Reisetipps Hier speisen Sie richtig

Mali Höller kocht mit selbst erzeugten Produkten und reicht dazu selbst angebauten Wein. Im Landgasthaus Bad Turmbach wird die Forelle aus dem Bach vor der Haustür geangelt - mit unseren Tipps finden Sie vom Buschenschank bis zum Gourmet-Tempel die feinsten, kulinarischen Adressen Südtirols
Hier speisen Sie richtig

Im Blick die Burgenlandschaft, auf dem Teller die Zirmer Torte: So speist man im Landgasthaus Bad Turmbach

Landgasthaus Bad Turmbach

Inmitten der Eppaner Burgenlandschaft liegt der Gasthof Turmbach, umgeben von Weinbergen. Wer hier einkehrt, sollte unbedingt Forelle bestellen: Denn die wird frisch aus dem Turmbacher Bach gefischt, der hundert Meter oberhalb des Gasthofes entspringt. Im Sommer kann man unter den schattigen Apfelbäumen im Garten entspannen. Ein kleiner Tipp: Die hauseigene Zirmer Torte ohne Mehl, dafür mit Erdbeeren, Himbeeren, Haselnüssen und Sahne muss man probiert haben.

Turmbachweg 4, 39057 Eppan/Berg, Tel. 0039 0471 66 23 39, www.turmbach.com

Buschenschank Baumann

Dass Bäuerin Mali Höller ein Kochbuch über Südtiroler Gerichte geschrieben hat, ist kein Wunder: Ihre selbstgemachten Schlutzkrapfen sind die besten der Region, und auch andere Traditionsspeisen wie Knödel oder Surfleisch beherrscht sie wie keine andere. Wie es sich für einen Buschenschank gehört, kocht Mali ihre Delikatessen mit selbst erzeugten Produkten und reicht dazu selbst angebauten Wein. Alle Rezepte vom Baumannhof auf dem Bozner Hochplateau Ritten, gibt es in Malis Kochbuch "Echt Südtirol - 85 Rezepte aus der Bergbauernküche".

Oberlaitach 6, 39050 Ritten/Signat, Tel. 0039 0471 365206, www.baumannhof-bz.it

Haselburg

Seit dem 13. Jahrhundert thront sie über Südtirols Hauptstadt: Die Haselburg. Um sich vom niederen Volk abzugrenzen, errichteten die Herren von Haselberg ihren Wohnsitz über den Dächern des Bozner Stadtteiles Haslach. Das Restaurant in den antiken Gemäuern wählen die Südtiroler wegen seiner romantischen Kulisse vor allem für besondere Anlässe. Zum Ausblick über den Bozner Talkessel speist man hier traditionell aber modern.

Kuepachweg 48, 39100 Bozen, Tel. 0039 0471 40 21 30, www.haselburg.it

Restaurant Zum Löwen

Sterneköchin Anna Matscher zählt nicht nur in Südtirol zur Kochelite. Und das, obwohl die gelernte Masseurin eigentlich erst spät ihre Kochleidenschaft zum Beruf gemacht hat. Mit Raffinesse gelingt es Anna Matscher stets aufs Neue, die Südtiroler Traditionsküche mit international Bewährtem zu kombinieren, zum Beispiel gebackene Kutteln in Curryfond. Besonderen Wert legt die Köchin auf die Leichtigkeit ihrer Gerichte, für die sie morgens eigens frische Kräuter im Garten pflückt. Ehemann Alois weiß als ausgebildeter Sommelier genau, welcher Wein das Essen ideal ergänzt und pflegt einen gut bestückten Weinkeller. Wer Anna Matschers Rezepte ausprobieren möchte, kann im Haus einen Kochkurs belegen.

Hauptstraße 72, 39010 Tisens, Tel. 0039 0473 920927, www.zumloewen.it

Braugarten Forst

Zugegeben: Ein Biergarten ist wohl eher typisch Bayrisch als typisch Südtirolerisch. Wer sich aber neben der Südtiroler Wein- und Esskultur auch für dessen Bier interessiert, sollte in den Sommermonaten Südtirols älteste und größte Brauerei in Algund besuchen. Sie wurde 1857 gegründet und war bis vor wenigen Jahren die einzige der Region. Unter riesigen Kastanienbäumen kann man im Biergarten gemütlich dem Hopfen frönen, für den Hunger gibt es eine Auswahl vom Grill, Schweinsstelzen, saures Rindfleisch oder Kalbskopf.

Vinschgauerstraße 9, 39022 Forst/Algund, Tel. 0039 0473 44 77 27, www.braugartenforst.com

Restaurant Finsterwirt

Wer den Brixner Finsterwirt betritt, reist ins finstere Mittelalter. Butzenscheiben, Erker und kleine Stuben aus dem 13. Jahrhundert machen das Restaurant zu einem ganz besonderen Erlebnis. Das Essen freilich ist weit von einer mittelalterlichen Schlachtplatte entfernt. Im "Künstlerstübele" wird das ganze Jahr über gehobene, mediterrane Küche angeboten, während die Kapitelschenke im Erdgeschoss ausschließlich im Sommer geöffnet und sich der traditionellen Hausmannskost verschrieben hat.

Domgasse 3, 39042 Brixen, Tel. 0039 0472 83 53 43, www.finsterwirt.com

Wirtshaus Vögele

Das "Vögele" in Bozen gibt sich selbstbewusst und bezeichnet sich als Institution. Und wirklich: Hier trifft sich die Südtiroler High Society (und all jene, die es gern wären) zum samstäglichen Vormittags-Weißwein. Aber auch unter der Woche ist das Wirtshaus gut besucht. Geschäftsführer Birgitt und Willi verfeinern selbst einfache Speisen wie das Stockfischgeröstel zu höchster Kochkunst.

Goethestrasse 3, 39100 Bozen, Tel. 0039 0471 97 39 38, www.voegele.it

Hidalgo

Wer im "Hidalgo" speisen möchte, tut gut daran, rechtzeitig einen Tisch zu reservieren. Die wenigen Tische sind meist komplett ausgebucht. Durch die offene Küche guckt man den Köchen fast in die Pfannen, in denen Steaks von nordamerikanischen und argentinischen Rindern brutzeln. Besitzer Otto Mattivi begrüßt jeden Gast persönlich und gibt Empfehlungen.

Romstraße 7, 39014 Burgstall, Tel. 0039 0473 29 22 92, www.restaurant-hidalgo.it

Restaurant Weißes Rössl

Mitten im Herzen von Bozen liegt das "Weiße Rössl", das älteste noch bestehende Traditions-Gasthaus der Hauptstadt. In der historischen Bindergasse empfängt Familie Anrather ihre Gäste in mehreren Stuben und Sälen. Hier gibt es bürgerliche Küche fürs bürgerliche Portemonnaie. Unbedingt probieren: Die Bauernplatte mit Knödel, Sauerkraut, Bratwürsten und Selchkaree.

Bindergasse 6, 39100 Bozen, Tel. 0039 0471 97 32 67, www.weissesroessl.org

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