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Reiseexperten Mit Oboe, Mann und Kind um die Welt


Die britische Oboistin Emma Schied geht gut 130 Tage im Jahr mit dem Mahler Chamber Orchestra (MCO) auf Welttournee. Ihr Mann, der dort Geige spielt, und ihr kleiner Sohn Oskar begleiten sie dabei

Ihre Lieblingsstadt?

Emma Schied: New York City, wenn ich dort bin, habe ich sofort mehr Energie als sonst.

Ein Rat, um eine Stadt auf die Schnelle zu entdecken?

Joggen, dabei schlägt man oft seltsame Wege ein und kommt durch wenig bekannte Viertel.

Welche Stadt wird unterschätzt?

Glasgow. Wunderschöne Architektur, spannende Kulturszene, nette Kneipen.

Ihr Lieblingsland?

Japan, alles ist bestens organisiert, und die Menschen sind sehr hilfsbereit. Dazu das Baden in heißen Quellen und das Essen.

Ihre ungewöhnlichste Mahlzeit?

In Hakodate, in Japan, hatte ich in einem kleinen Restaurant Tintenfisch auf dem Teller, der sich bewegte und die Farbe wechselte. Die Tentakel wickelten sich um die Essstäbchen und saugten sich im Mund fest. Sie schmeckten gut.

Reiseexperten: Emma Schied (mittig) wäre lieber Meeresbiologin geworden, doch mit der Oboe in der Hand feiert sie inzwischen Welterfolge
Emma Schied (mittig) wäre lieber Meeresbiologin geworden, doch mit der Oboe in der Hand feiert sie inzwischen Welterfolge
© Sonja Werner

Meer oder Berge?

Beides, aber mit dem Meer verbinden mich Kindheitserinnerungen an Ferien bei meinen Großeltern auf der Gower-Halbinsel in Wales. Die Sandstrände sind herrlich.

Zug oder Flugzeug?

Zug, wegen der größeren Bewegungsfreiheit und dem Blick auf Landschaften.

Ihr Tipp fürs Reisen mit Baby?

Viel reisen! Stewardessen, Kellner, Hotelpersonal, alle sind nett, wenn man ein kleines Kind auf dem Arm hat.

Was muss ins Gepäck?

Lavendelöl. Es hilft gegen schlaflose Nächte, entspannt, lindert Sonnenbrand und vertreibt Zigarettengestank.

Die Konzerthalle mit der besten Akustik?

Ganz klar das Kultur- und Kongresszentrum KKL in Luzern.

Die schönste Konzerthalle?

Das Auditorio Alfredo Kraus in Las Palmas auf Gran Canaria. Es liegt direkt am Meer.

Wo ist das Publikum besonders musikalisch?

Das kann ich nicht sagen, aber in der Kölner Philharmonie und generell in Japan spüre ich immer eine besondere Nähe.

Der Soundtrack während der Reise?

Ein wilder Mix von der Musik-Streaming-Plattform Spotify, und ich liebe Tori Amos.

Ein perfekter Laut aus der Natur?

Gewitter über Genf. Dort habe ich als Studentin gelebt, in einer Mansarde mit Panoramablick. Der Donner war laut und klang sehr mitreißend.

Wer ist die interessanteste Person, die Sie auf Reisen getroffen haben? Ein Paar in den Alpen, beide in ihren Achtzigern und gebrechlich. Sie waren mit einem Campingwagen auf Weltreise, unterwegs nach Costa Rica.

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