Limburg an der Lahn

Limburg ist überregional vor allem für den spätromanischen St.-Georg-Dom bekannt (Foto). Das beschauliche Städtchen an der Westgrenze Hessens zwischen Westerwald und Taunus hat aber noch mehr zu bieten. Die hauptsächlich vom Fachwerk geprägte Altstadt lädt zu Spaziergängen ein. Hier stehen noch viele der ältesten Häuser Deutschlands, darunter das Gotische Haus, das Haus Brückengasse und die Alte Stiftsvikarie. Mitglieder des örtlichen Verkehrsvereins erklären auf Führungen die Historie. In dieser Kulisse finden unter anderem das Altstadtfest und die Rheingauer Weintage statt. Das Umland erkundet man am besten per Rad oder auf einer sommerlichen Kanupartie auf der Lahn.

Nationalpark Kellerwald-Edersee

Im Nationalpark Kellerwald-Edersee erstreckt sich einer der dichtesten Wälder Deutschlands, besonders der Buchenbestand ist beeindruckend. Tier- und Pflanzensymbole säumen die zahlreichen Rundwege und machen den Nationalpark zu einem beliebten Wandergebiet. Einer der schönsten und beliebtesten Wege ist der Urwaldsteig Edersee, der durch Urwaldrelikte und nahezu unberührte Wälder führt. Seit 2011 zählt der 5738 Hektar große Wald im nördlichen Landkreis Waldeck-Frankenberg zum Weltnaturerbe, als Teil des Gebietes „Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland“. Die Eder bildet hier ein großes Becken, den Edersee, an dessen südlichen Ufern der Nationalpark beginnt. Auch die imposante Edertalsperre ist nicht weit.

Mathildenhöhe, Darmstadt

Auf der Mathildenhöhe, dem höchsten Punkt der Darmstädter Innenstadt, versammelt sich ein beeindruckendes Architektur-Ensemble. Am auffälligsten sind der Hochzeitsturm mit seinem Kupferdach, die Russische Kapelle und das Lilienbecken. Die Kapelle wurde vom Petersburger Architekten Léon Benois, dem Großvater Peter Ustinovs, entworfen. In dem auf importierter russischer Erde errichteten Gotteshaus finden bis heute orthodoxe Messen statt. Der Platz ist vor allem ein Ziel für Freunde der Kunst: Das Dreispartenhaus der Künste und die markante Ausstellungshalle beherbergen das Museum Künstlerkolonie und die Städtische Kunstsammlung mit Werken von 1800 bis zur Gegenwart.

Michelstadt im Odenwaldkreis

Von vielen großen Städten wie Mainz, Wiesbaden und Frankfurt nur etwa eine Stunde entfernt, dürfte Michelstadt für viele ein empfehlenswertes Ausflugsziel darstellen. Die Kleinstadt im Odenwaldkreis hat einen mittelalterlichen Kern mit viel Fachwerk und Gemäuer, das sich teilweise bis in die umliegenden Wälder zieht. Zu den sehenswerten Orten gehört das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert, der Diebsturm an der Stadtmauer und der Kellereihof, eine frühmittelalterliche Festungsanlage. Zum malerischen Schloss des Grafen zu Erbach-Fürstenau gehören Überbleibsel einer alten Wasserburg. Beim Jagdschloss des Grafen zu Erbach-Ebach erstreckt sich der Eulbacher Park, ein verträumter Englischer Garten.

Neroberg, Wiesbaden

Welch schöne Aussicht 245 Meter schon ergeben können! Mit Kaiser Nero hat der "Neroberg" nicht direkt etwas zu tun. Der Volksmund erfand den Namen aufgrund der römischen Siedler in der Antike. Für Wiesbadener ist der Berg ein beliebter Erholungsort, von dem man einen herrlichen Blick auf die Landeshauptstadt hat. Wahrzeichen des Bergs ist der 1851 errichtete Neroberg-Tempel (Foto). Neben einem Ausflugscafé finden Besucher ein kleines Amphitheater, in dem Kleinkunst aufgeführt wird. Empfehlenswert ist eine Fahrt mit der historischen Eisenbahn, die Berg und Tal miteinander verbindet. Im nahen Opelbad kann man diese Aussicht auch beim Schwimmen genießen.

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