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Brasilien Drei Urlaubsideen jenseits von Rio


Das größte Land des südamerikanischen Kontinents hat viel mehr zu bieten als die Copacabana. Wir haben Einheimische und Landeskundige gefragt, wo sie in Brasilien Urlaub machen

Inhaltsverzeichnis

Ilha Grande

Vom Boot aus wirkt die Ilha Grande wie die Kulisse eines Abenteuerfilms: eine grüne Wand aus Regenwald und bis zu 1000 Meter hohe Berge. Die "große Insel", drei Bus- und Fährstunden westlich von Rio, war bis 1994 Brasiliens Alcatraz.

Inzwischen ist sie ein Lieblingsziel jener Rio-Bewohner, die Wildnis und Ruhe lieben, mit Pinselohräffchen und Papageienschwärmen, die wie Konfetti in den Königspalmen wirken. Ins Grün einer Bucht an der Nordostküste ist der Hauptort Vila do Abraão gesprenkelt, ein Dorf mit Pousadas, Restaurants und Bars, 6000 Einwohnern und vier Autos. Einheimische und Gäste gehen zu Fuß oder fahren Rad. Auf dieser Insel hat man die Ruhe weg.

An Stränden wie Lopes Mendes im Südosten zum Beispiel, einer drei Kilometer langen Sichel aus Sand, die über einen Dschungelpfad zu erreichen ist. Oder in Felsbuchten wie Caxadaço und im Norden Saco de Céu, wo man sich wie Robinson fühlt. Nur mit Rückfahrkarte.

Brasilien: An den Stränden der Ilha Grande fühlt man sich schnell wie Robinson
An den Stränden der Ilha Grande fühlt man sich schnell wie Robinson
© Lucas Brentano/Flickr/Getty Images

Florianópolis

Florianópolis ist so, wie Rio werden will: Pro-Kopf- Einkommen, Bildungsniveau und Lebensstandard sind die höchsten des Landes und die Kriminalität lag immer unter dem Durchschnitt. Zudem ist es rundherum mit mehr als 40 Stränden gesegnet, die – sorry, Ipanema! – auf der Rangliste der Traumbuchten ganz oben stehen.

Das macht Floripa, wie die Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina genannt wird, zum idealen Ort für Brasilien-Einsteiger. Wer die Hercílio-Luz-Hängebrücke und die Altstadt mit der Kathedrale gesehen hat, den zieht es zu den weißsandigen Stränden der Insel Santa Catarina.

Während der Jetset gerade den Inselnorden erobert, geraten Naturliebhaber im Süden und Osten ins Staunen. Dort ziehen Wale ihre Kälber auf, und Surfer teilen sich die Wellen mit Delfinen. Abends isst man in Surferorten wie Armação Austern aus lokaler Zucht, natürlich die besten des Landes, und preist die Sonne bei ihrem Untergang.

Brasilien: Die Hercilio Luz Brücke verbindet das Festland bei Florianópolis mit der kleinen Insel Santa Catarina
Die Hercilio Luz Brücke verbindet das Festland bei Florianópolis mit der kleinen Insel Santa Catarina
© Paulo Fridman/corbis

Búzios

Wem würden Sie in Sachen Traumstrand trauen? Genau. Wir auch: den Einwohnern von Rio de Janeiro. Die Cariocas kennen statt Freibad die Copacabana, und wenn sie ihren Urlaub im Badeort Búzios und auf dessen Ausflugsinsel Ilha do Farol verbringen, 170 Kilometer östlich von Rio, müssen die Strände dort eine Wucht sein.

Búzios ist Brasiliens Saint-Tropez, mit "beautiful people", nur ohne Betonklötze. Selbst in der Hochsaison, wenn die Reichen und Schönen vom Zuckerhut einfallen, wirkt der Hauptort Armação dos Búzios eher lässig als luxuriös: kein Haus ist höher als zwei Stockwerke, Boutiquen und Restaurants stecken in den blau und weiß getünchten ehemaligen Fischerhäuschen.

Schickes Ausgehvolk trifft man nachts in Clubs wie dem "Privilège" oder am rosafarbenen Sandstrand. Brigitte Bardot hatte den Ort 1964 auf der Flucht vor Paparazzi entdeckt und schwärmte von einem "Meer wie himmelfarbener Champagner". Bis heute bieten viele Pousadas einen Blick aufs Wasser – und dies an 220 Sonnentagen im Jahr.

Brasilien: Von Brigitte Bardot einst entdeckt und von den Einwohnern Rios geliebt: Der Badeort Búzios
Von Brigitte Bardot einst entdeckt und von den Einwohnern Rios geliebt: Der Badeort Búzios
© Marcelo Nacinovic/Flickr/Getty Images
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