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Endlich verstehen Darum riecht die Luft nach Regen


Forscher des Massachusetts Institute of Technology fanden heraus, wie der Duft regennasser Erde entsteht - und was das mit Champagner zu tun hat
Endlich verstehen: Mit den Regentropfen breiten sich auch Düfte aus
Mit den Regentropfen breiten sich auch Düfte aus
© Tsuneo Yamashita/The Image Bank/Getty Images

Kennen Sie "Petrichor"? Nein, das ist keine Kirchenmusik. Sondern der wissenschaftliche Name für den Duft der Luft nach einem heftigen Regenguss.

Doch warum riecht die Luft nach dem Regen überhaupt anders als vorher? Schließlich ist Wasser geruchsneutral. Diesem Rätsel sind Studenten des Massachusetts Institute of Technology nun mit Videoaufzeichnungen sprichwörtlich auf den Grund gegangen.

Sie filmten jeweils den Moment, in dem ein Tropfen auf den Boden schlug. Dabei erkannten die Forscher, dass der Aufprall offenbar so viel Energie freisetzt, dass genügend Duft- und Schwebstoffe vom Untergrund losgeschlagen werden, die sich geraume Zeit als Aerosole in der Luft halten.

Damit ist der Petrichor-Geruch übrigens direkt vergleichbar mit dem Bouquet von Wein oder Champagner: Auch diese Phänomene entstehen durch duftende, in einem Gas gelöste Schwebstoffe. So verleihen erst die Aerosole durch Champagnerbläschen dem Getränk seine besondere Duftnote.

GEO Nr. 03/15 - Freund oder Feind?

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