"Antarctic Sabbatical" Freiwillige für Antarktis-Expedition gesucht: So können Sie dabei sein

Wie gelangt Mikroplastik in die Antarktis? Das möchte die Umweltforscherin Kirstie Jones-Williams herausfinden. Freiwillige können die Wissenschaftlerin im Rahmen des "Antarctic Sabbatical" von Airbnb dabei unterstützen
Freiwillige für Antarktis-Expedition gesucht: So können Sie dabei sein

Für das "Antarctic Sabbatical" werden derzeit fünf Freiwillige gesucht. Die Expedition findet im Dezember statt

Einmal die Antarktis sehen. Für viele Menschen ist das ein Lebenstraum. Die Reiseplattform Airbnb und die Umweltorganisation Ocean Conservancy möchten ihn für fünf Außererwählte wahr werden lassen – und zwar im Rahmen einer Forschungsreise.

Noch bis zum 8. Oktober können sich Interessierte hier bewerben, um die Wissenschaftlerin Kirstie Jones-Williams auf eine Expedition ins ewige Eis zu begleiten. Ziel der Mission ist es, Schnee- und Eisproben zu sammeln, um zu untersuchen, inwieweit Mikroplastik bereits das Innere der Antarktis erreicht hat.

"Diese Expedition wird ein hartes Stück Arbeit"

"Die meisten Menschen betrachten die Antarktis als einen unberührten und isolierten Kontinent. Doch die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass selbst die entlegensten Orte von Verschmutzung durch Plastikabfälle betroffen sind“, sagt Forscherin Jones-Williams. "Diese Expedition soll uns dabei helfen, zu verstehen, wie Mikroplastikteilchen so entlegene Regionen wie die Antarktis erreichen.“

Freiwillige für Antarktis-Expedition gesucht: So können Sie dabei sein

Antarktis-Wissenschaftlerin Kirstie Jones-Williams. Ihr Fachgebiet ist die Erforschung der Auswirkung von Mikroplastik auf das polare Zooplankton

Wer an dem "Antarctic Sabbatical" im Dezember 2019 teilnehmen möchte, sollte neben Abenteuerlust und Leidenschaft für Umweltthemen über einen gewissen Grad an körperlicher Fitness verfügen. „Diese Expedition wird ein hartes Stück Arbeit. Sie erfordert wissenschaftliche Genauigkeit bei gnadenlosen winterlichen Bedingungen“, so Jones-Williams.

Airbnb versicherte auf GEO.de-Anfrage, dass die CO2-Emissionen der Forschungsreise doppelt und nach dem sogenannten "Gold Standard", dem strengsten existierenden Standard für Klimaschutzprojekte, kompensiert werden.

Airbnb will Sabbatical-Programm fortführen

Es ist nicht das erste Mal, dass die Reiseplattform ein "Sabattical" vergibt. Im Juni 2019 konnten fünf Freiwillige drei Monate im Dorf Grottole in Süditalien verbringen. Das "Italian Sabbatical" hatte das Ziel, einer alten Gemeinde, die vor dem Aussterben stand, neues Leben einzuhauchen.

Das Sabbatical-Programm solle laut Airbnb, Menschen dazu ermutigen, in ihrer Freizeit ihrer Umgebung und ihren Mitmenschen etwas Gutes zu tun und dabei auch selbst grundlegend neue Einsichten zu erhalten. Zukünftig solle es weitere Angebote dieser Art geben.

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