Parabelflug Reiseziel Schwerelosigkeit

Einmal Astronaut spielen: In Frankreich können Touristen jetzt an Europas ersten Parabelflügen teilnehmen. GEO.de-Redakteur Peter Carstens ist schon mal vorgeflogen

Zugegeben: Den Mond bekommt man nicht zu Gesicht. Aber ansonsten fühlt sich alles an wie bei einem Flug ins All. Wer einmal Astronaut spielen möchte, kann sich diesen Traum jetzt in Frankreich erfüllen. Denn dort können Touristen seit kurzem Parabelflüge buchen. Was bisher nur Wissenschaftlern vorbehalten war, ist nun für jeden möglich: schwerelos durch die Luft schweben.

Ein speziell umgebauter Airbus A300 startet vom Flughafen Bordeaux-Mérignac in das Abenteuer. Beim ersten Parabelflug für Touristen in Europa konnten die Passagiere insgesamt etwa fünf Minuten Schwerelosigkeit erleben – aufgeteilt in 15 mal. Denn so oft steigt die Maschine mit dem Namen "Zéro-G" (Abkürzung für "null Schwerkraft") in einem Winkel von 47 Grad in die Höhe, um sich danach in die Tiefe zu stürzen. Während dieses kontrollierten Sturzes schweben die Touristen etwa 22 Sekunden durch das gepolsterte Flugzeug.

Wer das erleben möchte, muss allerdings tief in die Tasche greifen. 5880 Euro kostet ein solcher Flug. Von den ersten 40 Fluggästen reisten allerdings zwölf umsonst. Sie hatten die Teilnahme bei einem Wettbewerb des französischen Zentrums für Weltraumforschung Cnes gewonnen, dessen Tochter Novespace den Parabelflug organisiert. In diesem Jahr sollen noch zwei weitere dieser Flüge stattfinden.

Auch GEO.de-Redakteur Peter Carstens durfte die Schwerelosgkeit an Bord der "Zéro G" bereits erleben. Seinen Bericht lesen sie hier:

Reiseziel Schwerelosigkeit

Schwerelosigkeit für alle: Hier für Novespace-Chef Jean-Francois Clervoy und Nicole Hofmann vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Parabelflug buchen

Die nächsten Flüge in diesem Jahr finden am 23. Juni und am 25. Oktober statt. Weitere Informationen gibt es unter www.airzerog.com

GEO.de-Redakteur Peter Carstens schwebt

Forschung im freien Fall
Parabelflug
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Wie fühlt sich Schwerelosigkeit an? 30 Studenten aus ganz Europa fanden es heraus - auf einem Parabelflug mit einem umgebauten Airbus 300. GEO.de-Redakteur Peter Carstens begleitete sie bei der 9. Studentenkampagne der Europäischen Weltraumorganisation ESA
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