Vulkane La Palma, Tonga – und bald Neapel? Warum wir nie wissen, wo der nächste Ausbruch droht

Am 19. September 2021 öffnete sich der Boden auf La Palma. Lava spritzte, eine Wolke aus Asche und Gas stieg in den Himmel über der Kanareninsel. Wie hier in Jedey hofften alle Bewohner, dass der Feuerberg bald zur Ruhe kommen würde
Am 19. September 2021 öffnete sich der Boden auf La Palma. Lava spritzte, eine Wolke aus Asche und Gas stieg in den Himmel über der Kanareninsel. Wie hier in Jedey hofften alle Bewohner, dass der Feuerberg bald zur Ruhe kommen würde
© Arturo Rodriguez / STERN
Viele aktive Vulkane befinden sich in dicht besiedelten Regionen, manche ganz nah an Millionenstädten. Welche Gefahren gehen von ihnen aus? Wie werden sie überwacht – und weshalb kann die Forschung die Ausbrüche noch immer nicht vorhersagen?

Der Vulkan grummelt. Wenig später grollt er wie ein fernes Gewitter. Faucht wie eine wütende Wildkatze. Und bald darauf donnert er, als starte ein Düsenjet. Lava spritzt aus seinem Kegel, noch mehr Asche und Gas steigen auf. Einige Kilometer hoch wabert der Pilz über La Palma.

Es ist ein schauriges Drama, das der Vulkan Cumbre Vieja im Herbst 2021 aufführt – und so schön, dass Abend für Abend Hunderte vor der Kirche des Städtchens El Paso gebannt die Lichtshow verfolgen, die sich nun vor ihnen darbietet. Feuerrot pulsiert der Vulkan. Immer heller lässt die einsetzende Dunkelheit die Lavaströme strahlen, die er den Hang hinab zum Meer schickt. Und darüber wölbt sich schließlich karminrot der Himmel. Ganz hinten steigt eine zarte weiße Wolke auf – dort ergießt sich das flüssige, immer noch mehr als 900 Grad Celsius heiße Gestein in den Atlantik.


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