Reisetipps Puerto Rico Entdeckungstouren auf Puerto Rico

Puerto Rico trumpft mit einsamen Buchten, einer lebhaften Hauptstadt und viel Grün auf. GEO.de verrät, was es im Freistaat Puerto Rico zu entdecken gibt
Entdeckungstouren auf Puerto Rico

Die kleine puertoricanische Insel Vieques überzeugt durch ihre Entspanntheit

San Juan - hinein ins Vergnügen

Ob per Kreuzfahrtschiff oder Flugzeug - wer nach Puerto Rico reist, landet zuerst in der Inselhauptstadt San Juan. Bevor es in Richtung Dschungel oder Traumstrand geht, empfiehlt sich mindestens eine Nacht in der quirligen Stadt. Echtes karibisches Flair versprüht die Altstadt Old San Juan. Zum UNESCO-Welterbe zählt das Castillo San Cristobal; die Festung wurde einst von den spanischen Kolonialherrn errichtet und ist ein Muss. Wer kann, kommt sonntags, denn dann lassen die Einheimischen auf der Wiese vor der Festung ihre selbstgebastelten Drachen in der Meeresbrise tanzen. Kultur und Geschichte vereint das Museo de San Juan. Samstags kommen Farmer aus allen Ecken der Insel, um ihre frischen Waren im Innenhof des Museums zu verkaufen - die beste Gelegenheit, auch kulinarisch auf Puerto Rico anzukommen (8-13 Uhr, 150 Calle Norzagaray). Für eine Kaffeepause mit feinsten puertoricanischen Bohnen und karibischen Häppchen geht es in das "Caficultura" (Calle San Francisco 401). Chichaíto, der angesagteste Cocktail der Insel, offeriert die Bar Los 3 Cuernos (Calle San Francisco 403) am Plaza Cólon gleich in mehreren Variationen.

Vieques – die wirkliche Perle

Gut sieben Meilen östlich von Puerto Rico liegt die kleine Insel Vieques. Bequem zu erreichen mit einer Fähre ab Fajardo (etwa 75 Minuten Fahrtzeit, Fährzeiten); wer es etwas luxuriöser mag, fliegt ab San Juan (25 Minuten Flugzeit, www.capeair.com). Das Eiland ist ein kleiner Rohdiamant voller traumhafter Strände und einsamer Buchten, an die sich oft nur Wildpferde verirren, die auf Vieques zum Alltag gehören. Nachdem die Insel jahrzehntelang der Navy als Übungsplatz gedient hat, erwacht sie langsam aus ihrem Dornröschenschlaf. Wer den verwunschenen Charakter der Insel noch entdecken möchte, sollte sich also beeilen.

W Retreat and Spa Vieques – Entspannung pur

Das "W Retreat and Spa" wird als die beste Unterkunft auf Vieques gehandelt. Kein Wunder: Direkt am Strand gelegen, bietet es einen romantischen Rückzugsort für Paare, aber auch genügend Platz für Familien mit Kindern. Letztere werden allerdings aufgefordert, einen separaten, nicht minder schönen Strand zu nutzen. Highlight und Herzstück des Hotels ist der Infinity Pool samt Unterwassermusik. Schön sind auch die stilvollen Zimmer sowie das offene Restaurant mit Meerblick. Täglich gibt es Jeep-Touren in den nahegelegenen Nationalpark, der rund zwei Drittel der Insel ausmacht.

Vieques Island, State Road 200, km. 3.2, Tel. 001-787-7414100, www.wvieques.com

Blue Hole – ein Schnorchel-Hotspot

Hinter dem vielversprechenden Namen verbirgt sich genau das: ein blaues Loch, gelegen in der Nähe von Villa Montones. Ein Wasserloch im Meer, das sich plötzlich auftut und in dem sich eine schillernd bunte Unterwasserwelt ausgebreitet hat, die es zu einem der schönsten Schnorchelspots der Insel macht. Wo genau sich das Riff im Meer befindet, ist oft schwer auszumachen, bei starker Brandung nahezu unmöglich. Am besten lässt es sich aus der Distanz an der tiefblauen Farbe erkennen oder an den Schnorchlern, die sich hier versammeln. Wer die Unterwasserwelt selbst erkunden möchte, sollte die Füße mit Flossen oder Schuhen bedecken, denn bereits im niedrigen Gewässer befinden sich Seeigel. An Land lohnt es sich, Ausschau nach großen Lizzards zu halten, die hier im Dickicht ein perfektes zu Hause gefunden haben.

Ola Lola’s Cafe and Breakfast Club in Isabela

Auf dem Weg zum Blue Hole befindet sich "The Breakfast Club at Ola Lola's". Eine Open-air Bar, die sich mit der Tageszeit wandelt. Ab den frühen Morgenstunden gibt es frischgebrühten Kaffee und Sandwiches sowie typisch amerikanisches Frühstück. Tagsüber wird das "Ola Lola’s" dann zu einer entspannten Beach Bar: Burger und eisgekühltes Bier werden hier in Bikini und Badehose eingenommen. Die leichte Meeresbrise ersetzt die Klimaanlage, und die jungen Leute hinter dem Tresen verbreiten nicht nur gute Laune, sondern geben auch gern Tipps zu Ausflügen in die Umgebung. Nur Barzahlung möglich!

332 Bo. Bajuras, Isabela, Tel. 001-787-8721230, www.facebook.com/TheBreakfastClubatOlaLolas

Entdeckungstouren auf Puerto Rico

Die Ruta Panoramica zieht sich einmal quer durch Puerto Rico und sollte auf jedem Reiseplan stehen

Ruta Panoramica – eine 269 km lange Abenteuerstraße

Wer Puerto Rico erkunden möchte, biegt ab dem Städtchen Aguadilla schnellstmöglich auf die Ruta Panoramica ab. Die Panoramastraße zieht sich einmal quer durch die Insel. Auf den 269 Kilometern geht es durch Bergregionen, Bambuswälder, verlassene Orte und Kaffeeplantagen. Zwischen vielen langen Dschungelpassagen offenbart sich immer wieder eine unglaubliche Sicht auf das Meer – im östlichen Teil ist es sogar möglich, gleichzeitig auf das karibische Meer und auf den Atlantik zu blicken! Allerdings sollte man neben einem guten Navigationsgerät eine gute, alte Straßenkarte zur Hand haben, in der die Strecke verzeichnet ist. Denn die Ruta Panoramica besteht nicht aus einer langen, durchgängigen Straße, sondern aus vielen einzelnen Abschnitten, so dass man sehr leicht die Orientierung verlieren kann. Es empfiehlt sich, eine Übernachtung einzulegen, zum Beispiel im "Casa Grande Mountain Retreat" in Utuado.

Road 612, Barrio Caonillas, Tel. 001-787-8943939, www.hotelcasagrande.com

Ramey Air Force Base Aguadilla - ein spannendes Stück Geschichte

Der Ort Aguadilla im Nordwesten Puerto Ricos ist ein guter Ausgangspunkt für weitere Erkundungen auf der Insel. Der Surf Hotspot Rincon, von dem aus man den wohl schönsten Sonnenuntergang der Insel erleben kann, ist nur einen Katzensprung entfernt. In Aguadilla befindet sich gleichzeitig die ehemalige Ramey Air Force Base, eine Luftwaffenbasis und ein ehemaliger Raketenstartplatz der United States Air Force! Und das ist – auch heute noch - nicht zu übersehen. Ein Teil des nah an der Küste gelegenen Ortes wirkt wie ein Hochsicherheitstrakt. Wer sich für die überaus spannende Geschichte der Ramey Air Force Base interessiert, sollte einen Besuch im Museum einplanen, das jedoch nur einmal in der Woche geöffnet ist - samstags von 9 bis 16 Uhr.

572 Ave Ing Orlando Alarcon Aguadilla, www.rameyafb.net

Lost Places – ohne Zucker kein Leben

Einst galt Puerto Rico als Hauptzuckerproduzent, doch diese Zeiten sind lange vorbei, geblieben sind sogenannte Lost Places: riesige Areale verfallener Zuckerrohrfabriken, Traumstrände, die von Ruinen gesäumt sind. Aber in allem vermeintlich Hässlichen lässt sich etwas Schönes entdecken, und das klappt in Puerto Rico sehr gut. Interessante Ruinen sind die verlassene Zuckerrohrfabrik von Central Coloso und Playa Lucia, Yabucoa. Der Guajataca Tunnel verband einst die Städte Isabela und Quebradillas. Ab 1911 diente der Tunnel dazu, das Zuckerrohr aus den Bergen per Zug schnell ans Meer zu transportieren, um die Güter weiter verschiffen zu können. Heute ist der Tunnel zugänglich, die Schienen allerdings sind verschwunden. Stattdessen halten sich Geistergeschichten rund um den Tunel de Guajataca. Wer hindurch geht, wandert auf den Spuren der glorreichen Zuckerzeiten. Faszinierend und traurig zugleich ist es, die verlassene Strandbar sowie die vielen kleinen, verfallenen Verkaufsstände zu sehen, die an die gut besuchten Zeiten dieses eigentlich wunderschönen, am Strand gelegenen Ort erinnern.

Isabella – der Garten des Nordwesten

Isabella, gelegen im Nordwesten Puerto Ricos, ist die perfekte Basis, um von hier umliegende Orte und Strände zu erkunden - und davon gibt es in dieser Ecke eine Menge. Das Meer ist rau, die Wellen ungezähmt und nicht immer geeignet für Kinder. Aber die, die schon schwimmen können, werden es lieben. Die, die es noch nicht können, finden hier sogenannte Swimming Holes, wie das Pozo Teodoro, in denen sich das Wasser kniehoch sammelt und in der Sonne aufwärmt. Surfer werden eher den dazugehörigen Strand lieben: die Punta Sardinera. Von Isabella aus ist es nur ein Katzensprung nach Rincon, dem Surfmekka Puerto Ricos. Hier unbedingt bis zum Sonnenuntergang bleiben, der sicherlich zu den beeindruckendsten der Karibik zählt. Geeigneter Ort für einen Sundown-Cocktail ist die "Tamboo Tavern", die zu den 50 besten Beach Bars weltweit zählt.

Sandy Beach Road 413 Interior Rincon, www.besidethepointe.com

El Yunque - eine Wanderung im Nebelwald

Etwa zwei Autostunden von der Hauptstadt San Juan entfernt beginnt El Yunque, ein mehr als 11.000 Hektar großer geschützter Nationalpark, der den einzigen Regenwald auf US-amerikanischem Gebiet beheimatet. Wanderwege führen durch die beeindruckende Natur, in der über 240 Pflanzen- und Tierarten beheimatet sind. Für eine Erfrischung unterwegs sorgt das kalte Wasser von La Mina – einem Wasserfall. Panoramareich ist der El Yunque Trail, der sich rund fünf Kilometer durch das Dickicht schlängelt. Wer mehr möchte, plant den ganzen Tag ein und erklimmt den Gipfel El Toro Peak auf gut 1077 Meter über dem Meeresspiegel.

El Yunque National Forest, Río Grande 00745, Puerto Rico, www.fs.usda.gov/elyunque

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