VG-Wort Pixel

Serie: Reiseexperten Ich weiß ein Haus am ...


Der deutsche Architekt Jan Hamer drückt nicht mal im Urlaub ein Auge zu: Hotels und Ferienhäuser besieht er stets aus professioneller Perspektive – und zeigt die besten auf www.urlaubsarchitektur.de

Woher kommen Sie gerade?

Jan Hamer: Aus Matrei in Osttirol, vom Urlaub im „Hotel-Gasthof Hinteregger“.

Die größte Sünde in Hotels?

Plastikblumen auf den Zimmern.

Welche Gebäude sind unterschätzt?

Immer die, die gerade nicht dem Zeitgeist entsprechen. Momentan vor allem gute Bauten der Siebzigerjahre.

Welche sind überschätzt?

Designhotels. Bei Architektur ist es meist ein schlechtes Zeichen, wenn man draufschreiben muss, was drin ist.

Eine Landschaft mit Magie?

Die Lavafelder am Vulkan Teide auf Teneriffa. Jedenfalls bei Nebel.

Ihr Lieblingsort?

Das wechselt jährlich. In diesem Jahr Istanbul, 2012 der Lake Michigan, 2011 Vals in der Schweiz.

Serie: Reiseexperten: Architekt Jan Hamer kennt die schönsten Ferienhäuser und ist immer auf der Suche nach neuen Domizilen
Architekt Jan Hamer kennt die schönsten Ferienhäuser und ist immer auf der Suche nach neuen Domizilen
© privat
Serie: Reiseexperten: Was für ein Erd-Haus! Die Villa Vals in den Hochalpen der Schweiz ist hochmodern und auf urlaubsarchitektur.de zu finden
Was für ein Erd-Haus! Die Villa Vals in den Hochalpen der Schweiz ist hochmodern und auf urlaubsarchitektur.de zu finden
© urlaubsarchitektur

Der schönste Ausblick?

Beim Wandern im Norden von Mallorca, auf dem alten Reitweg Camí de s’Arxiduc, der nach Valdemossa führt.

Welche Brücke ist die tollste?

Die Gateshead Millennium Bridge in Newcastle. Sie kann um die Längsachse durch ihre Angelpunkte rotiert werden. Schwer zu erklären, aber großartig anzuschauen.

Was macht gute Stadtplanung aus?

Das richtige Maß an Ordnung und Flexibilität. Stadtplanung wird erst mit der Zeit und Nutzung gut.

Auto, Flugzeug oder Bahn?

Ich genieße mein Leben in vollen Zügen – eindeutig am liebsten Bahn.

Die größte kulinarische Erfahrung?

Das US-Steak „New York Cut“. Mit europäischen Steaks hat es nicht viel zu tun.

Die spannendste Begegnung?

Ein Amerikaner, der den Regenwald in Brasilien wiederaufforstete. Er brachte mir in Mato Grosso die goldenen Regeln des Reisens bei. Die erste lautet: Nimm nie mehr mit, als du tragen kannst!

Ein Rat, um schnell mit Fremden ins Gespräch zu kommen?

In Italien reicht schon der Satz „Pensa che pioverà?“ – „Glauben Sie, dass es regnen wird?“.

Link zur Internetseite

www.urlaubsarchitektur.de

Weitere Reiseexperten

GEO SAISON Nr. 10/13 - 25 traumhafte Hotels am Meer

Mehr zum Thema