Abereiddy Blue Lagoon

Im Südwesten von Wales, nahe der Ortschaft Abereiddy, liegt seit rund einem Jahrhundert die blaue Lagune verborgen. Ursprünglich kennzeichnete der Graben einen der über 100 Schieferbrüche in der Region Pembrokeshire und spielte damit eine zentrale Rolle in der Waliser Schieferindustrie des 18. Jahrhunderts. Die Grube wurde noch bis ins 20. Jahrhundert aktiv genutzt, bis es zu Überschwemmungen kam und schließlich der Damm gesprengt wurde, der die Abbaustelle vom Ozean trennte. Seither zieht die abgelegene Lagune viele Sportfans an, die abenteuerliche Kajak- und Jet-Ski-Touren machen können. Einige wagen sogar den Sprung ins kühle Nass von einem der Klippenvorsprünge. Wenige Schritte auf dem Pembrokeshire Coast Path weiter, liegt dann der Strand von Abereiddy.

Fall Bay, Rhossili

Die Halbinsel Gower an der Südküste von Wales beherbergt einige der spektakulärsten Meeresbuchten des Landes. Zu den eher ruhigen Stränden auf Gower zählt die idyllische Fall Bay, die von steilen Klippen und weiten Weidelandschaften umschlossen ist. Obwohl der Sandstrand nur schwer zu erreichen ist, lohnt sich die Wanderung entlang blühender Felder und Steinzäune allemal, um einen atemberaubenden Ausblick über die Küstenlandschaft zu genießen. Besonders beliebt ist die Bucht bei Surfern, oft liegt sie aber auch menschenverlassen da.

Porth Ceiriad, Abersoch

Hier surfen Profis auch im Winter: Der lange Sandstrand von Porth Ceiriad ist Teil der Gemeinde Abersoch und liegt an der Spitze der walisischen Halbinsel Llyn. Die Irische See sorgt insbesondere nach Winterstürmen für steile Wellenkämme, die sich perfekt zum Surfen eignen. Profis können sich an der Ostseite des Strandes austoben, wo die Klippen große Wellen zur Küste lenken. Surf-Anfänger finden entlang des Strandes einige Sandbänke, an denen sie üben können.

Porth Dinllaen, Nefyn

Nur rund 24 Häuser beherbergt das kleine Dorf Porthdinllaen im Nordwesten von Wales. Viel mehr Gebäude passen auch nicht auf die schmale Landzunge der Llyn-Halbinsel – geschweige denn Autos. Um das charmante Örtchen am Strand zu erreichen, müssen Dorfbewohner und Besucher ohne Auto anreisen und einen etwa eineinhalb Kilometer langen Strandspaziergang im Kauf nehmen. Die nach Norden ragende Landzunge schützt die Bucht und ihre Bewohner vor schweren Stürmen und lockt jedes Jahr zahlreiche Robben an die Küste.

Church Bay, Anglesey

Vulkanische Felsen ragen in die Irische See, weißer Sand erstreckt sich entlang der Bucht und grüne Felder durchziehen das Hinterland. Die Church Bay auf der walisischen Nordwestinsel Anglesey gehört zu den saubersten im Land und ist trotz guter Erreichbarkeit selten überlaufen. Besucher können in unmittelbarerer Nähe zur Bucht campen, in den Sommermonaten Kajaktouren unternehmen und am Strand nach Edelsteinen suchen. In dem Felsschutt des hellgelben Tuffgesteins wurden schon Quartze, Grünschiefer und Roter Jaspis gefunden.

Skrinkle Haven, Manorbier

Dieses Strand-Juwel in der Nähe der Ortschaft Manorbier besteht strenggenommen aus zwei Buchten, Skrinkle Haven und Church Doors. Letztere beherbergt zwei innenliegende Höhlen, deren Eingang wie eine große Kirchentür aussieht. Eine schmale Landspitze aus Kalkstein trennt die beiden Buchten voneinander. Gemeinsam blicken sie jedoch auf eine bewegte Vergangenheit zurück. Bis Anfang der 1980er-Jahre zählten sie zum militärischen Sperrgebiet und waren für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nun aber führt ein schmaler Trampelpfad durch saftige Wiesen hinunter zu dem goldgelben Strand. Surfer stürzen sich in die Wellen und auch die Trendsportart Coasteering, die in Pembrokeshire entwickelt wurde, kann hier hervorragend praktiziert werden. Es gibt genügen Höhlen, Klippenvorsprünge und Wasserwege zu entdecken.

Bull Bay, Porth Wen

Die Küste von Anglesey im Nordwesten von Wales vermag es nicht nur raue Felslandschaften in Szene zu setzen, sondern bewahrt gleichzeitig das Industrieerbe von Wales. In dem kleinen Örtchen Porth Wen stehen heute noch die bienenstockförmigen Rundöfen einer viktorianischen Ziegelbrennerei. Zu Beginn des ersten Weltkrieges stellte die Ziegelbrennerei ihren Betrieb ein – hinterlassen wurde eine Bucht mit alten Industriegebäuden, Backsteinöfen und vermoderten Schornsteinen, die eine schaurige Kulisse bieten. Nahezu lieblich ist hingegen die langegezogene Bucht, die sich, lediglich von einer kleinen Landzunge getrennt, direkt im Anschluss erstreckt: Bull Bay.

Porth Ysgo, Llanfaelrhys

Viel weniger bekannt als die Cardigan Bay und doch deutlich spektakulärer, ist die Bucht von Porth Ysgo an der Südküste der Llyn-Halbinsel. Bereits von den Gipfeln der umliegenden Küstenlandschaft bietet sich Urlaubern eine atemberaubende Aussicht. Steile Klippen führen schließlich hinab zum Zulauf der Bucht, vorbei an bizarren Felsformationen und einem verborgenen Wasserfall. Besucher können den Wasserfall am besten nach starken Regenfällen beobachten – in den Sommermonaten trocknet der Wasserverlauf nahezu aus. Gleichzeitig sind die steilen Felsvorsprünge ein beliebter Ort für Aktivsportler zum Klettern oder Bouldern.

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