Dunvegan Castle

Die Landschaft wird rauer. Der Himmel wolkiger. Der Wind stärker. Die Luft salziger. Auf der schottischen Isle of Skye präsentieren sich die Elemente gänzlich ungefiltert. Zugleich kann man – wie hier beim vom wärmenden Golfstrom umspielten Dunvegan Castle – malerische Blumenwiesen im saftigen Grün entdecken

Wenig Mensch, viel Natur

Etwa 9000 Menschen leben auf der wild zerklüfteten und 1600 Quadratkilometer großen Hebriden-Insel. Sie leben von der Schafzucht, der Fischerei, dem Tourismus und der Whisky-Produktion. Dass man ihnen auf einer Wanderung begegnet, ist allerdings unwahrscheinlich, die Isle of Skye ist auch eine Übung im Allein-und-bei-sich-Sein

Erkundungen vom Wasser aus

Wasser marsch! Wer vom Nebel, vom Regen, von abgelegenen Bergseen – hier Lochs genannt – nicht genug bekommt, der sollte das größte Eiland der inneren Hebriden ganz oder zumindest in Teilen umsegeln. Der 32 Meter lange Zweimaster „Lady of Avenel“ bietet sich für Touren von Bucht zu Bucht mit maximal zwölf Passagieren geradezu an. Denn draußen auf dem Meer, fernab von allen Erinnerungen und Problemen, kann man zur Ruhe kommen und sich neuen Herausforderungen stellen. Dem Hissen von Segeln beispielsweise, Mitarbeit ist auf der „Lady of Avenel“ erwünscht

Kaum Verkehr

Was an vielen Orten normal ist, eine zweispurige Straße, ist auf der Isle of Skye: eine Besonderheit. Denn die meisten Straßen sind sogenannte „Single Track Roads“, die nur einem Wagen Platz bieten. Für den Gegenverkehr gibt es Ausweichbuchten, „Passing Places“. Es fährt der Wagen in die Bucht, auf dessen linker Seite sie liegt. Womit man spätestens auch wieder daran erinnert wird: In Schottland gilt Linksverkehr

Malerische Steilküsten

Majestätische Erdgeschichte: Der Küstenverlauf der Insel ist durch die  Bildung des Nordatlantiks im Tertiär stark eingekerbt. Lochs und andere Buchten greifen so tief ins Hinterland, dass kein Punkt der Isle of Skye weiter als acht Kilometer vom Meer entfernt ist. Im Norden, auf der Halbinsel Trotternish, findet man weiche Landschaften mit plötzlich dramatisch abstürzenden Steilklippen

Talisker Bay

Links und rechts von hohen Klippen eingefasst, die in langen Geröllfeldern zu Mitte hin auslaufen, liegt die Bucht mit dunklem Sandstrand. An den Felsen am Wasser saugen sich gern Napfschnecken fest, kleine Krebse sind in den Wasserpfützen ebenso zu finden

Das liebe Wetter

Kapuze hoch! Das Wetter auf den Hybriden kann extrem launisch sein, alle Jahreszeiten an einem Tag sind ebenso denkbar wie gigantische Wolkentürme, peitschender Regen und knalliger Sonnenschein gleichzeitig nebeneinander. „Wenn Dir das Wetter nicht gefällt, warte halt eine Minute“ ist ein Spruch, der zwar für ganz Schottland gelten soll, aber auf der Isle of Skye, der „Nebelinsel“, entstanden sein muss

Auf dem Weg nach Carbost

Viel malerischer geht es kaum: Diese Brücke kurz vor dem kleinen Ort Carbost ist zwar nicht mehr befahrbar und längst durch eine neue schmale Straße ersetzt, bleibt als romantischer Blickfang aber erhalten. Vielleicht auch, weil sich in Carbost die Whisky-Brennerei Talisker befindet, Hauptarbeitgeber der Insel. Denn wie sagt der 1951 geborene schottische Schriftsteller Billy Kay über die Insel? „Rau die Brandung, stark die Drinks, zärtlich die Erinnerung.“

Bucht von Fiscavaig

Eine Perspektive, bei der die Augen tief Luft holen: Blick auf die Bucht von Fiscavaig im Westen der Isle of Skye. Das Gebiet ist zwar umzäunt, trotzdem kann jeder, der möchte, es nicht nur betreten, sondern auch auf ihm zelten. Wildes Camping ist auf der Insel erlaubt. Nur Handy-Empfang kann man vergessen. Hat man bei dieser Ansicht aber auch sofort

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