Cala Luna, Sardinien

Südlich des Hafenstädtchens Cala Gonone überzieht ein schneeweißes Lächeln die Küste: Einen 700 Meter langen Bogen beschreibt die Bucht Cala Luna im Osten der Insel, gerahmt von glattgeschmirgelten Felsen. Wacholderbüsche krallen sich an ihnen fest, aus jeder Nische quillt Grün.

Im Frühsommer gefallen sich der rosafarben blühende Oleander und das türkisblaue Wasser im aktuellen Colour-Blocking-Look - wie einige der Badegäste. Die Sockel der Karstklippen am Golf von Orsei hat das Meer zu Bögen und Dächern geformt und metertiefe Höhlen hineingegraben. Deren Eingänge sind hochbegabte Schattenspieler, sehr beliebt bei Eltern mit Kindern auf der Flucht vor der Sonne. Im kleinen Wäldchen hinter dem Strand verstecken sich ein Restaurant mit Café.

Wer die Bucht nicht vom Meer aus ansteuern will, der muss feste Schuhe anziehen, braucht Sonnenhut und Rucksack. Etwa zweieinhalb Stunden dauert der Weg vom Parkplatz bei Cala Fuili zur Cala Luna. Man tastet sich über Steinfelder auf und ab, folgt Hohlwegen, schlängelt sich durch mannshohes Gebüsch, bewältigt ungnädige Steigungen und steht, das Ziel in Sichtweite, vor einer Lagune: himmlischer kann man nicht untertauchen.

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