Paläontologie Neue Studie: Dieser Dino war womöglich das größte Landlebewesen aller Zeiten

Argentinische Forscher haben die Knochen eines 2012 gefundenen Sauriers ausgewertet. Ihre Analyse deutet darauf hin, dass das Exemplar das größte bisher bekannte Landlebewesen aller Zeiten sein könnte
Tiitanosaurus

Das American Museum of Natural History in New York zeigt die Knochen eines Titanosaurus, die 2014 in Argentinien entdeckt wurden. Das Exemplar, das 2012 ebenfalls in Argentinien gefunden und jetzt analysiert wurde, soll jedoch größer als alle bisherigen Funde sein

Im Jahr 2012 hatten Forscher in der in der argentinischen Provinz Neuquén einen Sensationsfund gemacht. Sie entdeckten 24 Schwanzwirbel und Teile des Becken- und Brustgürtels eines gigantischen pflanzenfressenden Sauriers. Großangelegte Ausgrabungen der Knochen begannen allerdings erst 2015, nach Angaben der Forscher seien große Teile des Skeletts noch immer im Felsgestein eingeschlossen.

Trotzdem veröffentlichte der Paläontologe Alejandro Otero jetzt eine Analyse der bisher gefundenen versteinerten Knochenfragmente im Fachmagazin Cretaceous Research. Demnach stellt der Saurier aus Argentinien alle bisherigen Funde in den Schatten, er könnte sogar das größte bekannte Landlebewesen der Erde sein.

Bislang galt der 2017 ebenfalls in Argentinien entdeckte Patagotitan mayorum als größter ehemaliger Bewohner der Erde - der Titanosaurus war 40 Meter lang und wog rund 70 Tonnen. Zum Vergleich: Ein Afrikanischer Elefant bringt meist rund sechs Tonnen auf die Waage.

Kein Titanosaurus: Stellt der Gigant sogar eine ganz neue Spezies dar?

Der Saurier, dessen Knochen Otero jetzt mit Kollegen analysierte, war wohl noch gigantischer: Um 10 bis 20 Prozent soll er die Größe seines Konkurrenten übersteigen. Um die Körpermasse der Urzeitriesen zu ermitteln, verwenden Wissenschaftler jedoch meist Oberarm- und Oberschenkelknochen der Saurier. Die sind seit dem Fund 2012 aber noch im Felsgestein eingeschlossen. Die Forscher hoffen, das Skelett in einigen Jahren nahezu vollständig bergen zu können.

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Dann könnten sie den Saurier wohl auch endgültig klassifizieren. Denn bislang, so schreibt es Ortega, erlaube es die Analyse zwar nicht, den Fund als Grundlage für eine neue Spezies auszurufen, ebensowenig lasse sich der Saurier jedoch bislang bekannten Gattungen zuordnen.