Special Guide Neun Seen, die man in Kanada gesehen haben sollte

Flaschengrünblau, ultramarin, azur, milchig-türkis-blau – Kanadas Seen schimmern in sämtlichen Spielarten von Blau. Also nichts wie los zur Seentour. Vor allem, weil es nicht nur etwas zu gucken, sondern auch jede Menge zu erleben gibt: beim Kajakfahren, Angeln, Baden oder Windsurfen
Der Pyramid Lake in Kanada

Der Pyramid Lake in Kanada

Pyramid Lake

Es geht steil hinauf: Der nierenförmige See liegt hoch über dem kleinen Ort Jasper, zu Füßen des Pyramid Mountain. Laufen Sie für ein Picknick über eine Holzbrücke auf die kleine Insel im glasklaren Wasser. Wem das zu langweilig ist: Der See ist perfekt zum Windsurfen und Kanufahren.

  • 168 Alberta, Jasper-Nationalpark, Pyramid Lake Rd

Lake Louise

Im See der kleinen Fische, wie er von der Stoney Nakota First Nation genannt wird, spiegeln sich nicht nur die umliegenden Berge. Der türkis schimmernde See reflektiert
auch das Château Lake Louise an seinem Ufer. Zwischen Hotel und See tummeln sich tagsüber die Touristen. Wer es lieber ruhiger mag, sattelt ein Pferd, erkundet einen von mehreren Wanderpfaden oder paddelt im Kanu auf dem See. Zum Baden ist es zu kalt.

  • 165 Alberta, Banff-Nationalpark, Lake Louise

Moraine Lake

Ein alter Bekannter: Den See im "Valley of the Ten Peaks" kannte in den 1970er Jahren jedes kanadische Kind, er zierte den 20-Dollar-Schein. Bis heute ist er ein beliebtes Fotomotiv in den nördlichen Rocky Mountains. Reisen Sie früh an: Das Licht ist morgens am schönsten, die Wanderwege, Kanuverleihstationen und Parkplätze sind noch leer.

  • 166 Alberta, Banff-Nationalpark, Moraine Lake Rd, Juni–Aug. geöffnet

Mehr Bilder des atemberaubenden Banff-Nationalparks sehen Sie in diesem Video:

Medicine Lake

Falls Sie im Herbst an den Medicine Lake reisen, seien Sie nicht enttäuscht, dass der See fast leer daliegt. Freuen Sie sich! Sie sind Zeuge einer geologischen Besonderheit: Der Maligne River schlängelt sich aus den Bergen durch die Landschaft, fließt durch den Maligne Lake und mündet schließlich im Medicine. Doch hier gibt es keinen Abfluss.

Wissenschaftler wunderten sich, dass der See nicht überläuft. Des Rätsels Lösung: Ein unterirdisches Abflusssystem transportiert das Wasser 14 Kilometer weit in einen Canyon. Und im Herbst hat der sieben Kilometer lange See einen niedrigen Wasserstand, weil es zwar abfließt, aber kein neues Schmelzwasser mehr zufließt.

  • 169 Alberta, Jasper-Nationalpark, Township Rd 450A
Maligne Lake, einer der schönsten Seen Kanadas
Einer der schönsten Seen Kanadas: Maligne Lake

Maligne Lake

Das Wahrzeichen der Rockies: die Gipfel im Hintergrund, davor der Maligne Lake, darin eine Insel mit Tannen. Nahezu jeder Kanada-Urlauber hat ein Bild von Spirit Island in seiner Fotosammlung (GEO Special auch, schauen Sie auf das Titelbild). Ins Wasser springt dagegen fast niemand: Der See wird selten wärmer als vier Grad Celsius.

  • 170 Alberta, Jasper-Nationalpark, Range Rd 262A

Gwillim Lake

Birken, Pinien, dunkle Fichten umsäumen den zehn Kilometer langen See unter dem Bullmoose Mountain. Perfekt für Angler: Im kühlen Wasser schwimmen Regenbogenforellen und Hechte.

  • 171 British Columbia, Gwillim Lake Provincial Park, Don Phillips Way

Bowron Lake

Für Paddelliebhaber: Im Bowron Lake Provincial Park gleiten Sie 116 Kilometer lang mit Kanu auf elf Seen durch die Rockies. Die Tour dauert sieben Tage. Wem das zu
anstrengend ist, der fährt nur über den Bowron Lake.

  • 172 British Columbia, Bowron Lake Provincial Park, Bowron Lake Park Rd

Upper Waterton Lake

Der tiefste See der kanadischen Rockies liegt direkt an der Grenze zum US-Bundesstaat Montana. Taucher fahren hin, um zu einem versenkten Schiff hinabzugleiten. Alle anderen fahren lieber mit dem Boot von Waterton über den 49. Breitengrad nach Montana, um die Grenze zu den USA ganz bildlich zu sehen: Am Ufer wurde eine 30 Meter breite Schneise in den Wald geschlagen.

  • 173 Alberta, Waterton
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