Städtereise Städtereise: Dublin

Irland, wie es im Buche steht. Mit seinen Parks, Pubs und spleenigen Bewohnern bietet die Stadt Stoff für Weltliteratur
Städtereise: Dublin

Ausgehen kann man in Dublin hervorragend - zum Beispiel in einen der vielen Pubs in der Temple Bar Area

Übernachten

Im georgianisch/viktorianisch geprägten Botschaftsviertel Ballsbridge wohnt es sich gemütlich und stilvoll. Wer kurzfristig übers Internet bucht, findet oft Schnäppchen auf der englischsprachigen Website der Stadtverwaltung: www.dublin.ie/accommodation/home.htm

The Lansdowne Hotel. Das Ambiente mag an britische TV-Serien der Sechzigerjahre erinnern. Das Haus ist aber frisch renoviert und die Atmosphäre herzlich. Wer zwei Nächte und länger bleibt, erhält Rabatt. Pembroke Rd. 27, Tel. 01-668 25 22, www.lansdownehotel.ie ; DZ/F ab 70 Euro

Butlers Town House. Das Boutique- Hotel mit nur 20 Zimmern, Sofa-Bar und Rund-um-die-Uhr-Room-Service wirkt auf gehobene Art behaglich. Lansdowne Rd. 44, Tel. 01-667 40 22,

www.butlers-hotel.com ; DZ ab 92 Euro

Merrion Hall. Frühstücksfans sind hier am richtigen Platz. Das deftige Irish Breakfast im denkmalgeschützten Ziegelbau schmeckt delikat, sogar der für Kontinentaleuropäer suspekte, blutwurstähnliche black pudding. Die leicht plüschigen Zimmer sind geräumig, der Service ist aufgeräumter Stimmung. Merrion Rd. 54, Tel. 01-668 14 26, www.halpinsprivatehotels.com ; DZ ab 109 Euro

Essen und Trinken

The Cliff Town house. In Toplage am St Stephen’s Green Park mitten in der City wartet dieses vornehme Restaurant mit fein komponierter saisonaler Küche samt regionalen Zutaten auf. Wem Essen und Ambiente gefallen, der kann auch in einem der zehn dezent georgianisch eingerichteten Gästezimmer nächtigen. St Stephens Green 22, Tel. 01-638 39 39, www.theclifftownhouse.com, DZ ab 145 Euro

Havana Tapas Bar. Hinter einer feuerwehrrot leuchtenden Fassade am Rand des Ausgehviertels Temple Bar genießen Dubliner Studenten, Künstler und Traveller aus aller Welt günstige und schmackhafte lateinamerikanische Gerichte, kostenloses WLAN und starken Kaffee. South Great George’s St., Tel. 01-400 59 90, www.havana.ie, Hauptgerichte ab 6 Euro

Coppinger Row. Hier kocht das neue, günstige, köstliche Dublin: Chef Troy Maguire offeriert moderne irische Küche, oft orientalisch inspiriert und zu verblüffend günstigen Preisen. Off South William St., Tel. 01- 672 98 84, www.coppingerrow.com

Pubs

Dublin wartet mit hunderten von Pubs auf, und bei den meisten davon kann man nicht viel falsch machen. Zwei typische public houses haben uns besonders gefallen:

Stag’s Head. Mit den bunten viktorianischen Glasfenstern, verwinkelten Räumen über drei Etagen sowie viel Messing und Holz kommt die Kneipe als Archetyp eines Trinkpalasts daher. Einen speziellen Akzent setzt das riesige Hirschhaupt, der stag’s head, der über einem langen Tresen wacht. Temple Bar, Dame Court 1, Tel. 01-679 36 87

Neary’s. Auf Plüschsitzen spricht eine trinkfeste Boheme fair bepreisten Bieren und Whiskeys beherzt zu und wiegt sich dabei im Gefühl, allzeit Anschluss ans Kulturleben zu haben: Der Traditionspub im Zentrum liegt am Hinterausgang des Gaiety Theatre. Chatham St. 1, Tel. 01-677 73 71

Unternehmen

Phoenix Park. Wer diesen riesigen Stadtpark, eine grüne Offenbarung, entspannt erkunden will, braucht ein Rad. Selbst der Megastar Beyoncé Knowles soll hier im Sattel statt in der Limo gesichtet worden sein. Links vom Haupteingang macht der ehemalige Radrennprofi Paul McQuaid GEO SAISON-Lesern ein besonders günstiges Angebot: das Rad für 10 Euro pro Tag. Man sollte es einen Tag vorher bestellen. Chesterfield Ave., www.phoenixparkbikehire.com ; Tel. mobil 086-265 62 58

Futter fürs Hirn. Weder wichtige Sehenswürdigkeiten noch Wissenswertes zur rebellischen Stadtgeschichte verpasst man bei diesem gut dreistündigen Gratis-Spaziergang mit freiwilligen Stadtkennern. Ein Trinkgeld ist aber willkommen – und angemessen! Täglich um 11 Uhr, Treffpunkt vor der City Hall, Dame St.,

www.neweuropetours.eu

So schmeckt Dublin. Zweieinhalb Stunden, die satt und zufrieden machen: Auf dieser Tour werden Genießer zu traditionsbewussten Bäckern, kulinarisch ambitionierten Metzgern und kleinen Straßenmärkten gelotst – und überall darf reichlich probiert werden. www.fabfoodtrails.com ; 45 Euro pro Person

Howth. Im Frühling blüht auf der Halbinsel im Norden Dublins der Ginster. Mit dem DART-Vorortzug ist man binnen Minuten dort, wenn die Sonne scheint und die gelb leuchtende Landschaft besonders hübsch anzuschauen ist. Zum Ausflug gehört ein Abstecher zum Hafen, wo es köstlichen Fisch gibt. Und nach einer gut ausgeschilderten kleinen Wanderung rund um die Klippen von Howth kann man den Tag im "Summit Inn" bei einem Guinness beschließen. Weitere Infos unter: www.howthismagic.com

Joyce Tower. Natürlich ist das Writers Museum am Parnell Square größer und umfassender – auch Samuel Beckett und George Bernard Shaw etwa stammten aus Dublin. Dieser wuchtige Turm, Schauplatz der Einstiegsszene von "Ulysses", hat aber mehr Charme und James- Joyce-Devotionalien zu bieten (Eintritt für Erwachsene 6 Euro). Vor der Tür brandet die Irische See, zu Füßen des Hügels trauen sich im skurrilen Strandbad Forty Foot unverwüstliche Dubliner (und Besucher) ins Wasser. Mit dem Vorortzug DART bis Dun Loaghaire, dann die Strandpromenade ca. 20 Minuten bis Sandycove, der Turm ist gut sichtbar. Wer Lust hat, läuft anschließend noch weiter bis ins niedlich viktorianische Seebad Dalkey; von dort geht’s per DART zurück ins Zentrum.

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