Michael, 23, aus Kanada und Ganesh, 29, aus Israel

Bei seiner Indienreise vor drei Jahren, die Michael direkt nach seinem Schulabschluss machte, lernte er Ganesh kennen, der seit 1997 saisonweise in Goa lebt. Zuvor war Ganesh Hair-Stylist in einem Edel-Friseursalon in Manhattan gewesen. Inmitten von reichen Menschen und aufwendigen Foto-Shootings hatte er gemerkt, dass diese Art des Lebens ihm im Grunde nichts bedeutete. Das Paar ist den Winter über in Goa, die übrigen Monate verbringt es in verschiedenen Ländern. Gemeinsam entwerfen die beiden Ledermode, die sie auf Märkten verkaufen. Sie sehen sich als Weltbürger ohne festen Wohnsitz

Anne-Marie, 21, aus Deutschland

Ihren Traum, nach Indien zu gehen, erfüllte sich Anne-Marie direkt nach der Schulzeit. Nach ihrer sechsmonatigen Reise wieder zurück in Deutschland, wusste sie: Ihre nächste Reise würde für immer sein. Ein halbes Jahr jobbte sie, um dafür Geld zu sparen. In Rishikesh hat Anne-Marie einen Yoga-Lehrer gefunden, einen Swami, den sie als ihren Guru ansieht, und in dessen Zwei-Personen-Ashram sie nun gezogen ist

Links: Philipo, 33, aus Italien

Seit 1998 ist Philipo auf Reisen. Indien, Japan und Ibiza sind dabei seine Hauptziele. Unterwegs mit vier großen Taschen bleibt er in der Regel mindestens einen Monat und richtet sich für diesen Aufenthalt jeweils sein Zuhause ein. Philipo ist Maler, Schmuckdesigner, Yoga-Lehrer, Kellner, Jongleur, Reiki-Meister und Masseur - je nachdem, wo er sich gerade befindet. In Rishikesh ist sein Ort des Lernens und der Muße, in Kerala, Ibiza und Japan der

der Geschäfte

Rechts: Elissa, 27, aus Kanada

Elissa lernt in Goa Yoga und verschiedene Massagetechniken. Ihre Zukunft sieht sie in einer ländlichen, spirituellen und alternativen Gemeinschaft in Asien oder Lateinamerika. Sie weiß noch nicht, wo ihr Platz sein wird. Kanada ist es nicht mehr

Mo, 26, aus Frankreich

Nach der Schule wusste Mo nicht, was er studieren wollte. Statt mit etwas Unbefriedigendem anzufangen, wollte er lieber erst einmal etwas von der Welt sehen. Inzwischen ist er sieben Jahre unterwegs. In Goa stellt er Schmuck aus Fundstücken und Lampen aus Palmenblättern her, die er auf Märkten anbietet. Er versucht in der Gegenwart zu leben und immer nur den jeweils nächsten Schritt zu planen, beispielsweise wenn sein Visum ausläuft

Miriam, 29 / Salomée, 3, aus Deutschland

Obwohl Miriam das Land vorher nicht kannte, zog sie vor 18 Monaten mit ihrer Tochter nach Goa - Indien hatte sie schon immer fasziniert. Die Modedesignerin verkauft die von ihr entworfene Kleidung einmal wöchentlich auf dem Saturday Night Market sowie in einer Designer-Boutique in Mumbai. Inzwischen hat sie ein fünf Jahre gültiges Geschäftsvisum

Vaiking, 61, aus Norwegen

Bereits 1969 entdeckte Vaiking Indien für sich und lebte zehn Jahre lang überwiegend dort. Es folgten fast zwei Jahrzehnte in Norwegen, wo er seine Kinder aufzog. Die ganze Zeit über hatte er einen Traum: Sobald seine Söhne erwachsen wären, wollte er gemeinsam mit ihnen und Freunden auf Motorradtour durch Indien gehen. Seit einem Jahr verwirklichen die drei diese Idee. Finanziert von seiner Invalidenrente reisen sie zusammen mit seiner alten Clique, den Shiva Riders, durchs Land

Laurence, 43 / Alain, 40 / Lucie, 1 / Carolie, 6, aus der Schweiz

Nach vielen und langen Reisen lernte das Paar sich 1997 in Indien kennen. Sie blieben dort, gründeten eine Familie und wohnen heute mit ihren beiden Kindern in Dharamsala im Himalaya, wo sie sich weitestgehend selbst versorgen. Der nächste Ort ist eine halbe Stunde Fußmarsch entfernt. Laurence gibt ihrer älteren Tochter sowie den Kindern aus den umliegenden Häusern Privatunterricht

Sleemy, 57, aus der Schweiz

1972 zog es Sleemy nach Indien, wo er 21 Jahre blieb, ohne Europa wieder zu besuchen. Sleemy ist Heiler, schreibt Gesundheitsbücher, gestaltet Webseiten und lebt mit dem Wechsel der Saison mal im Norden und mal im Süden des Landes. Sein Zuhause, ein offenes Zelt, das Energien bündeln soll, baut er an seinem jeweiligen Wohnort auf

Mahesh, 29, aus England / Uma, 33, aus Frankreich / Anjani, 6 / Jiva, 2

Uma und Mahesh haben sich vor acht Jahren in Goa kennen gelernt. Beide liebten Indien, doch der Wunsch, dort zu leben, entstand erst langsam. Während der zweiten gemeinsamen Reise wurde Uma schwanger. Die Suche nach dem richtigen Yoga-Lehrer führte das Paar in den Norden des Landes. In seinem Yoga-Zentrum

brachte Uma das erste Kind zur Welt. Nach vier Jahren zwischen Frankreich und Indien beschlossen Uma und Mahesh, in Frankreich ein eigenes Yoga-Institut aufzubauen. Die Schule lief gut, das zweite Baby wurde geboren. Aber Indien fehlte ihnen, und so gingen sie zurück und gründeten in Patnem ihre eigene Yoga-Schule

Sanaka, 41, aus Deutschland

Nach einer exzessiven Punk-, Sekten- und Drogenzeit fand der 23-jährige Sanaka 1989 im Hare-Krishna-Tempel in Vrindaran seinen Platz. Von dort aus umrundete er mit einer Gruppe von zwanzig Pilgern und zwei Ochsenkarren in zehn Jahren zweieinhalb Mal zu Fuß Indien. Sie wanderten von Dorf zu Dorf, verteilten Krishna-Schriften und baten um Kost und Logis. Mit seiner Heirat beendete er das Pilgern und leitet inzwischen eine Pflegestation für alte, kranke und verletzte Rinder

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