Elsass, Frankreich

Wenn das Weinlaub rot wird, beginnt die schönste Zeit, das zauberhafte Elsass zu genießen. Oft sind die Tage noch sonnig genug für eine Wanderung samt Picknick in den Weinbergen. Und wenn es doch mal etwas kühler wird, bieten sich mit Kaysersberg, Eguisheim, Riquewihr oder natürlich Colmar (Foto) genügend Städtchen, deren romantische Winkel sich außerhalb der Hauptsaison am besten entdecken lassen.

Fanø, Dänemark

Wer für ein paar Tage Ruhe und gutes Essen sucht, reist am besten zu den nordfriesischen Inseln und besucht dort die dänische Gemeinde Fanø. Die unscheinbare Insel im Wattenmeer ist mit rund 3300 Einwohnern die zweitkleinste Gemeinde des Landes und hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt – das zeigt sich insbesondere in der Nebensaison. In den Herbstmonaten zieht es neben Familien vermehrt Feinschmecker auf die dänische Nordseeinsel, denn im Oktober beginnt hier das jährliche Østersfestival. Mit wetterfester Kleidung und Gummistiefeln versammeln sich Besucher am Wattenmeer, suchen ihre eigenen Austern und bereiten sie anschließend gemeinsam zu. 

Altes Land, Deutschland

Mit dem Ende des Sommers beginnt die Erntezeit im Alten Land. Ganz freiwillig machen Hamburger dann einen Ausflug südlich der Elbe zum Apfelpflücken. Das geht zum Beispiel auf dem Herzapfelhof in Jork, wo sich Besucher nach einem Beutezug durch die Obstbäume im Hof-Café bei – natürlich – Apfelkuchen stärken können, während die Kinder draußen auf Spielzeugbagger und Kettcar herumdüsen.

Piemont, Italien

Rein kulinarisch sind die Weinberge in der italienischen Region Piemont eigentlich immer eine Reise wert. Ein wahres Farbspektakel bietet sich allerdings erst mit der bevorstehenden Herbstsaison. Dann leuchten die Weinreben und Kastanienwälder in schillernden Rot- und Gelbtönen und die Gasthöfe servieren saisonale Köstlichkeiten. Besonderes Highlight für Piemont-Besucher ist die Trüffelsaison Anfang Oktober. Dann finden in vielen Ortschaften zu Ehren der weißen Knolle Stadtfeste statt.

Ardennen, Belgien

Zumindest außerhalb der belgischen Landesgrenze sind die herrlichen Wanderwege der Ardennen noch ein echter Geheimtipp. Deshalb ist die Region auch in den Sommermonaten nicht überlaufen. Doch gerade der Herbst verleiht den bewaldeten Landzungen im Tal der Semois besonderen Reiz. Tipp für Kulturinteressierte: Im Wald der Ardennen soll einst der eifrige Jäger Hubertus von Lüttich bekehrt worden sein - durch die Begegnung mit einem Hirschen, in dessen Geweih ein Kruzifix prangte. Als Heiliger ist Hubertus heute zuständig für Jagd und Umweltschutz und außerdem Patron der Ardennen. Vor allem in Saint-Hubert wird sein Gedenktag am 3. November ausgiebig gefeiert. Musik erklingt dann in und vor der mächtigen Basilika.

Salzburg, Österreich

Dass der Oktober in Salzburg der niederschlagsärmste Monat des Jahres ist, ist zwar ein guter, aber nicht der einzige Grund, die Mozartstadt im Herbst zu besuchen. Denn in der goldene Jahreszeit präsentiert sich die Umgebung der österreichischen Kulturstadt noch schöner als sonst. Zahlreiche Wanderwege führen Aktivurlauber durch die herbstlichen Wälder des Salzburger Landes, vorbei an spektakulären Klamms oder auf die schönsten Gipfel Österreichs. Im Stadtkern hingegen finden die Salzburger Kulturtage statt und laden ihre Besucher dazu ein, hochkarätige Konzerte zu besuchen.

Renesse, Niederlande

Kilometerweite Sandstrände, charmante Marktplätze und urige Restaurants – das erwartet Besucher der niederländischen Gemeinde Renesse. Während die Campingplätze und Pensionen in den Sommermonaten meist ausgebucht sind, finden zur Herbstsaison deutlich weniger Touristen ihren Weg in die idyllische Nordsee-Region. Dann kann man an verlassenen Stränden spazieren oder die Umgebung von Schouwen-Duiveland mit dem Hollandrad erkunden. Ende Oktober findet der jährliche Herbstmarkt statt, bei dem Besucher handgefertigte Souvenirs oder frische Lebensmittel aus der Region kaufen können.  

Hrensko, Tschechien

Die Böhmische Schweiz liegt unmittelbar hinter der deutsch-tschechischen Grenze und begeistert mit dramatischen Schluchten und romantischen Waldwegen. Wanderenthusiasten zieht es an goldenen Herbsttagen in den Nationalpark. Dann bietet jeder Spaziergang atemraubende Aussichten auf die Tafelberge oder die bunten Wälder des Sandsteingebirges. Ausgangsort für viele der Wanderungen ist der Grenzort Hrensko. Von hier aus lassen sich am besten die Kamnitzklamm (auch als Edmundsklamm bekannt) und die Wilde Klamm besichtigen, die durch den Fluss der Kamenice verbunden werden.

Südpfalz, Deutschland

Wenn der Herbst die Hügel entlang der südlichen Weinstraße in Rot,- Gelb- und Brauntöne taucht, wird die Pfalz zum Mekka der Edelkastanie. Von Anfang bis Mitte Oktober - je nach Witterung - startet die Saison der Keschde wie die Pfälzer sagen. Wer selbst sammeln möchte, begibt sich auf den Keschdeweg. Der 56 Kilometer lange Wanderweg startet am Deutschen Schuhmuseum in Hauenstein und führt durch das Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald bis ins Weinland, wo er in Neustadt endet. Hier finden Sie Vorschläge für kürzere Touren.

Lenk, Schweiz

Es ist Stück Schweizer Tradition: Wenn sich der Sommer dem Ende neigt, ziehen die Kühe von den Almwiesen zurück ins Tal. Und um den Abschluss der Alpsaison gebührend zu feiern, schmücken die Senner des Simmentals ihre Kühe jährlich mit prächtigen Treicheln, Glocken und ausgefallenen Blumengestecken. Teil des Älplerfests in Lenk ist, neben dem Umzug den vielen Wettbewerben und Workshops, zudem die tierische Misswahl. Dazu darf das Publikum die schönste Kuh des Jahres küren. 

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