengen dafür, dass Kurkuma seine heilende Wirkung besser in unserem Körper entfalten kann.

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2. Einnahme mit Fett

Wer die Einnahme von Kurkuma mit Olivenöl, Kokosöl oder anderen Fetten kombiniert, hat bessere Chancen, dass die goldene Knolle auch ihre heilende Wirkung freisetzt. Als beliebtes Getränk gilt derzeit die „Goldene Milch“, auch Kurkuma Latte genannt, dessen Rezept neben einem Esslöffel Kurkumapulver und ausreichend Milch auch einen Teelöffel Kokos- oder Mandelöl vorsieht. Diese Fette helfen dem Wirkstoff Curcumin, besser in unsere Blutbahnen zu gelangen.

Kurkuma richtig dosieren

Kurkuma ist nicht nur besonders verträglich, sondern besitzt bei der richtigen Dosierung kaum Nebenwirkungen. Da der Wirkstoff Curcumin jedoch vom Körper sehr schnell abgebaut wird, empfiehlt sich eine regelmäßige Einnahme, die über den Tag hinweg verteilt werden sollte. Die Universität des Maryland Medical Center empfiehlt es Erwachsenen, rund ein bis drei Gramm des Kurkumapulvers oder der frischen Gelbwurzel pro Tag zu sich zu nehmen.

Darüber hinaus können Kurkuma-Kapseln die tägliche Einnahme erleichtern und helfen dabei eine gesunde Dosis des Curcumin einzuschätzen. Dennoch sollten Sie bei dem Kauf solcher Präparate darauf achten, dass die Inhaltsstoffe aus natürlichem Kurkumapulver mit hoch dosiertem Curcumin und Piperin bestehen.

Wie lange haltbar ist Kurkuma?

Getrocknetes Kurkuma-Pulver hält besonders lange, wenn es dunkel, trocken und kühl gelagert wird und dazu luftdicht verschlossen ist. Die frische Kurkumawurzel wird bei normaler Raumtemperatur schnell faserig und trocknet aus. Daher empfiehlt sich die Aufbewahrung der Wurzel im Kühlschrank, damit sie mehrere Wochen haltbar bleibt. Auch im Kühlschrank sollte die Gelbwurz luftdicht und gut verschlossen in einer Dose gelagert werden.

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