VG-Wort Pixel

Blaubeuren: Blauer geht's nicht

Mystisch und unwirklich blau leuchtet es aus dem Inneren des kleinen Teiches "Blautopf" am Rande des idyllischen Örtchens Blaubeuren nahe der Schwäbischen Alb.

Die extreme Klarheit des Wassers und die Tiefe des Teiches sollen die Ursache für die einzigartige Farblichkeit des Blautopfes sein - dennoch bleibt etwas Geheimnisvolles in dieser Farbe. Der Taucher und Hobbyforscher Jochen Hasenmeyer hat viele Jahre damit verbracht, dem Blautopf auf den Grund zu kommen: Er taucht immer wieder in ihn hinein und hat schon fast 18 km eines weitläufigen Höhlensystems erforschen können - und noch immer kein Ende in Sicht. Das wahre Geheimnis des Blautopfes hat noch keiner lösen können - auch nicht Hasenmeyer, denn der hat sich auf einer seiner Tauchtouren lebensgefährlich verletzt und kann ihn nicht mehr weiter erforschen. Vielleicht gibt die Sage "die blaue Lau", die Eduard Mörike inspirierte, Aufschluss über das Geheimnis des Blautopfes.

Blick auf den leuchtenden Blautopf
Blick auf den leuchtenden Blautopf
© Michaela Vieser, Reto Wettach

Der Sage nach war die schöne Wassernixe Lau mit einem Wassermann im Schwarzen Meer verheiratet. Da sie ihm keine Kinder gebären konnte, weinte sie ständig, so dass der Wassermann sie verbannte. Die unglückliche Lau schwamm lange durch Höhlen und unterirdische Flüsse, bis sie im Blautopf auftauchte. Hier beobachtete sie die Mönche und vorbeigehenden Besucher und das alles gefiel ihr so gut, dass sie bald wieder lachen konnte. Man munkelt, dass diese Sage einen wahren Kern hat: Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Blautopf an das längste bekannte Höhlensystem Europas angeschlossen ist.

Der Blautopf

Fremdenverkehrsbüro

Tourist Information

Auf dem Graben 15

89143 Blaubeuren

www.blaubeuren.de


Mehr zum Thema