Umami-Geschmack Warum die menschliche Zunge würzige Speisen liebt – und für wen sie sogar gesund sind

Würzige Soße ließt auf einen fleischigen Burger
Der herzhafte Geschmack von "umami" steckt in diesem saftigen Burger 
© Natalie Zotova / 500px/Getty Images
Herzhaft-intensiv und würzig – das ist der Grundgeschmack umami. In Form von Glutamat steckt er in Pilzen, Tomaten, Schinken und Sojasoße. Lange als Auslöser des "China-Restaurant-Syndroms" verpönt, wird immer klarer: Glutamat kann sogar bei manchen Menschen die Gesundheit fördern
Von Theresa Palm

Steven Witherlys Kinder sind wie viele Kinder: Gemüse ist ihr Erzfeind, Brokkoli lassen sie stehen, Vollkornpizza verschmähen sie. Doch Steven Witherly ist nicht wie viele Eltern. Er ist Ernährungsexperte. Um seinen Kindern die gesunden Lebensmittel voller Vitamine und Spurenmineralien schmackhaft zu machen, bedient er sich einer besonderen Zutat: Glutamat. Ein paar der durchsichtigen Kristalle in einer speziellen Salzmischung auf die Brokkoliröschen gestreut oder in die Tomatensoße für den Vollkornpizzateig gerührt, schon seien die mäkeligen Kinder überzeugt, sagt er in einem Interview. Das unbeliebte Gericht wird auf einmal wohlschmeckend – umami.


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