Blutspende Schadet es, oft Blut zu spenden?

Britische Wissenschaftler haben tausende Menschen auf Nebenwirkungen durch häufiges Blutspenden untersucht. Das Ergebnis dürfte Vielspender erleichtern
Blut spenden

In Deutschland werden viel mehr Blutkonserven gebraucht als zur Verfügung stehen

Wer häufiger zur Ader gelassen wird, kann zwar unter Müdigkeit, Eisenmangel oder niedrigen Hämoglobinwerten leiden. Das ergab eine Studie britischer Forscher an rund 45.000 Menschen. Im Rahmen der Empfehlungen aber drohen bei Blutspenden keine ernsten Nebenwirkungen, auch körperlich und geistig waren Vielspender genauso leistungsfähig wie Wenigspender.

Wie oft kann man Blut spenden?

In Deutschland gilt für Frauen ein Abstand von mindestens drei, für Männer von zwei Monaten zwischen den Aderlässen als Regel. Auch die Autoren der britischen Studie halten diese Intervalle für sinnvoll. Wer öfter spendet, riskiert einen Eisenmangel.

Wann ist Vorsicht geboten?

Vor jeder Blutspende wird der Hämoglobingehalt des Blutes getestet. Denn im Hämoglobin, einem Eiweißstoff, ist das Eisen des Körpers gebunden, das für die Verteilung des Sauerstoffs im Körper sorgt. Vier bis fünf Gramm reines Eisen haben Erwachsene in dieser Form im Körper gespeichert. Und mit jeder Spende gehen dem Körper des Spenders 236 Milligramm (beim Mann) beziehungsweise 213 Milligramm Eisen (bei Frauen) verloren.

Ist im Blut zu wenig Hämoglobin enthalten, darf kein Blut gespendet werden. Es empfiehlt sich dann, die Ursache ärztlich abklären zu lassen.

Wichtig wäre, dass viel mehr Menschen sich beteiligten

In Deutschland könnten rund 33 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Blut spenden, doch nur drei Prozent nehmen diese Gelegenheit wahr. Jeden Tag werden in Deutschland durchschnittlich 15.000 Blutspenden benötigt.