Jenischpark

Perfekt für eine Pause vom Städtetrip: Der Jenischpark liegt direkt an der Elbe in Hamburg-Othmarschen. Wer sich hier auf die Wiese legt, kann den vorbeiziehenden Containerschiffen zusehen. Den besten Blick hat man von den kleinen Hügeln aus, über die sich der Weg schlängelt. Geteilt wird der Park von einem kleinen Flüsschen, der Flottbek. Das Gelände gehörte bis 1939 der adligen Familie Jenisch, die das prächtige Herrenhaus und die Anlagen als Sommerresidenz nutzte, bis die Stadt Hamburg das Gelände kaufte. Den Park erreicht man am besten mit der Fähre bis Teufelsbrück. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis nach Blankenese, Altona oder zum Elbstrand.

Grindelviertel

An diesem Flecken Hamburgs kommen studentisches Leben, jüdisch geprägte Kultur und schicke Architektur zusammen: Unweit der Universität Hamburg, im noblen Stadtteil Rotherbaum, befindet sich das Grindelviertel. Allein entlang des Grindelhofs reihen sich zahlreiche Cafès, Bars und Restaurants aneinander. Empfehlenswert sind das Literaturcafé Leonar und die hippe Ponybar, in der regelmäßig Jazzkonzerte stattfinden. Das Abaton-Kino zeigt Arthaus-Filme. Wer von hier aus noch weiterziehen möchte, hat es nicht weit bis zur Schanze.

Ohlsdorfer Friedhof

Natürlich sind Friedhöfe Orte der Trauer und des Gedenkens, deswegen sollte man sie mit Respekt und Rücksicht betreten. Darüber hinaus bieten sie vor allem die Möglichkeit für ruhige Spaziergänge und erholsame Freizeit. Der Ohlsdorfer Friedhof ist so ein besonderer Ort: In Hamburgs Norden erstreckt sich mit ihm der größte Parkfriedhof der Welt. Zahlreiche Bushaltestellen unterteilen das Gebiet, in dem sich prachtvolle Mausoleen, Seemannsgräber, Kapellen, ein Wasserturm und sogar ein See zwischen den Nadel- und Laubbäumen verstecken. Auf diesem verwunschen-malerischen Gelände machte einst der Humorist Loriot, einer der bekanntesten Söhne der Stadt, seiner Freundin einen Heiratsantrag. Ein Spaziergang kann durchaus einen ganzen Nachmittag füllen – an jeder Ecke gibt es Neues zu entdecken.

Außenalster

Die Binnenalster kennt jeder Hamburg-Besucher, sieht man sie doch direkt vom Jungfernstieg aus. Schöner aber ist die Außenalster. Entlang des 164 Hektar großen Gewässers treffen sich die Hamburger auf ein Feierabendbier oder joggen eine Runde. Junge Familien verbringen hier am Wochenende gemütliche Nachmittage am Wasser. Die Alsterperle, ein ehemaliges Klohäuschen, ist eines von vielen Cafés, die sich am Ufer niedergelassen haben. Mit Glück findet man ein freies Plätzchen auf einem der Pontons: Wenn dann noch ein leichter Wind kleine Wellen ans Ufer schubst und in den Baumkronen rauscht, ist der Alstertag perfekt. Aktive kommen übrigens auch auf ihre Kosten: Besonders die abzweigenden Kanäle sind beliebt für Kanutouren.

Elbinsel Kaltehofe, Entenwerder

Über 100 Jahre lang versorgte die Elbinsel Kaltehofe die Hamburger mit sauberem Trinkwasser. Noch immer sind die Becken der alten Sandfilteranlage in Rothenburgsort zu sehen, das Gelände des Industriedenkmals dient nun allerdings der Kunst und der Erholung. In der Villa Kaltehofe sind ein Café und ein Museum untergebracht, der Naturerlebnispfad vermittelt Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt. Am besten integriert man einen Abstecher auf die Insel in eine Radtour, etwa durch das nahe Naturschutzgebiet Boberger Niederung oder von der Innenstadt aus, unter den Nordelbebrücken durch bis nach Entenwerder. Erreichbar ist das Eiland über einen Weg auf dem Hauptdeich von Moorfleet aus.

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