Baldeneysee, Essen

46 Jahre lang herrschte Badeverbot an der Ruhr, erst 2017 wurde wieder eine Badestelle eröffnet – und zwar im größten Stausee der Stadt Essen, dem Baldeneysee. 50 Meter misst der Abschnitt, an dem in zwei Becken geplanscht und gekrault werden darf. Am Ufer liegt der Seaside Beach mit Sand, Liegen und Strandbar. Das Baden in der Ruhr wurde im Rahmen des Programms „Grüne Hauptstadt Europas 2017“ erlaubt, da die Wasserqualität wieder die hohen Standards erfüllt. Drei Stege ragen in den See, Bademeister wachen über das kleine Areal. Bislang ein Einzelfall: Zu tückisch sei die Ruhr an anderen Stellen, weswegen das Baden anderswo verboten ist. An Badetagen wird morgens immer das Wasser geprüft – wer einen Badetag plant, sollte sich vorher auf Facebook informieren, ob das Freibad öffnet.

Wolfssee, Duisburg

Gleich aus mehreren Gewässern kann man im Duisburger Stadtteil Wedau wählen. Die Seenplatte umfasst sechs Baggerseen. Ein Bad in diesem Ensemble ist ein beliebter Schlusspunkt der Wanderwege, die insgesamt 18 Kilometer lang sind. Zu den schönsten Gewässern zählt der Wolfssee. Wem im Strandbad zu viel los ist, der kann an jeder anderen Stelle ins Wasser springen – allerdings solle man unbedingt auf lokale Verbote und Anweisungen achten.

Langener Waldsee, Frankfurt

Streng genommen liegt der Waldsee nicht in Frankfurt, sondern in der nahen Gemeinde Langen, nur 15 Kilometer vom Stadtkern der Metropole entfernt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das größte Erholungsgebiet des Rhein-Main-Gebietes daher leicht zu erreichen. Die 72.000 Quadratmeter Wasserfläche bieten sogar genug Platz für Segler und Surfer, an den Ufern liegt feinster Sandstrand, die vielen Bäume spenden bei Bedarf genug Schatten. Das Seebad ist von Mitte Mai bis Mitte September täglich von 8 bis 20.30 Uhr geöffnet.

Escher See, Köln

Im Norden Kölns, im Viertel Esch/Auweiler erstrecken sich gleich zwei Seen, die in den 1950er bis 1980er Jahren ausgebaggert wurden: die Escher Seen. Mit dem Sundown Beach hat man hier eine kleine Kölner Karibik geschaffen. Tonnenweise weißer Sand, ein paar Palmen und eine hübsche Strandbar locken viele Kölner an das Idyll, das auch eine ruhigere Seite hat: Auf Spaziergängen findet man noch weniger besuchte Badestellen oder malerische Plätze zum Verweilen, wie das verwunschen wirkende Ufer auf der schmalen Landzunge zwischen den Gewässern (Foto).

Cospudener See, Leipzig

Am Cospudener See im Süden von Leipzig ist man stolz auf den "längsten Sandstrand Sachsens", der sogar kleine Dünen am Ufer formt. Am „Cossi“, wie der Volksmund das Gewässer liebevoll nennt, reihen sich Ferienhäuser und Wälder aneinander. Ein Eis vom Kiosk und eine Runde Beachvolleyball machen den Tag am See perfekt. Der ist übrigens barrierefrei: Für Menschen mit Behinderung werden Schwimmrollstühle angeboten.

Plötzensee, Berlin

Mitten in der Stadt, im angesagten Viertel Wedding, liegt der Plötzensee. Seine Besonderheit: Er verfügt über keine Verbindung zur Spree oder zur Havel. Der See ist der EU als offizielle Badestelle gemeldet, seine Wasserqualität wird daher häufig überprüft. An den von Bäumen gesäumten Ufern erstrecken sich viele kleine und große Liegewiesen, auf denen auch gegrillt werden darf. Dazu gibt es über 15.000 Quadratmeter Sandstrand. Für die Sportlichen gibt es Beachvolleyballfelder und Fußballtore.

Dove-Elbe, Hamburg

Die Dove-Elbe ist ein 18 Kilometer langer Nebenarm der Elbe, der dank seiner geringen Strömung besonders beliebt für Kanutouren ist. Im Hamburger Stadtteil Bergedorf schlängelt sich der Wasserlauf durch die üppig begrünten Vier- und Marschlande, in denen Bäume und Grünflächen die Ufer säumen. Sonnige Tage verbringt man am besten auf einem der Pontons am Flussrand, zur Abkühlung springt man von hier aus einfach ins Wasser. Die Schwimmbereiche erspäht man am besten mit dem Fahrrad vom Moorfleeter Hauptdeich aus oder steuert gleich die Gegend um den Eichbornsee an.

Riemer See, München

Nach einer mühevollen Woche nehmen viele Münchner die U-Bahn bis Messestadt Ost, legen ihr Strandtuch auf die große Wiese und springen in den Riemer See: ein wunderbarer Mini-Urlaub in der Stadt. Das Gewässer mit seinem Kiesstrand zählt dank seines klaren, sauberen Wassers und der geringen, kinderfreundlichen Tiefe zu den beliebtesten Badestellen Münchens. Am Nordufer führen terrassenartige Stufen ins Wasser. Der angrenzende Park wurde einst für die Bundesgartenschau angelegt. Spielplätze, Strandcafé und Volleyballfelder runden den Tag am See ab.

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