Bildideen entwickeln: Beobachten Sie genau

Eichhörnchen sind sehr flinke Tiere. Mit Hilfe ihres buschigen Schwanzes balancieren sie in schwindelerregenden Höhen umher – ohne je den Tritt zu verlieren. Besonders im Herbst, wenn sie damit beschäftigt sind, Nahrungsvorräte für den drohenden Winter zu verstecken, sind sie sehr aktiv und gut zu beobachten. Genau zu dieser Zeit machte ich mich auf, um in einem Dortmunder Stadtpark Bilder von Eichhörnchen zu machen. Dort sind sie die Anwesenheit von Menschen gewohnt – eine gute Möglichkeit, um zu neuartigen Bildern zu kommen. Eine Weile zuvor beobachtete ich den so schön leuchtenden Schwanz der Tiere im Gegenlicht. Ich machte es mir zur Aufgabe, diese Szene in einem Bild einzufangen. Mit der Unterstützung von zwei Blitzgeräten hinter einer von den Tieren stark frequentieren Wurzel wartete ich viele Tage auf den richtigen Augenblick. Trotz des Einsatzes von Kunstlicht benötigte ich einen sonnigen Tag für ein ausgewogenes Licht im Bild. Natürlich durfte auch das Eichhörnchen nicht fehlen und sollte sich schön positionieren. An einem leuchtenden Septemberabend gelang es endlich – ein besonderes Foto einer scheinbar gewohnten Tierart!

Fotograf Hermann Hirsch wurde von der renommierten Gesellschaft Deutscher Tierfotografen als „Naturfotograf des Jahres 2013“ ausgezeichnet. Mit damals 18 Jahren war er der jüngste Gesamtsieger in der Geschichte des Wettbewerbs. Auf Facebook ist er hier zu finden.

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