Evolution Wie ein genetischer Unfall Pflanzen und Tiere erschuf

Fortpflanzung durch Tod: Tochterkugeln (links) von Volvox werden im Inneren der Mutteralge gelagert und gelangen erst mit deren Absterben ins Freie

Fortpflanzung durch Tod: Tochterkugeln (links) von Volvox werden im Inneren der Mutteralge gelagert und gelangen erst mit deren Absterben ins Freie

© G. Guenther/Blickwinkel
Es ist ein Riesensprung in der Geschichte des Lebens: Vor gut 1,2 Milliarden Jahren formen mehrere Zellen einen gemeinsamen Organismus. Einen Vielzeller, weit komplexer als alle anderen Lebewesen zuvor. Damit entstehen die Urahnen aller heutigen Pflanzen und Tiere. Doch der Preis für diese folgenreiche Weiterentwicklung ist hoch

Fast könnte man in der Ära vor 2,4 Milliarden Jahren meinen, das Leben, gut eine Milliarde Jahre zuvor entstanden, lösche sich nun selbst wieder aus. Denn das Meer, eben noch von Myriaden Mikro­organismen bevölkert, beginnt sich zu lichten: Die Einzeller erstarren und trudeln tot auf den Meeresgrund. Es ist das erste (und wohl größte) Massenaussterben in der Geschichte des Planeten.

Doch zugleich ist dies der Auftakt zu einer schier unglaublichen Entwicklung. Denn inmitten des Untergangs kommt es zu einer Revolution, die noch Milliarden Jahre später das Leben der allermeisten Pflanzen und Tiere bestimmen wird.

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