Sankt-Georg-Dom, Limburg

Autofahrer sehen das Gotteshaus schon von Weitem, wenn sie über die Autobahnen das hessische Städtchen Limburg an der Lahn passieren. Majestätisch ruht der Limburger Dom über der Altstadt am Lahnufer und versprüht bei Sonnenuntergang rheinische Romantik. Der Dom wurde bereits 1235 eingeweiht und bietet seither nicht nur eine außergewöhnlich schöne Fassade, sondern eine ebenso majestätische Innenarchitektur. Die mittelalterlichen Malereien an den Wänden und Decken erzählen Geschichten aus der Bibel. Limburg hat allerdings noch mehr zu bieten als den Dom und zählt zu unseren Geheimtipps für Hessen.

Gustav-Adolf-Stabkirche, Goslar

Ein skandinavisches Gotteshaus im Oberharz: Die Stabkirche liegt auf einer Hochebene im Stadtteil Hahnenklee in Goslar und ist in vielerlei Hinsicht einzigartig in Deutschland. Das markanteste Merkmal der Kirche ist ihre hölzerne Fassade, die sich an den Vorbildern 1000 Jahre alter norwegischer Holzkirchen orientiert. Darüber hinaus zeichnet sich die Stabkirche durch ihre Liebe zum Detail aus. So wurden die Dachgiebel der Kirche beispielsweise mit filigranen Drachenköpfen verziert und erinnern somit stark an den Baustil ehemaliger Wikingerboote.

Dresdner Frauenkirche

Die Frauenkirche wurde ursprünglich 1743 fertiggestellt und war das Aushängeschild des Dresdner Barockstils, bis sie in der Nacht zum 15. Februar 1945 nach mehreren Luftangriffen ausgebrannt in sich zusammenstürzte. Fortan galt die übrig gebliebene Ruine des Gotteshauses als Mahnmal gegen den Krieg. Erst 1994 begannen die Wiederaufbauarbeiten des Sakralbaus. 2005 war der Wiederaufbau abgeschlossen. Die Fassade der Frauenkirche wurde aus neuem Material und originalen Ruinenteilen zusammengesetzt, die sich dunkel vom neuen, hellen Backstein absetzen. Innen strahlt die Kirche in blauen und rosafarbenen Pastelltönen.

Aachener Dom

Die deutschen Könige und Königinnen des Frühmittelalters liebten Gold. Das spiegelt sich auch in der Aachener Marienkirche wieder, die von vergoldetem Interieur nur so strotzt. 1239 wurde der prunkvolle Marienschrein fertiggestellt, dessen Goldschmiedekunst heute noch zu den bedeutendsten Werken des 13. Jahrhunderts zählt. Über die Jahre hinweg wurde die Kirche durch Teilbauten vergrößert und entwickelte sich zum geliebten Denkmal der Stadt. Während des zweiten Weltkrieges gründete eine Gruppe Jugendlicher die sogenannte „Feuerlöschgruppe Dom“, um den Schutz der Marienkirche zu gewährleisten.

Sankt Bartholomä

Die kleine Wallfahrtskirche liegt auf einer Halbinsel am Westufer des Königssees und ist für Besucher mit dem Schiff zu erreichen. Die Kapelle ist nicht nur aufgrund ihres atemraubenden Alpenpanoramas eine beliebte Sehenwürdigkeit. Ihr außergewöhnlicher Baustil stammt aus der Barockzeit. Leuchtend rote Zwiebeltürme und Kuppeldächer schmücken die Wallfahrtskapelle. Nebenan liegt ein ehemaliges Jagdschlösschen, das seit 1912 als Wirtshaus genutzt wird.

Berliner Dom

Seine markant grüne Kuppel ist schon von Weitem zu erkennen und thront über dem nördlichen Ufer der Spreeinsel im Zentrum von Berlin. Mit einer Grundfläche von rund 73 mal 93 Metern ist der Berliner Dom die flächenmäßig größte evangelische Kirche Deutschlands. Insgesamt findet sich in dem denkmalgeschützten Dom eine Predigtkirche sowie eine Tauf- und Traukirche, eine Küsterei, die Hohenzollerngruft und mehrere Versammlungsräume. Neben den regelmäßigen Gottesdiensten finden Konzerte statt, Besucher können an Führungen teilnehmen oder zur Domkuppel hinaufsteigen und den Rundumblick auf Berlin genießen.

Hamburger Michel

Der Michel ist das Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg. Einige Zäsuren ziehen sich durch seine Geschichte: Gleich zweimal brannte die Hauptkirche Sankt Michaelis nieder. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerbombt. Und doch können wir heute von ihm aus über Hamburg und den Hafen blicken: Nach jeder Zerstörung wurde der Michel wieder aufgebaut. Mittlerweile ist das Gotteshaus mit zehn Glocken und vier Orgeln ausgestattet und hält einen deutschlandweiten Rekord: Der Michel trägt die größte Turmuhr Deutschlands – alleine der Minutenzeiger ist knappe fünf Meter lang.

Erfurter Dom

Zusammen mit der Kirche St. Severi bildet der Erfurter Dom den kulturellen Mittelpunkt der Thüringer Landeshauptstadt. Gemeinsam thronen die Gotteshäuser auf einem der größten Markplätze Europas. Besonderes Highlight des Doms ist die freischwingende Glocke „Gloriosa“, mit zweieinhalb Metern Durchmesser die größte, frei schwingende Mittelalter-Glocke der Welt

Wieskirche, Pfaffenwinkel

Außen schlicht, innen schick: Ein Blick auf die schlichte Fassade der Wieskirche im bayrischen Pfaffenwinkel lässt nicht vermuten, welch prunkvolles Interieur sich im Inneren der Wallfahrtskirche verbirgt. Vergoldeter Stuck schmückt den Altarraum, die wuchtige Marmorkanzel verleiht jeder Predigt das nötige Gewicht. Die aufwändige Deckenbemalung setzt Bibelgeschichten in Szene. Der Rokoko-Stil konnte seit der Kirchenweihung im Jahr 1754 unzählige Menschen in die Gemeinde Steingaden locken – 1983 wurde die Wieskirche Weltkulturerbe.

Ulmer Münster

Noch nie wurde ein höherer Kirchturm gebaut, als der des Ulmer Münsters von 1890: 161,53 Meter misst der gotische Turm und ist damit der höchste Kirchturm der Welt. Wer ihn erklimmen möchte, muss 768 Stufen bewältigen und wird belohnt mit einem fantastischen Rundblick über Ulm. Bei gutem Wetter erhaschen Besucher mit etwas Glück sogar eine Fernsicht auf die Alpenkette.

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