Sachsen-Anhalt: Advent in den Höfen in Quedlinburg

Die pittoreske Altstadt von Quedlinburg verwandelt sich ab Anfang Dezember in einen vorweihnachtlichen Traum. Vor der fachwerklichen Kulisse verteilen sich die kleinen Buden und Stände. Einige widmen sich mit ihren Waren dem Mittelalter, andere dem hier und jetzt. Einzigartig in Quedlinburg ist allerdings der sogenannte Advent in den Höfen.

An dem ersten, zweiten und dritten Adventswochenende öffnen dann die zwanzig schönsten Innenhöfe ihre Pforten und zeigen, was sonst hinter den dicken Mauern und großen Toren verborgen liegt. Auf historischem Pflaster werden Raritäten und kleine Kostbarkeiten angeboten, die extra für diese Tage hergestellt wurden.
 

Schleswig-Holstein: Husumer Weihnachtsmarkt

Zwischen den weihnachtlich geschmückten Giebelhäusern reihen sich in Husum die hell erleuchteten Weihnachtsmarktbuden aneinander. Besucher finden hier tolles Kunsthandwerk aus Dänemark ebenso wie nordischen Glühwein. Der Husumer Weihnachtsmarkt feiert 2017 sein 50-jähriges Jubiläum und öffnet vom 27. November 2017 bis 5. Januar 2018 (außer 25.12.) seine Tore.

 

Für Literatur-Interessierte: Am 2. und 9. Dezember können Besucher auf den Spuren von Husums berühmtem Dichter Theodor Storm wandeln, sein früheres Wohnhaus besichtigen und sich danach im Nachbarsgarten mit einem köstlichen "Bischofs-Punsch" aufwärmen.
 

Hamburg: Harburger Weihnachtsmarkt

Wer dem Trubel der Hamburger Innenstadt entfliehen möchte und Klassiker wie den Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus oder den Weißen Weihnachtsmarkt an der Binnenalster bereits kennt, für den ist ein Sprung über die Elbe genau das Richtige.

Vor der zauberhaften Kulisse des barocken Harburger Rathauses drängt sich ein reich geschmücktes Büdchen neben das nächste. Vom 23. November bis zum 29. Dezember bieten hier Händler Kunsthandwerk und allerlei kulinarische Spezialitäten an und Besucher können sich auf Wunsch ihre Weihnachtsbaumkugeln ganz individuell bemalen lassen.

Und auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz: Am ersten Adventswochenende dürfen Kinder beim Bau des größten Hamburger Lebkuchenhauses helfen, Ende November schüttet Frau Holle ihre Kissen aus und Mitte Dezember stattet die Eiskönigin dem kleinen Weihnachtsmarkt einen Besuch ab.
 

Niedersachsen: Lüneburger Weihnachtsmarkt

Vom 27. November bis zum 22. Dezember wird es in Lüneburg besonders festlich. Die Giebel der alten Häuser sowie Lichtinstallationen an Kirchen, dem Rathaus und dem Wasserturm lassen die alte Hansestadt erstrahlen. Vor dem Rathaus, rund um die St. Michaelis- sowie bei der St. Johanniskirche locken kleine Holzbuden mit Süßwaren, Lebkuchen und Feuerzangenbowle.

Am Alten Krahn, im historischen Wasserviertel der Stadt, stehen erstmals zehn kleine Weihnachtsmarkthütten im Stil alter Backsteinhäuser. Besucher kommen hier in den Genuss hochwertiger Produkte wie Biofrischnudeln, Burgern aus Bio-Rindfleisch und leckeren Baumkuchen aus Salzwedel.
 

Bremen: Schlachte-Zauber

In der Vorweihnachtszeit verwandelt sich ganz Bremen zu einem großen Weihnachtsmarkt, der zu den schönsten Norddeutschlands zählt. Besonders schön wird es an der Bremer Weserpromenade, wo sich zur Weihnachtszeit die Kunsthandwerker niederlassen.

Töpfer, Drechsler und Schmiede arbeiten hinter den großen Holzpalisaden und im Dorf der Fogelvreien duftet es nach Weihrauch und frisch Gebratenem. In den Tavernen können sich Besucher mit Met und Fruchtwein aufwärmen, während die historischen Schiffe seicht am Ufer schaukeln. Der mittelalterliche "Schlachte-Zauber" präsentiert sich vom 27. November bis zum 23. Dezember 2017 und ist neben dem großen Weihnachtsmarkt am Rathaus beliebter Treffpunkt.
 

Brandenburg: Spreewaldweihnacht

An den ersten beiden Adventswochenenden lädt der Spreewald zu einem ganz besonderen vorweihnachtlichen Erlebnis. Denn dann wird die sogenannte Spreewaldweihnacht gefeiert. Startpunkt ist der maritime Markt am Großen Hafen von Lübbenau mit Räucherfisch, Grog und Glühwein. Besucher können sich von hier mit einem traditionellen Spreewaldkahn zurück ins 19. Jahrhundert fahren lassen. Bereits an Bord verbreiten geschichtenerzählende Wichtel – sogenannte Lutken – fröhliche Stimmung.

Decken und Glühwein sorgen für das leibliche Wohl, bis das Freilandmuseum Lehde erreicht ist. Hier wird die Weihnachtsvorbereitung von vor über 150 Jahren so detailgetreu wie möglich nachgestellt und die Besucher können daran teilnehmen: Den Handwerkern über die Schulter schauen, selbst Basteln und Backen oder beim Schmücken des originalen Drehbaumes helfen. Zurück geht es nach einem ereignisreichen Tag entweder wieder per Kahn oder zu Fuß bei einer geführten Fackelwanderung.
 

Berlin: Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt

Wer diesen beliebten Weihnachtsmarkt in Berlin persönlich erleben möchte, sollte sich am zweiten Adventswochenende rund um den Richardplatz in Neukölln einfinden. Hier bietet das alte Dorf Rixdorf, das bereits 1360 gegründet wurde, eine ganz besondere Kulisse. Teile der historischen Gebäude wie die Trinkhalle oder die Alte Dorfschmiede stehen noch heute.

Zahllose Petroleumlampen und Lichterketten tauchen diese historische Kulisse für den Weihnachtsmarkt in eine romantische Stimmung. Die Buden und Stände werden von karitativen Organisationen und Vereinen geführt. Es gibt selbstgemachte Kleinigkeiten und Kunsthandwerk, aber auch Kulinarisches wie Feuerfleisch, Waffeln, Erbsensuppe sowie zahlreiche Sorten Glühwein und Punsch.
 

  • Eine Übersicht aller Weihnachtsmärkte in Berlin sowie weitere Details zum Rixdorfer Weihnachtsmarkt gibt es online

Mecklenburg-Vorpommern: Greifswalder Weihnachtsmarkt

Auf dem historischen Marktplatz und dem Fischmarkt stehen die Buden und Stände des Greifswalder Weihnachtsmarktes. Während vor allem auf dem Fischmarkt für das leibliche Wohl gesorgt wird, lassen sich an den Adventswochenenden im Rathauskeller nach Herzenslust Geschenke kaufen, denn dann haben die Kunsthandwerker aus der Region ihre Stände liebevoll dekoriert und bieten ihre Waren zum Verkauf an.

Doch damit das Spektakel überhaupt beginnen kann, wird am 1. Advent nach dem ehemaligen Haikutter HANNE-MARIE Ausschau gehalten. Mit diesem historischen Schiff gelangt nämlich der Weihnachtsmann jedes Jahr nach Greifswald, um dann nach seiner Begrüßung im Museumshafen mit Feuerwerk und Posaunenmusik die ersten Wünsche der kleinen Weihnachtsmarktbesucher entgegenzunehmen.
 

Nordrhein-Westfalen: Münsteraner Weihnachtsmärkte

Wenn überall in der Altstadt die Kerzen angezündet werden und große Lichterketten die Straßen in goldenes Licht tauchen, dann ist es wieder so weit: Die Adventszeit in Münster bricht an. Große Teile des gesamten Stadtkerns innerhalb der Promenade verwandeln sich in ein Meer aus weihnachtlich geschmückten Holzbuden.

Insgesamt fünf Weihnachtsmärkte haben vom 27. November bis zum 23. Dezember in der Münsteraner Altstadt geöffnet, die alle nur wenige Gehminuten voneinander entfernt liegen: Im Innenhof des alten Rathauses, auf dem Aegidiimarkt, am Fuße der Lamberti-Kirche, auf dem Platz um den berühmten "Kiepenkerl" und der Giebelhüüskesmarkt an der Überwasserkirche.

Hessen: Weihnachtsmarkt in Schlitz

Sie kennen Schlitz am Vogelsberg nicht? Dann wird es aber höchste Zeit, denn hier wird jedes Jahr im Advent ein Weltrekord gebrochen. Während auf dem romantischen Marktplatz vor der Kulisse Dutzender Fachwerkhäuser die Buden und Stände des Weihnachtsmarktes zu finden sind, thront dahinter das eigentliche Highlight. Die weltweit größte Adventskerze der Welt.

Sie ist stolze 42 Meter hoch und aus Beton statt aus Wachs. Seit 1991 wird zu diesem Zweck nämlich der alte Wehrturm zur Adventszeit mit einem roten Tuch umhüllt und mit einer Nachbildung einer Kerzenflamme versehen. Wer möchte, kann sich das vorweihnachtliche Treiben in den Gassen auch aus der Höhe ansehen, denn der Wehrturm verfügt über Treppen sowie einen Fahrstuhl. Auf dem Marktplatz lassen sich dann regionale Köstlichkeiten wie Gänsebraten, Krautwurst und Schlitzer Korn- und Edelobstschnäpse probieren. Live-Musik sowie weihnachtlicher Chorgesang runden den Weihnachtsmarkt am Vogelsberg ab.
 

Thüringen: Erfurter Weihnachtsmarkt

Inmitten der Altstadt mit ihren prächtigen Patrizierhäusern und den liebevoll restaurierten Fachwerkbauten aus dem Mittelalter erstreckt sich in der Adventszeit der Erfurter Weihnachtsmarkt. Vom Domplatz über den Fischmarkt und die Schlösserbrücke, bis hin zum Willy-Brandt-Platz reihen sich über 200 Holzhäuschen aneinander, in denen Händler typisch Thüringer Spezialitäten und Kunsthandwerk anbieten.

In der Mitte des Erfurter Domplatzes ragt die 20 Meter hohe, mit vielen Lichtern geschmückte Weihnachtstanne empor. Nicht weit entfernt steht die Weihnachtskrippe mit ihren beinahe lebensgroßen Holzfiguren. Weitere Attraktionen sind zudem der fünf Meter hohe Adventskranz auf den Domstufen und die hell erleuchtete, zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide.
 

Sachsen: Seiffener Weihnacht

In der Adventszeit verwandelt sich der kleine Ort Seiffen in ein weihnachtliches Spielzeugdorf - die Heimat von Räuchermännchen, Nussknacker, Schwibbogen und der sich drehenden Weihnachtspyramide. Mehr als 50 festlich geschmückte Buden säumen die reicht dekorierten Straßen und lokale Kunsthandwerker, die bereits seit mehreren Generationen die Tradition in der Erzgebirgsregion fortführen, führen dem Publikum ihre filigranen Arbeiten vor.

Entlang der Hauptstraße und der Bahnhofstraße finden zahlreiche Veranstaltungen statt, zu deren Höhepunkten die kleine Bergparade am 2. Dezember und der Laternenumzug mit dem Weihnachtsmann am 17. Dezember 2017 zählen.

Rheinland-Pfalz: Koblenzer Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt in Koblenz zählt zu den schönsten in ganz Deutschland und zieht sich über sechs beschauliche Altstadtplätze, auf denen sich die rund 100 festlich geschmückten Weihnachtshäuschen verteilen. Die Römerstadt Koblenz hat sich rund um den Weihnachtsmarkt noch ein paar besondere Ideen einfallen lassen.

So versteckt sich beispielsweise in den Dachgauben des barocken Rathauses ein Adventskalender. Ein Kunsthandwerkermarkt sorgt für handgemachte Geschenkideen und die Eislaufbahn vor der modernen Glaskulisse des Forum Confluentes für Bewegung. Zudem gibt es insbesondere an den Adventssamstagen weihnachtliche Lesungen, Kutschfahrten oder Adventskonzerte.
 

Saarland: Weihnachtsmarkt in St. Wendel

Nachdem es das Weihnachtsdorf im saarländischen Städtchen St. Wendel bereits unter die zehn schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands geschafft hat, darf es sich nun auch "schönster Weihnachtsmarkt des Saarlands" nennen.

Zur Adventszeit verwandelt sich die kleine Stadt in ein mittelalterliches Dorf, dessen mehr als 140 Holzhäuschen ausgefallenes Kunsthandwerk, kreative Bastelarbeiten und regionale Delikatessen bereithalten. Feuermenschen, Drachen und Elfen entführen die Besucher in die Welt der Weihnachtsmärchen und Händler in historischen Gewändern bieten ihre Waren an.

Auch Freunde des traditionellen Weihnachtsmarktes kommen nicht zu kurz: Heiße Getränke sorgen für Behaglichkeit und sogar der Nikolaus höchstpersönlich schaut vorbei, um sich die Weihnachtswünsche der Kleinsten anzuhören. Der Weihnachtsmarkt in St. Wendel findet vom 9.12 bis zum 17.12.2017 statt.
 

Baden-Württemberg: Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht

Auch der Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht hat es bereits unter die zehn schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands geschafft. Zu Recht: Die Kulisse des Weihnachtsmarktes ist einzigartig. Eingerahmt von steilen Berghängen, drängen sich die rund 40 hell erleuchteten Markthäuser des Weihnachtsdorfes tief unter den Viaduktbögen zusammen. Händler verkaufen Kunsthandwerk, besondere Geschenkideen und regionale Produkte.

Auch für die Kinder gibt es etwas ganze Besonderes: Beim Weihnachtspostamt können die Kleinen ihre Wunschzettel absenden! Der Markt in der Ravennenschlucht findet an allen vier Adventswochenenden statt.
 

Bayern: Passauer Christkindelmarkt

Zu Füßen des mächtigen Passauer Stephansdoms schmiegt sich in der Adventszeit der Christkindelmarkt. Lichterketten und Kerzen sorgen für eine heimelige Stimmung, in der Luft liegt der Duft von Nelken, Lebkuchen und Glühwein. Verschiedene Kunsthandwerke präsentieren ihr Können und ihre Waren, dazu werden regionale Speisen angeboten.

Wer sich etwas mehr Unterhaltung wünscht: Dienstags finden die Auftritte der Perchtengruppen statt, mittwochs Puppentheater sowie donnerstags die Volksmusikabende. Zeitgleich mit dem Christkindelmarkt ist auch der sogenannte Krippenweg geöffnet, der sich durch die historische Stadt schlängelt und an dessen Wegesrand die verschiedensten Krippen zu bewundern sind.
 

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