Inmitten der Kölner Innenstadt

Mitten im Kölner Zentrum befindet sich die Baustelle für das neue Citykirchenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde. Hier sind Archäologen bereits vor einem Jahr auf massive Mauerreste gestoßen.

Versammlungshalle? Nein, Bibliothek!

Zunächst hielten die Wissenschaftler den Fund für die Überreste einer Versammlungshalle. Erst die Nischen in den Innenwänden – zu klein für Statuen, aber passend zur Lagerung von Pergament- oder Papyrusrollen – verrieten jetzt, um was es sich eigentlich handeln musste: eine Bibliothek, die nun als älteste auf deutschem Boden angesehen wird.

Selten im römischen Köln

Das Gebäude hat ein Ausmaß von zwanzig mal neun Metern und ist vermutlich zweigeschossig gewesen. "Das zwei Meter breite Fundament – solche Mauern findet man nur selten im römischen Köln – lässt auf einen stattlichen Bau schließen", sagt Archäologe Dirk Schmitz gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, der zuerst über den Fund berichtet hatte.

Bibliothek soll zugänglich sein

Die Fundamente sollen in einen Kirchen-Neubau integriert werden. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, soll ein Teil der Bibliothek künftig in der Tiefgarage des Gemeindezentrums zu sehen sein. Fast eine Million Euro habe die Evangelische Gemeinde investiert, um die Grundmauern der Bibliothek so gut es geht zu schützen.

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