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Surfen und Co. Fünf erfrischende Erlebnisse in Wales

Surfen, Langland Bay, Wales
© mauritius images / Phil Rees / StockimoNews / Alamy
Von einer malerischen Küste umgeben sowie von vielen Flüssen und Seen gespickt, ist Wales ein Paradies für Wassersportler. Ob Klassiker wie Segeln oder Trendsportarten wie Coasteering: Das kleine Land bietet für jeden Geschmack die passende Aktivität. Fünf erfrischende Ideen

Surfen

Gut, nicht immer spielt in Wales das Wetter mit, aber die Wellen dafür umso mehr. Für den einen oder anderen vielleicht verwunderlich, aber Wales bietet sowohl Surf-Anfängern als auch Profis die richtige Welle. Besonders im Südwesten an den Buchten von Pembrokeshire werden Surfer fündig. Beliebt und empfehlenswert für Anfänger sind Porthcawl, unweit der Hauptstadt Cardiff, Newgale und St Brides sowie Caswell Bay. Fortgeschrittene werden in Whitesands Bay, Langland Bay und Manorbier glücklich. Erfahrene Wellenreiter hingegen in den Wellen von Llantwit Major, Freshwater West und Llangennith. Doch auch im Inland lässt es sich hervorragend surfen, seitdem 2015 mit Surf Snowdonia der weltweit erste künstliche Surf-See entstanden ist. Auf einer Länge von 300 Metern wird eine künstliche Welle produziert, die je nach Stärke Anfänger und Profis glücklich macht. Aufgrund der vorherrschenden Winde gilt Wales auch als Geheimtipp unter den Kitesurfern. Anfänger probieren sich an den lang gezogenen Buchten von Tenby oder Newgale aus, während die Profis über die Wellen von Freshwater West und Rhosneigr wirbeln.

Alle Informationen zu Surf Snowdonia gibt es online unter: www.surfsnowdonia.com

Coasteering

Wenn der erste Sprung gemacht ist, sich das kühle Atlantikwasser seinen Weg durch den Neoprenanzug bahnt und man prustend aber glücklich wieder auftaucht, dann ist man angekommen im Abenteuer Coasteering. Die Mischung aus Wandern, Klettern und Schwimmen wurde in Wales erfunden und ermöglicht es, Küstenabschnitte auf eine so intensive Weise kennenzulernen, wie sie weder eine Paddeltour noch eine Wanderung bieten können. Surfer aus der walisischen Region Pembrokeshire haben den Sport in den 80er-Jahren entwickelt, während sie die Küsten nach guten Wellen absuchten. Inzwischen hat sich viel getan, und es werden unterschiedlichste Touren angeboten. Adrenalin-Junkies dürfen von hohen Klippen ins Meer springen, während Familien eher in geschützteren Buchten unterwegs sind. Coasteering sollte man allerdings nur mit einem Guide unternehmen, da sie über die lokalen Strömungen und Gegebenheiten bestens informiert sind. Sie wissen aber auch, wo sich Robben oder Delfine aus nächster Nähe betrachten lassen oder in welchen versteckten Höhlen noch Piratenschätze lagern könnten.

Coasteering lässt sich an vielen Orten in Wales ausprobieren. Beliebte Orte sind Pembrokeshire, die Wiege des Sports, sowie die wilde Küste der Halbinsel Anglesey.

Rafting, Bala, Wales
© mauritius images / John Warburton-Lee /

Rafting

Nicht nur an der Küste wissen sich die Waliser gekonnt in die Fluten zu stürzen, sondern auch auf den Flüssen. Die Wildwasser-Rafting-Szene in Großbritannien hat in den walisischen Stromschnellen ihr Zuhause. Im Hafenbecken der Hauptstadt Cardiff hat das International White Water Centre seit 2010 seine Tore geöffnet. Hier können die verschiedensten Schwierigkeitsgrade auf einer Strecke von rund 250 Metern mit einer Pumpe nachgestellt werden. Natürlichen Rafting-Spaß bietet hingegen der obere Teil des Flusses Wye in Mittelwales. Die Strecke überbrückt eine Distanz von 24 Kilometern, ist auch für ungeübte Rafter im Rahmen einer geführten Tour machbar und steigert sich – am Ende warten Stromschnellen mit Wellen von bis zu fünf Metern Höhe. In der Region Bala, unweit des Snowdonia Nationalparks in Nordwales, werden Stromschnellen der Stärke drei und vier erreicht. Aufgrund einer Dammfreisetzung entgegen der Stromrichtung sind sie auf dem Fluss Tryweryn kontinuierlich zu finden. Hier trainieren auch die walisischen Profis im National White Water Centre. Etwas gemächlicher geht es auf dem natürlichen Wildwasserfluss Dee nahe der englischen Grenze zu. Hier bestimmt allein die Natur, wie wild die Fahrt wird.

Anbieter, mit denen Sie auf Rafting-Tour in Wales gehen können, sind zum Beispiel: National White Water Centre , White Water Active und Black Mountain Activities

Kajak- und Kanutouren

Paddelnd durch den Strom der Gezeiten entlang der Küste, oder gemächlich auf den breiten Flussläufen des Landes, lässt sich Wales natürlich auch entdecken. Mit Hilfe von leichten Seekajaks können auch blutige Anfänger die gewaltigen Kalksteinklippen und lang gezogenen Buchten im Südwesten von Wales bestens erkunden. Beste Anfängergebiete sind zum Beispiel auf der Halbinsel Gower zu finden, aber auch auf dem großen Bala Lake an der Grenze zum Snowdonia Nationalpark. Wer bereits etwas Paddelerfahrung hat, kann sich unter Leitung eines Guides etwas weiter raustrauen und zum Beispiel Skomer, die Insel der Papageientaucher, per Kajak entdecken. Ebenfalls imposant ist die Umrundung der Landspitze St Govan’s Head. Auch diese sollte allerdings nur mit Guide erkundet werden. Eine abwechslungsreiche Tagestour eröffnet sich rund um Cardigan Bay und der Teifi-Mündung. Der Startpunkt liegt in der Ortschaft Cilgerran, hier werden die Boote in den Fluss gelassen. Mit etwas Glück kreuzen Otter und Rehe den Weg. Mit dem Fluss geht es dann der Mündung entgegen, die in der Nähe von Cardigan auf das offene Meer trifft. Artenreich ist es auch rund um die Insel Llanddwyn bei Anglesey. Hier kommen die Robben teilweise direkt ans Boot geschwommen und der vulkanische Ursprung lässt sich noch in den Lavaschichten ablesen.

Touren und Boote sind zum Beispiel buchbar bei Cardigan Bay Active oder Sea Kayak Guides

Segeln

Wer lieber die Segel setzt, als die Paddel zu schwingen, der wird ebenfalls in Wales fündig. Die grundlegende Entscheidung ist: Salz- oder Süßwasser? Denn Möglichkeiten segeln zu gehen, bietet das kleine Land genug. Beste Wind- und Wasserverhältnisse bietet beispielsweise die Bucht von Pwllheli im Nordwesten von Wales. Im Schutz der hohen umliegenden Klippen können Anfänger sich dem Thema Segeln bestens nähern, während die Profis weiter draußen auf ihre Kosten kommen. Pwllheli ist einer von nur vier Orten im gesamten Vereinigten Königreich, die olympische Rennen sowie Weltmeisterschaften im Segeln ausrichten dürften. Ebenso bestens für einen Segeltörn geeignet ist die naheliegende Halbsinel Llŷn. Als das walisische Wassersportzentrum präsentiert sich Milford Haven in Pembrokeshire. Der einzige maritime Nationalpark in Großbritannien lässt sich auf großen Seglern bei angebotenen Touren entdecken, aber auch an Bord von der wendigen Dinghys. Wer lieber auf Seen unterwegs ist, findet auf dem Lake Bala beste Voraussetzungen. Der größte natürliche See hat eine Länge von rund 6,5 Kilometern, wird flankiert von den bergigen Ausläufern des Snowdonia Nationalparks und hat meistens guten Wind. Am Nordufer liegt das Sportzentrum, wo sich auch Segelboote ausleihen lassen.

Segeln auf dem Bala Lake ist buchbar über Bala Watersports. Der Segelclub von Pwllheli bietet Liegeplätze und Boote an. Die Segelschule in Milford Haven bietet Anfängerkurse und Touren an.


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