Waldbrände in Australien Nach verheerendem Feuer: Milde Strafen für die Verursacher der Brände auf Fraser Island

87.000 Hektar zerstörte der Waldbrand im letzten Jahr. Die Schuldigen wurden nun verurteilt
Buschbrände auf Fraser Island

Buschfeuer haben vor dem Campingplatz Cathedrals auf der australischen Insel Fraser Island im Bundesstaat Queensland verbrannte Erde hinterlassen

In Australien sind zwei Männer zu Geldstrafen verurteilt worden, weil sie durch ein illegales Lagerfeuer den verheerenden Waldbrand auf der berühmten Touristeninsel Fraser Island ausgelöst haben. Die Männer hätten sich vor dem zuständigen Gericht schuldig bekannt und die Entfachung des Feuers am 14. Oktober vergangenen Jahres in einem Brief zutiefst bedauert, berichtete der Sender ABC am Donnerstag.  

«Ich habe das Feuer mit Sand bedeckt. Ich habe wirklich geglaubt, dass es aus war, als wir am nächsten Morgen gegangen sind», schrieb einer der Männer, der mit drei Freunden auf der Insel gecampt hatte. «Ich wünschte, ich könnte meine Entscheidung, das Feuer anzuzünden, rückgängig machen. Es war ein großer Fehler meinerseits, mit dem ich leben muss.»

Der Australier wurde zu einer Geldbuße von rund 1300 Australischen Dollar (830 Euro) verurteilt, einer seiner Freunde muss rund 660 Australische Dollar (380 Euro) bezahlen. Das Gericht erklärte, es gebe keine Beweise dafür, dass der Brand mutwillig ausgelöst worden sei. Es habe sich nicht um Brandstiftung gehandelt.  

Der Buschbrand war Mitte Oktober ausgebrochen und hatte bis zum Dezember gewütet. Die Hälfte der gerade bei Touristen beliebten Insel im Bundesstaat Queensland, die seit 1992 zum Weltnaturerbe der Unesco gehört, ist den Flammen zum Opfer gefallen: 87 000 Hektar wurden zerstört. Zeitweise war auch eine Ortschaft bedroht.  

Mit einer Länge von 122 Kilometern ist Fraser Island die größte Sandinsel der Erde. Es gibt dort Buschland, Mangrovensümpfe und Süßwasserseen, außerdem wächst auf dem Sand auch ein tropischer Regenwald.

dpa

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