Langzeitbelichtungen: Taschenlampe nicht vergessen

In einer Vollmondnacht Anfang Oktober 2014 ist diese Fotografie für unser Buchprojekt „Deutschland Sinfonie“ entstanden. Wir hatten ganz klare Vorstellungen, wie wir dieses bekannte Motiv neu und anders umsetzen wollten. Der Wetterbericht hatte uns für diese Mondnacht einen wolkenlosen Himmel versprochen, also genau die richtigen Bedingungen für eine lange Belichtung. Speziell für dieses eine Motiv sind wir dann in den Teutoburger Wald aufgebrochen, und alles war dann ganz anders. Anders als versprochen, war der Himmel wolkenverhangen und stellte unsere Geduld auf eine lange Probe. Dafür wurden wir aber mit einem windstillen Abend belohnt. Nachdem sich große Teile der Wolken verzogen hatten, belichteten wir um 23:11 Uhr genau 929 Sekunden. Die unbewegten Gräser im Vordergrund beleuchteten wir dann ab und zu mit unserer Taschenlampe. So entstand ein magisches Bild von einem mystischen Ort. Die leicht aufgefächerten, ziehenden Wolken verleihen dieser Stimmung noch den ganz besonderen Reiz.

Als Fotografenpaar aus Vater und Sohn haben Horst und Daniel Zielske Metropolen in der ganzen Welt porträtiert. In ihrem Buch „Deutschland Sinfonie“ werfen sie einen romantischen Blick auf ihre facettenreiche Heimat.

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