Pilgerweg: Der große Weg des Teilens - der Martinsweg von Frankreich bis Ungarn

Dieser Pilgerweg ist eine Herausforderung. Zumindest, wenn man nur ein paar Wochen Zeit hat. Wer den Spuren des heiligen Martins von Tours folgen will, wandert einmal quer durch Mitteleuropa. Von seinem Geburtsort Szombathely in Ungarn führt der Martinsweg heute auf verschiedenen Routen bis nach Tours in Frankreich, denn dort ist der Heilige begraben.

Martin wurde durch seine große Nächstenliebe und Güte bekannt und wird bis heute verehrt. Der Tag seiner Grablegung, der 11. November 397, wird heute noch in großen Teilen Europa als Martinstag gefeiert, sei es mit dem Martinssingen, Martinszug oder Martinsgansessen. Doch welche Route soll man nehmen?

370 Kilometer umfasst allein die Route von Szombathely in Ungarn bis nach Šmartno na Pohorju in Slowenien. Dieses Teilstück wird auch "Via Latinorum" genannt und ist eher für geübte Wanderer geeignet. Die Strecke von Venedig bis Tours ist misst mehr als 1000 Kilometer, die unter anderem auch über alpine Berghänge führen. Die drei französischen Wege sind inzwischen gut und vollständig ausgeschildert.

Übrigens: Antoine Selosse, der Initiator des "Centre Culturel Européen Saint Martin de Tours", wünscht sich, dass die Wanderer den Weg selbst als Ziel sehen. Und dass das Teilen, genau wie es für den heiligen Martin üblich war, auch entlang des Weges in den Vordergrund gestellt wird. Frei nach dem Motto: Wer teilt, gewinnt!

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