Das diesjährige Siegerfoto ehrt den Briten Benjamin Graham, der die friedliche Idylle Südenglands einfing. In der britischen Grafschaft West Sussex fotografierte er einen scheinbar endlosen Küstenstreifen bei Ebbe, der eine zierliche Düne hervorbrachte und förmlich mit dem rosafarbenen Horizont verschwamm. Bei Flut eignet sich der flache Strand von West Wittering perfekt zum Baden.

Graham Nivens Bild beweist hingegen, dass die schottischen Highlands bei Dämmerung noch viel beeindruckender sind als ohnehin schon zu Tagzeiten. Zusammen mit seinen zwei Hunden paddelte er in einem Kanu durch das Loch Garten Osprey Naturschutzgebiet, als sich der Tag majestätisch dem Ende neigte.

Fotograf Will Milner hatte doppeltes Glück, als er nicht nur die berühmte Kalksteinbrücke „Durdle Door“ ohne Touristen fotografierte, sondern im selben Augenblick die Milchstraße vor die Linse bekam. Die Galaxie erleuchtete das gesamte Ufer von Dorset und tauchte die Landschaft in eine mystische Atmosphäre.

Mit Blauglöckchen bewachsene Küstenlandschaften und spektakuläre Felsformationen locken Besucher jedes Jahr auf die Skomer Insel westlich von Wales. Besondere Attraktionen sind die auf der Insel beheimateten Papageitaucher, die auch Fotograf Matthew Cattell vor seine Linse bekam.

Von Eastbourne bis nach Seaford zieht sich die eindrucksvolle Kliffküste durch den Süden Englands. Die Briten nennen die weiß schimmernden Kreidefelsen bereits seit dem 17. Jahrhundert „sieben Schwestern“ und beschreiben damit die steil aufeinanderfolgenden Kuppen der Küstenlinie. Andrew Forsyth fotografierte die steinernen Schwestern nach einem Sommersturm.

Matt Cooper fand dieses spektakuläre Farbenschauspiel an der Alum Bay im Westen der vorgelagerten Insel „Isle of Wight“. Die Bucht im Süden Englands ist insbesondere für ihre verschiedenfarbigen Sandklippen berühmt, die von einem Hellbraun in ein tiefes Rostrot übergehen.

Besonders schön im Herbst: Der Kennet-und-Avon-Kanal verläuft in ostwestlicher Richtung von Bristol bis nach Reading an der Themse. Besucher können auf den sehr schmalen und in England beheimateten „Narrowboats“ die Binnenwasserstraße entlangschippern und die Idylle Südenglands erleben. 

Wanderbegeisterte erwartet eine atemberaubende Aussicht über die nordwestlichen Highlands Schottlands, wenn sie erst einmal den Berggipfel des „A' Mhaighdean“ Munros erklommen haben.

Wenn die Sonne über den britischen Feldern aufgeht und der Winterfrost zu glitzern beginnt, bietet sich eine eindrucksvolle Szenerie. Philip Selby fotografierte das Naturspektakel in Wiltshire im Süden Englands.

Nur eine Stunde von Edinburgh und Glasgow entfernt liegt die restaurierte Textilfabriksiedlung „New Lanark“. Mittlerweile zählt die Sieglung mit ihren lang gezogenen Fabrikgebäuden direkt am Clyde-Fluss gelegen zum Weltkulturerbe.

Malerisch zieht sich die Ribblehead-Viadukt-Eisenbahnbrücke durch die englische Grafschaft New Yorkshire. Im Unterschied zu den meisten Fotografien, die die symmetrischen Brückenstelzen bei Tageslicht zeigen, entschied sich Robert France dazu, die Landschaft in völliger Dunkelheit abzulichten.

Raue Landschaften und stürmische Gezeiten kennzeichnen den Norden Schottlands. Das kleine Fischersdorf „Portknockie“ liegt direkt an der Nordseebucht „Moray Firth“ und überblickt eindrucksvolle Felsformationen.

Genau das wünscht sich jeder nach einem langen Tag in den schottischen Highlands: Hannah Faith Jackson zeigt mit ihrem Bild, wie gemütlich ein Winterabend in einem verlassenen Häuschen mit einem knisternden Kamin sein kann.

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