Papenburg, Emsland

Hier ankern Segelschiffe mitten in der Innenstadt: Papenburg liegt knapp vor der Grenze zu Ostfriesland und ist damit die nördlichste Stadt des Emslandes. Da sie von zahlreichen Binnenkanälen mit einer Gesamtlänge von rund 40 Kilometern durchzogen ist, wird Papenburg auch das „Venedig des Nordens“ genannt, das auf Kanuführungen erkundet werden kann. In den Kanälen in der Innenstadt ankern sechs Segelschiffe und bilden ein außergewöhnliches Schifffahrtsmuseum. Besonders markant ist die alte Brigg „Friederike von Papenburg“, die direkt vor dem alten Rathaus von 1913 im Wasser liegt. Die kleine Flotte zeugt von der Schiffsbaugeschichte der Stadt. Heute laufen in der Papenburger Meyer-Werft Kreuzfahrtriesen vom Stapel. Ebenfalls sehenswert sind das Torfabbau-Freilichtmuseum der Von-Velen-Anlage und das barocke Gut Altenkamp.

Rehdener Geestmoor, Landkreis Diepholz

Ein Besuch im Rehdener Geestmoor lohnt sich das ganze Jahr über: Im Wechsel der Jahreszeiten zeigt sich das Naturschutzgebiet in jeweils neuem Gewand. Das etwa 18 Quadratkilometer große Areal gehört zur Diepholzer Niederung und ist die Heimat zahlreicher Vogelarten, darunter Kraniche, Bekassinen, Rotschenkel, Krick- und Löffelenten sowie der seltene Schwarzhalstaucher. Rundwege führen die Wanderer nah an diese Naturvielfalt. Wenn dann noch die Schwärme am Horizont ziehen, sich das Wollgras sachte im Wind wiegt und der Blick von einem der Aussichtstürme schweift, ist der Ausflug ins Moor perfekt.

Stadtteil Linden, Hannover

Das Wort „Limmern“ gehört zum festen Wortschatz eines Hannoveraners: In der Nachbarschaft der Limmerstraße im multikulturellem Stadtteil Linden trifft man sich gerne auf ein Feierabendbier, vor dem Clubbesuch oder zum Essen in den zahlreichen Bars und Restaurants – zum gemeinsamen „Limmern“ eben. An der Straße im Herzen des Stadtteils reihen sich etwa mexikanische, italienische, französische und spanische Küchen aneinander, sowie ausgefallene Lokale wie das Krimi-Café K (Foto), das Kleine Museum oder der Salon Waschweiber, in dem Cocktails und Sandwiches serviert werden, während die Wäsche in den Maschinen rotiert. Über dem bunten Nachtleben leuchtet das Heizkraftwerk Linden, das effektvoll angestrahlt wird. Das perfekte Wahrzeichen für den rauen Charme des Quartiers.

Dünenlandschaft von Spiekeroog

Natürlich darf in dieser Liste auch eine niedersächsische Insel nicht fehlen: Die nur 18 Quadratkilometer kleine Insel Spiekeroog überzeugt als ruhiger Rückzugsort, auf dem keine Autos und im engen Ortskern nicht einmal Fahrräder erlaubt sind. Einwohner und Besucher laufen daher zu Fuß, nehmen die Kutsche oder die historische Pferdebahn. Wer noch mehr Entschleunigung und Einsamkeit sucht, wandert durch die einzigartige Dünenlandschaft, die es mit der Wittdün, der „weißen Düne“, auf 24 Meter Höhe schafft. Das Ostende gehört zum Teil zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Muschelmuseum, das Haus Wittbülten und das Inselbad, eine Badeanstalt mit 30 Grad warmem Nordseewasser.

Rühler Schweiz, Weserbergland

Okay, „Schweiz“ ist ein wenig übertrieben – die größte Erhebung der Rühler Schweiz, der Große Schweinsberg, kommt gerade mal auf 329 Meter. Dennoch ergibt sich von ihm aus ein herrlicher Ausblick über die angrenzenden Täler. Die Kalksteinhügel im westlichsten Teil des Weserberglands zwischen Rühle und Gombach sowie das Naturschutzgebiet Weinberg sind eine herrliche Gegend für Wanderausflüge und Radtouren. Besonders während der Kirschblüte leuchten die Täler bis zum Horizont, in dieser Zeit findet auch das Kirschblütenfest statt. Bei Rühle verlaufen die Deutsche Märchenstraße und der Weserradweg, der namensgebende Fluss liegt gleich nebenan.

GEO Reise-Newsletter
Aktuelle GEO-Magazine
<< zurück >> vor
nach oben