Zuneigung Zweckbündnisse, romantische Zweisamkeit, offene Beziehungen: Die Geschichte der Liebe

Zuneigung: Zweckbündnisse, romantische Zweisamkeit, offene Beziehungen: Die Geschichte der Liebe
© Fabio Formaggio / EyeEm/Getty Images
Romantik? Ach was. Die Geschichte der Zuneigung prägen pragmatische Überlegungen von Versorgung und dem Fortbestand des Familienclans. Die romantische Liebe hat erst eine Chance, als die Industrialisierung im 19. Jahrhundert die Erwerbstätigkeit von Frauen fördert
Von Stephan Draf

Die Liebe – längst ist sie erklärt, spätestens seit 380 v. Chr. Da verfasste Platon seine Schrift "Symposion", in der er von einem massiven Trinkgelage hochgestellter Männer berichtet. Einer von ihnen ist Aristophanes, ein Bestsellerautor der damaligen Zeit. Ziemlich betrunken erzählt der schließlich diese Geschichte: Am Beginn der Zeit habe es Männliches und Weibliches gegeben, klar. Aber auch noch ein drittes Geschlecht, die Kugelmenschen. Vier Arme und Beine, zwei Köpfe – und auch zwei Geschlechtsorgane. Glücklich rollten diese wundersamen Wesen über die Erde.


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