Naturpark Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale

Es muss nicht immer der Thüringer Wald sein: Die Ausblicke im Schiefergebirge mit seinen weitläufigen Fichtenwäldern sind von ähnlicher, aber eigener Schönheit - wie hier der Blick vom Bockfelsen auf die Hohenwartetalsperre der Saale. Weitere lohnende Aussichtspunkte sind die Klinkhardshöhe bei Buche, der Saaleturm, der Altvaterturm auf dem Wetzstein oder der Kobersfelsen bei Schloss Burgk. Die Saale schlängelt sich hier gemütlich von Stausee zu Stausee, überall plätschern kleinere Bergbäche. Mönche legten einst das "Land der 1000 Teiche" zur Fischzucht an. Wanderer beobachten hier Otter, Salamander, Rauhfußkatz, Schwarzstorch und Adler oder besuchen das Museum im historischen Pfahlhaus am Plothener Hausteich. Wanderrouten und geführte Ausflüge gibt es hier.

Bauhaus-Spaziergang, Weimar

Sie ist die Stadt von Schiller und Goethe, birgt alle dunklen und hellen Kapitel deutscher Geschichte - keine Frage, Weimar ist zu Recht beliebtes Ziel für Kultur- und Geschichtsinteressierte. Besonders empfehlenswert ist allerdings der Bauhaus-Spaziergang an der gleichnamigen berühmten Universität, an der Kunst und Technik aufeinandertreffen. Mehrmals wöchentlich führen Studenten, also angehende Künstler, Architekten, Kulturwissenschaftler und Ingenieure, über das Gelände ihrer Uni und vermitteln so ihre persönliche Perspektive auf die Geschichte dieser renommierten Institution. Zu den Stationen zählt der Van de Velde-Bau, das lichtdurchflutete Meisteratelier Paul Klees und Walter Gropius' spektakuläres Direktorenzimmer. Termine und Touren finden sich auf der Homepage der Uni.

Schloss und Park Altenstein bei Bad Liebenstein

Die Meininger Herzöge nanntens es untertreibend ihr Landhaus, aber "Prunkschloss" trifft es wohl eher: Das Schloss Altenstein erhebt sich über das großzügige Gelände des Altensteiner Parks und bildet mit seinen Nebengebäuden gleich einen ganzen Stadtteil des Kurortes Bad Liebenstein im Wartburgkreis. Nicht weit erstreckt sich der berühmte Naturpark Thüringer Wald, im Umland um das Schloss gibt es allerdings noch mehr zu entdecken, etwa Themengärten, den Bonifatiusfelsen, die Altensteiner Höhle oder das Lutherdenkmal.

Andreasviertel, Erfurt

Beinahe wäre es abgerissen worden, das Andreasviertel in der nördlichen Erfurter Altstadt. Aber der Reihe nach: Um das Jahr 1000 siedeln sich hier Handwerker an. Bis heute zeugt die sachliche Bauweise der Häuser von dieser Zeit. Bürgerliche Prachtfassaden sucht man hier vergebens. Im Laufe der Zeit verkommt der Stadtteil immer mehr, gilt im 20. Jahrhundert gar als Schandfleck. In der DDR-Zeit plante man den Abriss und die Errichtung von Plattenbauten. Dazu kam es dank engagierter Bürger aber nie: Nach der Wende sanierte man die alten Häuser, bebaute Brachflächen. Heute gilt es als beliebtes Wohnviertel, das in farbenfroher Sachlichkeit von den alten Gassen durchzogen ist. Eine herrlicher Ort zum Schlendern für jeden, der des Fachwerkkitsches überdrüssig ist.

Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal

Beim Blick über die Teufelskanzel soll schon Theodor Storm von der "zauberhaften Schönheit eines Erdenfleckens so innerlichst berührt" worden sein wie heute noch viele Besucher des Naturparks Eichsfeld-Hainich-Werratal. Der sperrige Name bezeichnet eine Gegend, die gleich drei Landschaften parat hält. Das Gebiet erstreckt sich an der ehemaligen innderdeutschen Grenze zwischen Heilbad Heiligenstadt im Norden und Eisenach im Süden. Die Städtchen faszinieren mit Mittelalterromantik, das Werratal mit seinen Auenlandschaften bietet Abwechslung für Wanderer und Biker. Zum Weltnaturerbe zählt der Buchenurwald Hainich, durch den ein Baumwipfelpfad führt (Foto). Das Eichsfeld im Norden ist von Klippen und Muschelkalkplateaus durchzogen, auf Streifzügen durch die Laubwälder erblicken Wanderer seltene Gewächse und Tierarten.

GEO Reise-Newsletter
Aktuelle GEO-Magazine
<< zurück >> vor
nach oben