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Wissenstest Wissenstest: Das Wattenmeer


Wann entstand das Wattenmeer? Seit wann gehört es zum Unesco-Welterbe? Was ist ein Priel? Testen Sie Ihr Wissen!

Die Auflösung der Fragen finden Sie unten.

Frage 1 von 10
In welchem Jahr wurde das Wattenmeer in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen?

a) 2007

b) 2009

c) 2011

Frage 2 von 10
Welche Regionen umfasst das UNESCO Weltnaturerbe "Wattenmeer" heute?

a) Schleswig-Holsteinisches, niederländisches und dänisches Wattenmeer

b) Niedersächsisches, Schleswig-Holsteinisches und dänisches Wattenmeer

c) Niedersächsisches, Schleswig-Holsteinisches, Hamburgisches und niederländisches Wattenmeer

Frage 3 von 10
Welche Säugetiere leben im Wattenmeer?

a) Kegelrobbe, Seehund und Schweinswal

b) Mönchsrobbe, Seehund und Zwergwal

c) Eishai, Ringelrobbe und Schweinswal

Frage 4 von 10
Wann ist das Wattenmeer entstanden?

a) Vor rund 7.000 Jahren

b) Vor rund 70.000 Jahren

c) Vor rund 700.000 Jahren

Frage 5 von 10
Welche Besonderheit ermöglicht es dem Wattwurm, bis zu neun Tage ohne Sauerstoff zu überleben?

a) Er fällt in einen Ruhezustand, in dem er keinen Sauerstoff benötigt.

b) Er ist imstande, durch Gärung Energie zu gewinnen.

c) Er hat in seinem Verdauungsorgan Sauerstoffspeicher angelegt.

Frage 6 von 10
Wie viele Pflanzen- und Tierarten kommen im Wattenmeer vor?

a) Rund 10.000

b) Rund 7.000

c) Rund 3.000

Frage 7 von 10
Wofür wurde die Insel Nigehörn im hamburgischen Wattenmeer künstlich geschaffen?

a) Als Urlaubsziel für Touristen

b) Als Brutareal für Seevögel

c) Als Standort für einen Leuchtturm

Frage 8 von 10
Was ist ein "Priel"?

a) Eine auch bei Ebbe mit Wasser gefüllte Wasserrinne im Watt

b) Eine auch bei Flut trocken liegende Sandbank im Watt

c) Ein dauerhaft schiffbarer Wasserstrom im Watt

Frage 9 von 10
Welche Pflanze trägt maßgeblich zur Sedimentation und Verlandung in der Übergangszone von offenem Watt und Land bei?

a) Queller

b) Strandflieder

c) Wollgras

Frage 10 von 10
Wie viele Halligen existieren heute noch im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer?

a) 10

b) 50

c) 100

Achtung Auflösung!

Hier finde Sie die Antworten zur Überprüfung:

Frage 1 von 10
In welchem Jahr wurde das Wattenmeer in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen?

a) 2007 ❌

b) 2009 ✔️

c) 2011 ❌

Vor etwa zwei Jahren, im Juni 2009, wurde das Wattenmeer an der Nordseeküste in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen. Dabei sind die Kriterien der UNESCO ausgesprochen streng. Nur Landschaftsgebiete mit eindeutiger "Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität (Unversehrtheit)" werden zum Welterbe erklärt.

Frage 2 von 10
Welche Regionen umfasst das UNESCO Weltnaturerbe "Wattenmeer" heute?

a) Schleswig-Holsteinisches, niederländisches und dänisches Wattenmeer ❌

b) Niedersächsisches, Schleswig-Holsteinisches und dänisches Wattenmeer ❌

c) Niedersächsisches, Schleswig-Holsteinisches, Hamburgisches und niederländisches Wattenmeer ✔️

Im Juni 2009 wurden zunächst das Niedersächsische, Schleswig-Holsteinische und niederländische Wattenmeer zum UNESCO Welterbe erklärt. Zwei Jahre später, im Juni 2011, kam auch der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer hinzu. Dabei handelt es sich um eine hamburgische Exklave, die sich inmitten des Niedersächsischen Wattenmeeres befindet. Das gesamte Gebiet des UNESCO Weltnaturerbes umfasst etwa 10.000 Quadratkilometer.

Frage 3 von 10
Welche Säugetiere leben im Wattenmeer?

a) Kegelrobbe, Seehund und Schweinswal ✔️

b) Mönchsrobbe, Seehund und Zwergwal ❌

c) Eishai, Ringelrobbe und Schweinswal ❌

Lediglich diese drei Säugetierarten kommen heute dauerhaft im Wattenmeer vor. Durch die starke Bejagung der Kegelrobben waren diese Tiere im Wattenmeer bereits ausgestorben. Seit dem Wiederauftreten in den 1980ern nimmt der Bestand nun jährlich um etwa ein Fünftel zu auf knapp 3000 Tiere im Jahr 2009. Seehunde kamen beständig im Wattenmeer vor. Jedoch wurde der Bestand der Tiere durch die Seehundstaupe mehrmals stark dezimiert. Derzeit leben jedoch wieder mehr als 30.000 Tiere im Wattenmeer. Schweinswale kommen vor allem zur Geburt ihrer Jungtiere in die Gebiete rund um das Wattenmeer. Dort können sie ihren Nachwuchs geschützt großziehen.

Frage 4 von 10
Wann ist das Wattenmeer entstanden?

a) Vor rund 7.000 Jahren ✔️

b) Vor rund 70.000 Jahren ❌

c) Vor rund 700.000 Jahren ❌

Das Wattenmeer ist ein sehr junges Landschaftsgebiet. Es entstand vor 7.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit. Eine Besonderheit ist die fortdauernde Entwicklung des Wattenmeeres: Bis heute kann man dort Landschaften jedes Entwicklungsstadiums erleben.

Frage 5 von 10
Welche Besonderheit ermöglicht es dem Wattwurm, bis zu neun Tage ohne Sauerstoff zu überleben?

a) Er fällt in einen Ruhezustand, in dem er keinen Sauerstoff benötigt. ❌

b) Er ist imstande, durch Gärung Energie zu gewinnen. ✔️

c) Er hat in seinem Verdauungsorgan Sauerstoffspeicher angelegt. ❌

Wattwürmer zählen wohl zu den bekanntesten Bewohnern des Wattenmeeres. Dort sind die bis zu 40 cm langen Tiere häufig mit Sauerstoffmangel konfrontiert, den sie zum einen durch die Produktion des Blutfarbstoffs Hämoglobin, der Sauerstoff gut bindet, überdauern können. Ist schließlich gar kein Sauerstoff mehr in der Umgebung vorhanden, können Wattwürmer ihren Stoffwechsel von Atmung auf Gärung umstellen, um Energie zu gewinnen.

Frage 6 von 10
Wie viele Pflanzen- und Tierarten kommen im Wattenmeer vor?

a) Rund 10.000 ✔️

b) Rund 7.000 ❌

c) Rund 3.000 ❌

Das Wattenmeer ist ein ausgesprochen vielfältiger Lebensraum, der vor allem auch durch die dort vorhandene Artenvielfalt eine schützenswerte Besonderheit darstellt. Rund 10.000 verschiedene Pflanzen- und Tierarten haben dort ihr dauerhaftes Habitat gefunden. Darüber hinaus nutzen etwa 10 bis 12 Millionen Zugvögel das Wattenmeer als Zwischenstation auf ihren Reisen.

Frage 7 von 10
Wofür wurde die Insel Nigehörn im hamburgischen Wattenmeer künstlich geschaffen?

a) Als Urlaubsziel für Touristen ❌

b) Als Brutareal für Seevögel ✔️

c) Als Standort für einen Leuchtturm ❌

Um den dauerhaften Flächenverlust der Insel Scharhörn zu kompensieren, wurde die Insel Nigehörn 1989 mit rund 1,2 Millionen Kubikmetern Sand neu aufgeschüttet. Ziel war es im Zuge eines Naturschutzprojekts die auf Scharnhörn verloren gegangene Brutfläche für Seevögel auszugleichen. Die ursprünglich rund 30 Hektar große Insel wächst seither auf natürliche Weise weiter an - auf mittlerweile etwa 50 Hektar Fläche.

Frage 8 von 10
Was ist ein "Priel"?

a) Eine auch bei Ebbe mit Wasser gefüllte Wasserrinne im Watt ✔️

b) Eine auch bei Flut trocken liegende Sandbank im Watt ❌

c) Ein dauerhaft schiffbarer Wasserstrom im Watt ❌

Wasserläufe, die das Watt durchziehen und auch bei Ebbe nicht trocken fallen, sind ein unverzichtbarer Rückzugsort für Lebewesen wie Garnelen und Fische. Durch das Geflecht aus Prielen wird das Wasser bei Ebbe in die Nordsee gezogen und fließt bei Eintreten der Flut auf demselben Weg wieder zurück.

Frage 9 von 10
Welche Pflanze trägt maßgeblich zur Sedimentation und Verlandung in der Übergangszone von offenem Watt und Land bei?

a) Queller ✔️

b) Strandflieder ❌

c) Wollgras ❌

Nach der ursprünglich einzigen dort angesiedelten Art wird der Übergangsbereich zwischen offenem Watt und Land als "Quellerzone" bezeichnet. Dieses Gebiet wird zweimal täglich überflutet und stellt somit einen nur schwer besiedelbaren Raum für Pflanzen dar. Der Queller ist nicht nur im Stande hohe Salzkonzentrationen zu tolerieren, sondern benötigt diese auch, um zu überleben. Die Salzionen werden in den Zellen eingelagert und ermöglichen es der Pflanze, Wasser nach zu ziehen - sie quellen auf. Nach etwa sechs Monaten stirbt der Queller ab, wenn die Salzkonzentrationen in der Pflanze letal wirken.

Frage 10 von 10
Wie viele Halligen existieren heute noch im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer?

a) 10 ✔️

b) 50 ❌

c) 100 ❌

Von den heute noch bestehenden Halligen im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer sind die fünf bewirtschafteten Halligen (Nordstrandischmoor, Gröde, Oland, Langeneß und Hooge) zwar von dem Nationalpark umgeben, jedoch im Gegensatz zu den fünf unbewirtschafteten Halligen (Habel, Südfall, Süderoog, Norderoog und die Hamburger Hallig) nicht in ihn integriert. Nachdem die Zahl der Halligen bis ins 19. Jahrhundert rückläufig war, sind die heutigen Halligen dauerhaft befestigt und ihre Landfläche nimmt im Schnitt eher zu.


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