Reiseplanung Diese fünf Fehler sollten Sie als Winter-Camper vermeiden

Winter-Camping kann überaus idyllisch sein und richtig Spaß machen. Allerdings nicht, wenn der Campingplatz gar nicht offen ist oder die Heizung im Reisemobil ausfällt. Fünf Anfängerfehler
Winter-Camping

Mit dem Wohnmobil in den Schnee fahren? Eine schöne Idee. Damit es ein warmes und sicheres Vergnügen wird, ist eine gute Vorbereitung wichtig

1. Einfach ins Blaue fahren

Wer mit dem Wohnmobil verreist, ist frei und kann spontan auf jedem beliebigen Campingplatz übernachten? Ein Trugschluss, dem Anfänger häufig unterliegen - erst recht im Winter. Die meisten Campingplätze sind von Oktober bis April geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet. Hübsch gelegene und gut ausgestattete Winter-Campingplätze in den Alpen oder an der Küste sind dagegen oft weit im Voraus ausgebucht. Frühzeitige Recherche ist also wichtig.

Informationen dazu bieten zum Beispiel das Campingportal des ADAC und das Portal des Caravaning Industrie Verbands.

2. Blind auf das Fahrzeug vertrauen

Wohnmobil auswählen, mieten und los? Das kann gut gehen, muss aber nicht. Eine gute Beleuchtung am Fahrzeug etwa kann im Winter bei schlechten Sichtverhältnissen lebensnotwendig sein - doch manche Reisemobile oder Wohnwagengespanne lassen hier nach Erfahrungen des ADAC zu wünschen übrig. Und auch das eigene Gefährt sollte einem gründlichen Check unterzogen werden, bevor es losgeht.

Wie bei jedem Auto muss auch die Bereifung am Zugfahrzeug, Wohnmobil und Caravan wintertauglich sein. Wer mit Sommerreifen erwischt wird, muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen - vor allem im Ausland.

3. Stellplatz mit Campingplatz verwechseln

Wintersportler träumen davon, morgens aus dem Bett zu fallen und gleich auf der Piste zu landen. Tatsächlich bieten einige Liftgesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz solche Stellplätze für Reisemobile an. Auch bei vielen Thermen besteht die Möglichkeit, das Reisemobil in Saunanähe abzustellen.

Doch wer hier parken möchte, muss wissen: Die Flächen sind nur für Reisemobile erlaubt. Wohnwagengespanne sind nicht zugelassen. Zudem ist es nicht gestattet, es sich außerhalb des Wagens mit Vorzelt und Klappstühlen gemütlich zu machen. Die Parkdauer ist begrenzt.

Und wenn man sich bei der Fahrzeit mal verschätzt hat? Dann dürfen Fahrerinnen und Fahrer zur Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit laut ADAC auch öffentliche Parkplätze nutzen - und zum Beispiel bis zu zehn Stunden in einer Parkbucht am Straßenrand übernachten.

4. Wärmeverluste unterschätzen

Im Sommer kommt viel Wärme über die Fenster ins Reisemobil hinein. Im Winter ist es umgekehrt. Wer Wärmeverluste vermeiden möchte, sollte vor allem die Fenster und Türen des Führerhauses in der Nacht von innen mit einer Thermoabdeckung versehen. Diese kann verhindern, dass die eisige Luft schnell ins Fahrzeug dringt und sich Kältebrücken bilden. Und Iso- und Heizmatten oder kuschelige Felle können dazu beitragen, dass sich der Boden nicht so eisig anfühlt.

5. Heizlüfter vergessen

Strom, Gas oder Diesel - für die Beheizung eines Reisemobils oder Wohnwagens gibt es diverse Energiekonzepte. Wichtig ist, dass man über genug Brennstoff, Batteriekapazität oder einen Stromanschluss am Stellplatz verfügt, um die Heizung und die Kochstelle am Laufen zu halten. Damit die Wasserleitungen nicht einfrieren, muss stets gut geheizt werden, was somit absolut essenziell ist. Für den Fall, dass die Heizung doch ausfällt, einen kleinen Heizlüfter mitnehmen.

Catharina Puppel, dpa

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