British Empire Queen Victoria: Ihr geheimes Leben in Schottland

Königin Viktoria herrscht über das größte Reich auf Erden. Doch die liebste Provinz im riesigen British Empire ist ihr das benachbarte Schottland. In den Highlands lässt sich die Queen ein Schloss als Sommerresidenz erbauen und unterhält als Witwe ein fragwürdiges Verhältnis zu einem einheimischen Diener
Victoria

Viktoria schwärmt seit ihrer Kindheit von Schottland. Und noch im hohen Alter reist sie immer wieder dorthin

Manchmal blasen sie schon morgens um sechs. Manchmal blasen sie zu dritt, manchmal zu neunt, manchmal bläst einer allein. Sie blasen zum Frühstück, sie blasen den Morgen hindurch, sie blasen zum Lunch. Sie blasen zu Aufbruch und Heimkehr, sie blasen am Nachmittag, sie blasen zum Dinner. Und nach der Mahlzeit blasen sie zum Tanz.

Die Königin kann gar nicht genug bekommen von den Klängen des Dudelsacks. Hin und wieder schlägt sie mit Händen und Füßen den Takt – „im echten Hochland-Stil“, wie ein Zeuge anerkennend bemerkt. Und so begeistert ist sie von den schrillen, klagenden Tönen, dass sie gleich nach dem ersten Besuch in Schottland einen Leib-Sackpfeifer namens Angus MacKay engagiert: Sie habe, erklärt die Königin, „den Dudelsack sehr lieb gewonnen“.

1848 haben Königin Viktoria und ihr Gatte Prinz Albert das Schloss Balmoral in den Highlands, knapp 80 Kilometer westlich von Aberdeen, als Residenz gepachtet – und vier Jahre später gekauft. Sie haben es abgerissen und ein neues gebaut, so wie es in ihre Idee von Schottland passt: einen trutzigen Traum aus Türmen, Erkern und Zinnen.

Seither kommen die Dudelsackpfeifer nicht mehr zur Ruhe. Mit voller Kraft spielen sie, ob Staatsgäste zu Besuch sind oder die Gelehrten der British Association. Und manchmal folgen sie dem Königspaar in die Natur, die Viktoria und Albert so am Herzen liegt – zur Bootspartie auf dem Loch Muick, vorbei an steilen Hügeln, an Bergbächen, Schluchten, Talkesseln, an Erlen und Ebereschen, deren Zweige im Wasser hängen.

Und wenn dann der Mond aufgeht und endlich der Dudelsack ertönt, „um die Schönheit, Poesie und Wildheit der Szenerie zu steigern“, wie Viktoria bezaubert notiert, dann kommt der Königin wohl ein Vers ihres Lieblingsdichters in den Sinn, des Schotten Sir Walter Scott: „Lauter und lauter erklang der stolze pibroch“ – die Musik des Dudelsacks.

Diese „Wildheit“, von der die Queen so schwärmt, findet das Königspaar ja nicht nur in der schottischen Landschaft. Nicht nur auf den endlosen Flächen aus Moos und Moor, auf den zerklüfteten Felsrücken, in den Gipfeln der Cairngorm-Berge am Horizont, wo sich arktische Kargheit ausdehnt. Nicht nur beim Wandern und Jagen, beim Zeichnen in unverfälschter Natur oder beim Ausritt auf den stämmigen Hochland-Ponys. Sondern auch in den Bräuchen dieser Schotten, die dem Prinzgemahl so viel „natürlicher“ vorkommen als die Engländer. In dieser fremden „Rasse“, die Viktoria hier vorzufinden glaubt. In dem „ganz anderen Charakter“, den sie in ihr zu erkennen meint.

Das Kind des Empires

Jetzt, um 1850, herrscht England über das größte Kolonialreich aller Zeiten. Viktoria ist ein Kind dieses Empire – und seine Galionsfigur. Zur Londoner Weltausstellung, die sie voll Stolz eröffnet, schmückt sich das Land mit der exotischen Kultur der Unterworfenen: Hindu-Göttern aus Gold und Silber, afrikanischen Fetischen, Maori-Häusern, einer Indianerhütte aus Trinidad.

Und so ist es kein Wunder, dass die Königin einen solchen besitzergreifenden Blick auch auf ihre armen Untertanen im Norden wirft, die ja erst seit 1707 zum Reich gehören – einen Blick im Geist des „internen Kolonialismus“, wie der amerikanische Soziologe Michael Hechter später das Verhältnis Englands zu den übrigen Nationen des Königreichs definieren wird.

Der koloniale Blick: Das ist ein Blick, in dem sich, so wird etwa der Literaturwissenschaftler Edward W. Said in einer Studie über den „Orientalismus“ darlegen, Begeisterung und Herablassung mischen, Verachtung und Begehren. Ein Blick, der den Kolonisierten zum grundsätzlich Anderen macht – zum Träger faszinierender, aber unüberbrückbarer Fremdheit.

Die Schotten fügen sich in diesen Blick. Werfen sich für die Majestäten in ihre Kilts, tragen ihre farbenprächtigsten Tartanmuster zur Schau, präsentieren urwüchsige Streitäxte. Sie stoßen Steine, schleudern Baumstämme durch die Luft und rennen um die Wette hügelauf und hügelab, wie es ihre Vorfahren angeblich schon seit dem 11. Jahrhundert tun. Sie tanzen mit Fackeln und über gekreuzten Schwertern, stoßen dabei urige Rufe aus: „Nis! Nis! Nis!“ Und Viktoria ist gerührt vom „Pittoresken der Kleidung“, von den „romantischen“ Bräuchen. Es sei, notiert sie, „als empfinge ein großer Häuptling in alter Feudalzeit seinen Herrscher“.

Es fällt den Schotten nicht schwer, diesen Blick zu bedienen: Sie haben ihn ja selbst erfunden. Denn die Tradition, in der das Königspaar in Balmoral schwelgt, ist keineswegs die lebendige Tradition Schottlands. Es ist vielmehr die Hinterlassenschaft einer armen, rückständigen, lange verachteten und fast ausgestorbenen Minderheit – der Bewohner der Highlands, der rauen Berge und Inseln, der Moore und heidebepelzten Hochebenen im Nordwesten.

Die Missionierung der Highlands

Es ist ja noch nicht lange her, dass auch für die meisten Schotten die Highlander das schlechthin Fremde waren; das ganz Andere, mit dem man besser so wenig wie möglich zu tun bekam. Noch der Schottenkönig Jakob VI. hatte im 17. Jahrhundert seinen Sohn vor diesen „Barbaren“ gewarnt. Einige der Bergler seien „kaum besser als Heiden“, ergänzte ein halbes Jahrhundert später ein Regierungsbeamter in einem Dossier, „und fast so unsauber wie die Hottentotten“. Diebe seien sie und Faulenzer, denen nichts peinlicher sei, als bei ehrlicher Arbeit ertappt zu werden.

Reisende, die es in diese garstige Welt verschlug, berichteten von elenden, schmutzigen, unwissenden und hoffnungslos rückständigen Eingeborenen, die nur Gälisch beherrschten („die grobe Sprache eines barbarischen Volks“), in primitiven Häusern aus Moos und losen Feldsteinen wohnten („ein Schock für die Menschlichkeit“) und auf „scheußlichen Dudelsäcken“ bliesen, deren Klang schrecklicher sei „als das Grunzen der Schweine, die Rufe der Eulen und das Schreien der Katzen“. Ihre Unterstützung der katholischen Jakobiten-Aufstände von 1715 und 1745 machte die Hinterwäldler zudem zur politischen Bedrohung – nicht nur für die protestantische Elite in Glasgow und Edinburgh, sondern für das gesamte Königreich.

Doch 1746 schlugen die Truppen des englischen Monarchen in der Schlacht von Culloden die Rebellion des katholischen Kronprätendenten Charles Edward Stuart und seiner Highland-Krieger endgültig nieder. Und bald darauf verlangten die Schotten der Lowlands, vor allem die liberalen Reformer der Whig-Partei, die Sturköpfe aus den Bergen ein für alle Mal zu zähmen: Diese „wilden Highlander“, forderte etwa ein Whig-Beamter in einem Bericht an die Regierung, „müssen gezügelt werden“. Die Staatsmacht beschloss, das Übel auszurotten. Sie ließ Festungen und Straßen, Brücken und Kanäle bauen, um die Zivilisation ins Land zu zwingen. Sie verbot den „Wilden“ ihre Waffen und Trachten, beendete die erbliche Gerichtsbarkeit der Clanchefs. Bestach die Häuptlinge dafür mit Adelstiteln – und machte sie so zu loyalen Vertretern des britischen Establishments.

Sie schickte protestantische Missionare in die Wildnis, die den rechten Glauben verbreiteten, und Lehrer, die den weithin analphabetischen Berglern Lesen und Schreiben beibrachten – sowie Englisch, die Sprache des Fortschritts, der nicht mehr aufzuhalten war. Am radikalsten aber veränderte sich das Leben in den Highlands durch die Großgrundbesitzer, die jetzt ihre Chance gekommen sahen. Denn es hatte sich herumgesprochen, dass sich mit Schafzucht mehr Geld verdienen ließ als mit Kleinbauern, die als Pächter ihre Scholle bestellen – und so nahm eine gewaltige Umsiedlungsaktion ihren Lauf, die als Highland Clearances, als „Räumung des Hochlands“, in die Geschichte Schottlands einging.

Die Räumung des Hochlandes

Die Landeigner ließen Männer, Frauen und Kinder vertreiben, Häuser in Schutt legen und niederbrennen: Zurück blieben rauchende Ruinen, zerstörte Möbel und verlorene Hühner, die zwischen Trümmern nach Nahrung pickten. Niemand betrieb den Kahlschlag so rücksichtslos wie Elizabeth Gordon, Gräfin von Sutherland.

Mit ihrem Ehemann Lord Stafford, Millionär aus England und wohl reichster Landeigentümer Großbritanniens, fasste sie den Plan, den Pachtertrag ihrer Ländereien im nördlichen Teil der Highlands durch Schafzucht mehr als zu verdreifachen. Dazu war es allerdings nötig, die menschliche Bevölkerung zügig „auszudünnen“, wie die Gräfin es formulierte. Und so verjagten ihre Büttel zwischen 1807 und 1821 mehr als 6000 Menschen von ihren Häusern und Feldern. Der Bestand an Schafen nahm dafür binnen neun Jahren von 15 000 auf 130 000 zu.

Vergebens klagten Vertriebene vor Gericht gegen die Brutalität der Zwangsräumungen: Manche der Häscher, berichteten sie, hätten Weiden und volle Scheunen in Brand gesetzt, Bettlägerigen das Haus über dem Kopf abgerissen oder verbrannt. Sie hätten weder Alte noch Schwangere verschont und notfalls deren Tod in Kauf genommen. Doch die Justiz sprach die Beschuldigten frei.

Einige der Verjagten wurden an die Küste umgesiedelt, auf winzige Parzellen mit kargem Boden. Andere kamen in eigens erbauten Fischerdörfern unter – ohne zu wissen, wie man ein Netz auswirft. Wieder andere fanden Zuflucht in den Slums und Manufakturen Glasgows oder englischer Industriestädte – oder als Auswanderer auf einem der als „Sarg-Schiffe“ verschrienen Seelenverkäufer, die ihre menschliche Fracht in Kanada, Australien oder am Kap der Guten Hoffnung entsorgten.

Mit den Bewohnern der entleerten Gebiete verschwand auch deren Lebensform. Und so fand schon 1773 der berühmte Schriftsteller Samuel Johnson auf seiner Highland-Reise von dem, was er erwartet hatte („ein Volk von besonderer Erscheinung und eine altmodische Lebensordnung“), nur noch Reste: Selbst der Dudelsack „beginnt, in Vergessenheit zu geraten“, stellte Johnson fest.

Doch es ist seltsam: Je weiter die „altmodische Lebensordnung“ der Highlander versank, desto ferner waren die Angst und der Schrecken, die die wilden Hochlandbewohner bei ihrem Nachbarn einst ausgelöst hatten. Und desto unwiderstehlicher wurden sie nun zu Heldengestalten. Einer der Gründe dafür war gerade die Unermüdlichkeit, mit der die rauen Männer aus den Bergen einst ihre Nachbarn terrorisiert hatten.

Denn schon nach der Revolte von 1715 hatte die Krone begonnen, das Draufgängertum der Hochlandbewohner für die eigenen militärischen Zwecke zu nutzen. Highlander dienten nun in eigenen Regimentern, kämpften im Siebenjährigen Krieg, in Kanada sowie in der Karibik – und erwiesen sich dort als „zähe und furchtlose Menschenrasse“, wie der britische Premierminister William Pitt 1766 jovial feststellte.

Die Rückständigkeit der Highlander galt zudem als Gegengift gegen die republikanischen Feinde der bestehenden Ordnung, die seit der Französischen Revolution den Kontinent unsicher machten: Die Obrigkeit erwog sogar eine Anti-Aufrührer-Truppe aus Bewohnern des Hochlandes, da denen die „gleichmacherischen und gefährlichen Prinzipien der heutigen Zeit“ garantiert fremd seien. Noch wirkungsvoller für die Rehabilitierung der Highlander allerdings war eine Geistesströmung, die vom späten 18. Jahrhundert an in ganz Europa einen Kult des Untergegangenen feierte: die Romantik.

Deren Anhänger vergötterten das Tragische, die Ruine und alles Erhabene aus vergangenen Zeiten. Ihr schwärmerischer Blick machte nicht nur die rauen, heidebewucherten Berge der Highlands, einst als trostlos und unheimlich gefürchtet, mit einem Mal zum Sehnsuchtsort.

Er verklärte auch die Fortschrittsfeindlichkeit der Hochlandbewohner zur Traditionsliebe und ihre Renitenz zu Tapferkeit und Standhaftigkeit – zu Tugenden also, mit denen sich die Kaufleute in Edinburgh und die Fabrikanten aus Glasgow ebenfalls gern identifizierten.

Victoria und Albert

Viktoria und Albert reisten oft gemeinsam nach Schottland, woher auch der Lieblingsdichter der Queen stammte: Walter Scott

Ein Dichter namens Ossian

Ihren ersten Helden fanden die Nostalgiker in einem Dichter namens Ossian, einem Highland-Barden aus dem 3. Jahrhundert, blind und bedeutend wie der große Homer – mit nur einem Mangel: Es hat ihn wohl nie gegeben.

Der angebliche Dichter war ein Hirngespinst eines Hauslehrers namens James Macpherson, der 1762 und 1763 die angeblichen Ossian-Epen „Fingal“ und „Temora“ als vermeintliche Übersetzungen aus dem Gälischen herausgab – Verse von hölzerner Feierlichkeit, in denen blutarme, aber noble Figuren in sturmgepeitschten Kulissen aus Heide und nebligen Inseln agierten.

Doch so stark war der Hunger der Schotten nach alter Väter Stolz, dass selbst skeptische Aufklärer wie der Philosoph David Hume ihre Zweifel beiseiteschoben. Auch der europäische Kontinent geriet in Verzückung: Deutsche Dichter wie Klopstock, Goethe und Herder verfielen dem Raunen des vergessenen Genies, aber auch Napoleon Bonaparte, der Komponist Franz Schubert und der Maler Jean-Auguste-Dominique Ingres. Erst 1805 entlarvte eine Kommission die Verse als Fälschung. Der zweite Anlauf zur Erfindung der Vergangenheit aber hatte nachhaltigeren Erfolg: Sein Herold war der Anwalt Walter Scott aus Edinburgh, nebenbei Autor ausladender historischer Romane.

Auch Scott war Anhänger der Romantik, und auch er hegte ein glühendes Heimweh nach der „ritterlichen Barbarei“ jener „Rasse“, die einst in den Highlands gewohnt haben soll. Und gleich sein erster Roman „Waverley“, den er 1814 veröffentlichte, besang die Rebellion der Highlander von 1745 – freilich aus sicherer zeitlicher Distanz, die jede Nachahmung verbot.

Denn Scott selbst war alles andere als ein Rebell. Er war ein Konservativer, ein unbeugsamer Verfechter der Union, der Einheit Großbritanniens unter der Krone. Nur die unbedingte Loyalität zum Monarchen, glaubte er, könne die radikalen und demokratischen Umtriebe im Zaum halten, die auch Schottland erschütterten. Daher waren ihm jene Weber, die im Jahr 1820 für ein allgemeines Wahlrecht streikten (und deren wichtigste Wortführer in Glasgow gehängt und enthauptet wurden), nichts als „Hunde“ und „Schurken“, die nur eine ordentliche Abreibung „von ihrer radikalen Krankheit heilen“ könne.

Und so gründete der Schriftsteller mit einer Gruppe ehrwürdiger Schwärmer einen Verein, der die Vergangenheit beschwor, ohne ihr zu nahe zu kommen: die Celtic Society of Edinburgh.

Regelmäßig trafen sich dort nun Herren der besseren Lowland-Gesellschaft in Kilt und Highland-Barett zu Gelagen und Tänzen – „solches Springen, Hüpfen und Schreien hat man noch nicht gesehen“, schwärmte Scott nach einem dieser Bankette. Und ließ sich auch nicht beirren, als eines der Gründungsmitglieder den Klub wieder verließ, weil ihm der Mummenschanz doch allzu „ausgedacht und fiktiv“ erschien.

Dass die Tradition ebendieser Highlander, die sie hier mehr schlecht als recht nachäfften, zur gleichen Zeit im Zuge der Clearances Stück für Stück ausgerottet wurde, störte Scott und seine Volkstümler derweil kaum. Und so diskutierten die Flachländler in Edinburgh ungerührt über Tartanmuster und die angemessene Länge des Kilts, während in den Bergen zur gleichen Zeit noch immer die Dörfer brannten.

Dabei war dieser Kilt, der karierte Rock von der Hüfte bis zum Knie, der schon bald als Inbegriff uralter schottischer Tradition galt, zu diesem Zeitpunkt keine 100 Jahre alt.

Wie der Kilt nach Schottland kam

Noch im Mittelalter hatte sich die Kleidung der Schotten nur wenig von der ihrer Nachbarn unterschieden. Erst im 16. Jahrhundert berichteten Besucher von einer besonderen Kluft: einem langen, mit Safran gefärbten Hemd in irischer Manier, einer Tunika namens failuin, sowie einer bunten, gewebten Wolldecke (plaid), die den Rücken umhüllte.

Die Anführer trugen zudem die trews, eine Kombination aus Kniehose und Strumpf – die freilich bei Arbeit und Jagd eher hinderlich und deshalb den höheren Schichten vorbehalten war.

Umhang wie Trews waren oft in einem karierten Muster gehalten – einem tartan (das wohl, wie auch der Name, aus Frankreich oder Flandern stammte). Im Lauf der Zeit veränderte sich die Tracht. Das lange Hemd verschwand, die Trews wurden zum Privileg der Offiziere und Gentlemen. Bauern und Gemeine aber trugen das Plaid nicht mehr lose um die Schultern, sondern als eine Art knielanges Kleid, mithilfe eines Gürtels um die Hüfte gezurrt.

Der Männerrock als eigenständiges Kleidungsstück aber war noch im frühen 18. Jahrhundert in Schottland unbekannt. Es musste erst ein Engländer kommen, um den Schotten ihre Nationaltracht zu schenken: ein Unternehmer aus Lancashire namens Thomas Rawlinson.

Rawlinson war 1727 in die Highlands gereist, um dort für seine Schmieden Holzkohle zu gewinnen – und Personal. Um dessen Kleidung für die Arbeit im Wald und am Ofen praktischer zu gestalten, kam er auf die Idee, das Unterteil des Plaids in einen separaten Rock umzuschneidern. So erfand Rawlinson den modernen Kilt: nicht etwa aus Liebe zur Tradition, sondern als Anpassung an die Industrien der neuen Zeit.

Nach dem Aufstand von 1745 aber verbot die Staatsmacht das Tragen von jeglichen „Tartans sowie mehrfarbigem Plaid oder Stoff“. Nur eine Berufsgruppe war von dem Verdikt ausgenommen: die Soldaten. Denn nach wie vor galt die Beinfreiheit, die die nach unten offene Tracht gewährte, als Vorteil beim „Springen über die Felsen und Sümpfe“ der Highlands, wie ein englischer Militär bemerkte – und deshalb womöglich auch im Kampf. Und so umwehte, als die Krone 1782 das Tartanverbot aufhob, den Kilt mit seiner „freien, angenehmen Zirkulation reiner, gesunder Luft“, wie ein Offizier lobte, bereits die Aura militärischer Exzellenz.

Nach und nach wurde die Tracht, die einstmals jenen Armen vorbehalten war, die sich keine Hosen leisten konnten, zum Statussymbol für Aufsteiger, englisch erzogene Aristokraten, wohlhabende Kaufleute und Anwälte – und wurde selbstverständlich aus nobelstem Material gefertigt.

Und in ihrer Tartanbegeisterung wählten sie nicht etwa die Trews, die traditionellen Karohosen ihrer Standesgenossen, sondern den Kilt der unteren Schichten – keine 50 Jahre alt, doch so viel urwüchsiger in der Anmutung. Selbst in das englische Königshaus drang die Retro-Mode vor: 1789 wurden drei Söhne König Georgs III. mit je einer kompletten Highland-Tracht ausgestattet. Und in den Theatern setzte sich der Brauch durch, auch den Schottenkönig Macbeth aus Shakespeares Tragödie im Tartan auftreten zu lassen.

Walter Scott gelang es schließlich, die Highland-Montur zur vermeintlich uralten Nationaltracht ganz Schottlands zu erheben – und mehr noch: sogar zum Sinnbild der Loyalität seiner Landsleute zur englischen Monarchie.

Eine Gelegenheit dazu ergab sich 1822, als der britische König Georg IV. einen Besuch in Edinburgh plante. Schon die Ankündigung war eine Sensation: Zum ersten Mal würde ein Monarch aus dem Haus Hannover seinen Fuß auf schottische Erde setzen. Und wer könnte dem Herrscher aus London einen würdigeren Empfang bereiten als der überaus treue Bilderbuch-Schotte Walter Scott?

Georg war nicht das, was man einen beliebten König nennen konnte. Seine aufgeschwemmte Gestalt, die rote Perücke und die dicke Kruste aus Puder und Rouge auf der Haut machten ihn zum Spott seiner Untertanen; seine Verschwendungssucht, Lüsternheit und Eitelkeit sowie die Dreistigkeit, mit der er gerade versuchte, seine Ehefrau Caroline per Parlamentsbeschluss loszuwerden, forderten geradezu ihren Hass heraus.

Scott aber, inzwischen vom König geadelt, hielt seinem Monarchen die Treue. Er war entschlossen, dem Herrscher ein unvergessliches Willkommen zu schenken. Er hatte nur zwei Wochen für die Vorbereitung, und so machte er sich umgehend ans Werk, seine Schotten so „national und charakteristisch“ wie möglich zu präsentieren.
Für Bühnenbild und Kostüme sicherte er sich die Dienste seines Freundes William Murray, eines Schauspielers, der das Theatre Royal leitete. Zudem rief er jene Hochlandbewohner zusammen, die die Clearances überlebt hatten: als Völkerschau für den König – denn „Highlander sind es, was er am liebsten sehen möchte“, wie er verkündete. In „Hinweisen an die Einwohner von Edinburgh“ wies er die Städter außerdem an, sich zu den Höhepunkten des Besuchs ebenfalls in Tartans zu hüllen – etwa zum Großen Ball: „Kein Gentleman darf etwas anderes als die alte Highland-Tracht tragen.“ Auch die Lowland-Schotten schwor er auf hochländische Stammestreue ein: „Wir sind der CLAN, und unser König ist der HÄUPTLING.“

Und die Schotten gehorchten. Binnen Kurzem nahm bei den Schneidern die Nachfrage nach kariertem Wollstoff so gewaltig zu, dass etwa die Firma William Wilson & Son Arbeiter aus anderen Abteilungen für die Tartanherstellung abstellen und 40 neue Webstühle einrichten musste. Um den Anschein generationenalter Tradition zu erwecken, wies Wilson zudem jedem Clan ein eigenes Muster zu – das freilich seine eigenen Designer entworfen hatten.

Königlicher Besuch in Edinburgh

Denn bis dahin war das Tartanmuster keineswegs das uralte Erkennungsmerkmal der Highland-Clans, als das es in aller Welt schon bald gelten würde. Noch für die Rebellen von 1745 war die Wahl des Karos kein heraldisches Sippen-Abzeichen gewesen, sondern eine Geschmacksfrage: Erst nach Scotts Inszenierung erhielt der bunte Wollstoff die Weihe eines feudalen Stammbaums.

Bereits Tage vor dem Einzug des Königs paradierten rund 300 Highlander, manche erstmals in ihrem Leben im Kilt, in ihren brandneuen Plaids durch Edinburgh – unter der Choreografie Walter Scotts. Täglich ließ er sie vor seinem Haus in der Castle Street zum Klang der Dudelsäcke aufmarschieren. Und seine Celtic Society, ebenfalls vorbildlich kariert gewandet, hielt sich als königliche Leibgarde bereit.

Die Stadt Edinburgh scheute keine Kosten, um sich ins rechte Licht zu setzen. Die Edinburgh Gas Company bepflanzte die Strecke vom Holyrood Palace zur königlichen Unterkunft mit 300 neuen Straßenlaternen. Auf dem Hausberg Arthur’s Seat flackerten Freudenfeuer, und Bürger illuminierten die Fenster mit Kerzen und Lampen, deren Licht durch Scherenschnitte mit patriotischen Motiven fiel – die ganze nächtliche Stadt strahlte „wie am helllichten Tag“, staunte eine Freundin Scotts.

Auch Edinburghs Geschäftsleute rüsteten ihr Warenangebot für die großen Tage. Sie boten Regenhüte an, Hühneraugenpflaster und Salben gegen das Jucken nach dem unvermeidlichen Hautkontakt im Gedränge. Die Zimmer preise schnellten in die Höhe; wer kein Bett mehr fand, musste mit einer Hängematte vorliebnehmen. Und schon lange vor der Ankunft des Herrschers hallten vom Schloss in regelmäßigen Abständen die Salutschüsse.

Am 15. August 1822 landete der König in Edinburghs Hafen Leith. Auf seinem Zug zum Holyrood Palace marschierte ihm Scotts nostalgische Choreografie voran: Dudelsackspieler, Trompeter, ein Herold, Honoratioren in Kutschen und auf Pferden. Bogenschützen nach Vorbildern aus dem 15. Jahrhundert beschirmten das royale Gefährt.

300 000 Menschen, ein Siebtel der schottischen Bevölkerung, waren gekommen. Sie traten einander auf die Füße, drängten sich an den Fenstern, kletterten auf Straßenlampen, balancierten auf Gerüsten, die vor den Fassaden und auf den Dächern in den Himmel ragten. Nur den wenigsten gelang es, einen Blick auf den Monarchen zu erhaschen.

Jene aber, die ihn sehen konnten, erblickten eine monströse Erscheinung – gehüllt in eine unfreiwillige Karikatur des Highland-Stils. Der massige Leib des Königs steckte in einem Korsett aus Fischbein, die geschwollenen Beine in fleischfarbenen Strümpfen.

Seine Majestät trug eine Glengarry-Hochland-Mütze mit Adlerfedern, eine Umhängetasche aus Seide und Ziegenleder, einen Gürtel um den Bauch, einen zweiten über der Schulter, behangen mit Schwert, Dolch und Pulverhorn. Das Kostüm funkelte vor Gold und Smaragden, Perlen, Rubinen und Diamanten. Insgesamt hatte es 1354 Pfund und

18 Shilling gekostet (nach heutigen Preisen 1,3 Millionen Euro). Doch vor allem trug der hohe Gast den jüngst erfundenen Kilt: Sein Stoff leuchtete in einem Muster namens „Royal Stewart Tartan“ – das kein Mitglied der Stuart-Dynastie je getragen hatte.

Auch an den folgenden Tagen spielte der König Scotts Maskerade beflissen mit. Vertilgte beim Bankett willig schottische Extremkost wie Haggis, den mit gehackten Innereien und Hafermehl gefüllten Schafsmagen. Nickte beim Ball des Hochadels mit dem Kopf und schnippte mit den Fingern, wenn die Musiker schottische Tänze wie den Reel und den Strathspey fiedelten. Hob beim Festmahl in Parliament Hall wacker das Glas auf die Gastgeber – die er zünftig als „Häuptlinge und Clans von Schottland“ titulierte.

Der ganze Tartanzirkus war eine „Halluzination“, wie Scotts Schwiegersohn John Gibson Lockhart feststellte: ein großer, patriotischer Schwindel. Und nichts fasste den Geist dieses Staatsakts treffender zusammen als die Theaterfassung von Scotts Roman „Rob Roy“, die der König eines Abends besuchte: der rebellische Highlander, erhoben zum staatstragenden Symbol schottischer Kultur – und so unschädlich gemacht.

Der Tartanindustrie aber bescherte der Besuch des Königs ein ungeahntes Wachstum: Das Bild des kernigen Highlanders im Kilt wurde zum Inbegriff ganz Schottlands. Und so war auch Georgs Nichte Viktoria von dem Keltenkult angetan, lange bevor sie einen Fuß nach Schottland setzte.

Seit ihrer Kindheit ist Viktoria in Scotts Bücher verliebt; seine „Braut von Lammermoor“ war der erste Roman, den die Prinzessin einst in die Hände bekam. Inzwischen zieren zwölf Exemplare von „Rob Roy“ und 32 von „The Lady of the Lake“ die Bibliothek der nunmehrigen Königin in Balmoral. Und voll Ehrfurcht pilgern Viktoria und Albert eines Tages zum einstigen Wohnhaus des Dichters, tragen ihre Namen in das Gästebuch ein und nehmen den Tee in jenem Zimmer, in dem der große Mann 1832 den letzten Atemzug tat.

Queen Victoria

Alt und verwitwert fühlt sich die Queen In der Einsamkeit der Highlands sicher

Queen Victoria sucht Zuflucht

Und auch sie sind vernarrt in den Tartan. Gleich nach ihrem ersten Besuch verspricht Viktoria, ihn auch in England „wieder in die modische Welt einzuführen“. Der Prinzgemahl entwirft sogar einen weißen „Victoria Tartan“ – und einen „Balmoral Tartan“ aus Grau und dunklem Purpur, der an die Farben von Fels und Heide erinnern soll.

Er und die Kinder tragen bei Besuchen selbstverständlich Schottenmuster, auch für die Angestellten besteht Karopflicht: Zur Arbeit haben sie „Border Tartan“ zu tragen und an Feiertagen den „Stewart Tartan“. Für Wildhüter und Jagdhelfer herrscht zudem, außer zur Pirsch, ständiger Kiltzwang.

Selbst das Schloss wird kostümiert. Wände, Möbel und Böden: überall Tartankaros – meist das rotlastige „Royal Stewart“ oder das vornehmlich grüne „Hunting Stewart“, unterbrochen nur von Prinz Alberts Hirschgeweihen.

Die Queen lässt es bei der Dekoration nicht bewenden. Sie tut das, was die Pioniere in den Kolonien als going native bezeichnen – sie passt sich den Sitten der Einheimischen an. Nimmt Tanzstunden, um die Volkstänze der Highlands zu lernen, setzt manchmal alle zwei Tage einen Ball an, der vom Nachmittag bis in die Nacht dauert. Und wenn sie nicht selbst tanzt, sitzt sie auf einem erhöhten Thron und ruft die Namen der Tänze wie Kommandos in den Saal.

Als Zar Nikolaus II. zum Staatsbesuch kommt, stehen selbstverständlich Dudelsackbläser bereit. Diener im Kilt empfangen den Gast mit dem Flackern der sownacks, der traditionellen Fackeln aus trockenen, mit Birkenruten zusammengebundenen Tannenspänen.

Und obwohl der Russe lieber im Trockenen geblieben wäre, muss er Viktorias Söhne in die Landschaft zur Jagd begleiten – und beklagt sich anschließend bitter bei seiner Mutter über das „scheußliche“ Wetter von Balmoral, über „Regen und Wind jeden Tag“.

Es ist ja nicht der erlesene Komfort monarchischen Luxuslebens, den die Royals in der schottischen Einöde suchen, sondern das Gegenteil: Es ist die „strenge Szenerie“, die der Königin hier begegnet; die herbe Kulisse von Ossians Epen und Scotts Romanen. Die unverbildete Natur von Land und Leuten – die ihr umso mehr zu gefallen scheint, je schroffer sie ihr entgegentritt.

So sieht es fast aus, als habe die Queen ihre Zuflucht im Norden mit Absicht in einer möglichst unwirtlichen Umgebung gesucht: an einem der niederschlagsreichsten Orte Schottlands, in einer Gegend, die selbst dem Zaren noch kälter als sein Sibirien vorkommt. Sie hilft der frostigen Atmosphäre noch nach, indem sie am Kaminholz knausert, bis in den Herbst hinein kein Feuer erlaubt und darauf besteht, dass die Fenster stets weit aufgerissen bleiben. Sie bleibt auch ungerührt, als ihr Außenminister Lord Clarendon sich beschwert, dass ihm während des Dinners die Füße einfrieren.

Auch die Schrecken des Gälischen, dieses „schwierigen“ Idioms, reizen sie eher, als sie zu entmutigen. Beflissen verknotet sie ihre Zunge beim Aussprechen der Namen benachbarter Berge. Manchmal macht sie bei Tisch das „kuriose Highland-Englisch“ nach, das sie so rührt. Und kein Fest kommt ohne enorme Mengen Whisky aus der Destillerie von Lochnagar aus, deren Chef die Queen zum Hoflieferanten ernannt hat.

Denn im Whisky finden Majestät und Untertanen zusammen. Jeder Teilnehmer einer Pirschjagd bekommt eine Flasche als Proviant auf den Weg, und nach dem Vermessen der Strecke fließt das braune Elixier erst recht in Strömen. Den Anblick betrunkener Domestiken quittiert die Königin mit leutseliger Nonchalance. „Der Whiskyverbrauch der Diener“, erinnert sich der Sohn ihres Privatsekretärs, „war wirklich gewaltig.“

Königin Viktoria und ihr Lieblingsdiener John Brown

Kaum einer ist so berüchtigt für seine alkoholischen Exzesse wie Viktorias Lieblingsdiener John Brown. Der ist sieben Jahre jünger und noch aus dem Personalstamm des Vorbesitzers übernommen. Manchmal liegt er schon nachmittags betrunken und dienstunfähig in seinem Zimmer. Und er ist gefürchtet für seine deftigen Flüche, die Vertraulichkeiten, die er sich herausnimmt – und die Arroganz, die er entwickelt, je mehr er der Königin ans Herz wächst.

Denn Viktoria schwärmt für den hochgewachsenen Highlander, der sie aufs Pferd hebt, sie über den See rudert und ihr durch felsiges Gelände hilft. Sie begönnert ihn als „einfältig“ und „gutmütig“ – und bescheinigt ihm zugleich „die Unabhängigkeit und Hochherzigkeit, die der Hochland-Rasse eigen ist“.

Manchmal glaubt sie sogar, Brown besäße, wie man den Vertretern dieses naturnahen Menschenschlags nachsagt, mystische Kräfte. Und womöglich erliegt sie auch dem Ruf unverwüstlicher Maskulinität, der dem schottischen Mann bei seinen englischen Nachbarn vorauseilt. Denn der koloniale Blick ist ja oft auch der einer verbotenen Liebe: Der exotische Fremde ist zugleich der erotisch Verlockende – und der Sittenlose, der das tut, was man sich selbst versagt.

Und so verfolgt die Öffentlichkeit mit erregtem Schauder die Nähe, die Viktoria nach dem Tod Alberts 1861 mit ihrem Domestiken verbindet. Man tuschelt, Brown sei mehr als ein Lieblingsdiener. Verbittert verhöhnt die Entourage die Queen als „Mrs. Brown“ und den knorrigen Schotten als „Hengst der Königin“. Und selbst Viktorias Kinder titulieren den „absurden Mann im Kilt“ bisweilen als „Mamas Liebhaber“.

Ungerührt ernennt ihre Mutter Brown 1865 zu ihrem „ständigen persönlichen Begleiter“. 18 Jahre verbringt sie in stolzer Innigkeit mit ihrem Faktotum – fast so viele wie mit Albert. Und als Brown 1883 an den Folgen einer Erkältung stirbt, ist die Queen, wie sie ihrem Privatsekretär anvertraut, so schockiert „wie ’61“, als ihr Gatte verschied.
Die Liebe der Monarchin zum Schottland ihrer Träume aber lässt Browns Tod unberührt. Und ihre Nachkommen werden den Spätsommer und Frühherbst in den Highlands verbringen, sich in Tartanstoff werfen und durch die Landschaft streifen. Sie werden, wie zu Viktorias erstem Besuch 1848, bei den „Highland Games“ in Braemar zusehen, wie kräftige Schotten Baumstämme werfen, Steine stoßen und Hügel auf- und abrennen. Und die Untertanen werden es den Royals nachtun: Mehr als 85 000 Touristen besuchen inzwischen jedes Jahr das abgelegene Schloss Balmoral.

Und bis zum heutigen Tag steht jeden Morgen um neun Uhr der Piper to the Sovereign, der Dudelsackbläser des Königshauses, in voller Tartanmontur unter dem Schlafzimmerfenster der Queen, ob in Buckingham Palace oder Balmoral. Und bedient die Dudelsackpfeifen – so wie es Königin Viktoria vor über 150 Jahren befohlen hat.