... dann hören wir Kammermusik im Untergrund

25 Meter steigen wir hinunter in die Coves del Drach, die 1200 Meter langen „Drachenhöhlen“ mit märchenhaften Tropfsteinformationen, wo es das ganze Jahr über 21 Grad warm ist. Der Höhepunkt ist die Fahrt auf dem „Lago Martel“, einem der größten unterirdischen Seen der Welt. In erleuchteten Ruderbooten gleiten wir über das klare Wasser, während ein Quartett, ebenfalls in einem Boot sitzend die Barcarole von Jacques Offenbach spielt. Die zehnminütigen Live-Klassikkonzerte sind seit 1935 im Programm. Und taucht man nach einer guten Stunde aus der schummerigen Unterwelt auf, leuchten alle Farben wie poliert, auch die Grautöne.

Portocristo, Carreta Cuevas, www.cuevasdeldrach.com

... dann bewundern wir Kunst

Mit zeitgenössischer Kunst hat das Museum Es Baluard („Das Bollwerk“ auf Katalanisch) die Festung Sant Pere eingenommen, die über dem Hafen der Inselhauptstadt thront. Weitgehend verborgen hinter den historischen Mauern ragt ein kubischer Neubau auf. Die baskische Direktorin Nekane Aramburu stellt Werke von internationalen Größen aus, darunter Picasso und Marina Abramovi´c, aber auch von Künstlern der Insel und aus Nordspanien, wie Jorge Oteiza. An seiner Kugelskulptur und dem Drahtseilakt mit Quadern von Santiago Calatrava vorbei, blickt man über die große Terrasse auf eins der schönsten Bilder: ein zart koloriertes Schwarzweißpanorama von Palma mit Palmen und Meer.

Palma, Plaça Porta de Santa Catalina 10, www.esbaluard.org

... dann beweisen wir guten Geschmack

Mini-Burger, Jamón, Queso, Sushi, Austern oder doch lieber süße Petits Fours? Der Mercado Gastronomico San Juan ist Palmas neue Feinschmeckeradresse. In der Jugendstil-Halle des ehemaligen Schlachthofes S’Escorxador, erbaut 1905, wird an langen Hochtischen getafelt. Wer keinen Hunger hat, trinkt ein Gläschen Sangría Blanco mit Eis, Limetten und Orangen an der Bar „The One“. Im „4manos-Space“ im ersten Stock werden Kochkurse- und Events organisiert, am Wochenende spielt Live-Musik. Und nach dem Essen kann man ein Haus weiter ziehen, in das schöne Kino „Ciné Ciutat“; Filme laufen in Originalversion.

Palma, Carrer de l’Emperadriu Eugènia 6, www.mercadosanjuanpalma.es

... dann gehen wir Essen bei den Bergschwestern

Ihr Glaubensbekenntnis: Bio und regional müssen Zutaten sein, Gemüse und Salate möglichst aus dem eigenem Garten. Die Geschwister Maria und Teresa Solivellas führen das Ca Na Toneta in ihrem Heimatdorf im Tramuntana-Gebirge. Wie bei einer fröhlichen Großfamilie fühlt man sich in der Gaststube, alles Trübe bleibt ausgesperrt. Es gibt ein Sechs-Gänge-Überraschungsmenü. Immer dabei ist „Coca“, mallorquinische Pizza. So köstlich, dass man gern den Sonnenzauber anwendet und die Teller leer isst.

Caimari, Horitzó 21, Tel. 0034-971-51 52 26, www.canatoneta.com

... dann ziehen wir uns warm an für ein Schaumbad

Wenn sich um „Puig Tomir“ im Tramuntana-Gebirge Wolken ballen und erste Tropfen fallen, läuft der Countdown (auf Radio-Durchsagen achten oder im Hotel nachfragen!). Es dauert etwa acht Stunden bis die unterirdischen Quellen Ses Fonts Ufanes schäumend aus dem Kalkboden schießen. Der Strom überflutet ein Steineichenwäldchen, im kleinen Besucherhaus steht man im Trockenen. Falls das recht unberechenbare, schnell vergängliche Wasserwunder ins Wasser fällt: Sant Miquel, eine der ältesten Kirchen der Insel, ist nur etwa 20 Gehminuten entfernt.

www.mallorca-experte.net/ses-fonts-ufanes

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