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Pandemie-Urlaub Trotz Camping-Boom und Corona: So gelingt der entspannte Camper-Urlaub

Achtung, Platzangst! Wegen Camper-Boom und Covid-19 sind aktuell viele Stellplätze für Camper und Vans überfüllt. Jens und Philipp von der Ahoi Bulli-Vermietung erzählen im Video-Interview mit WALDEN, wie und wo ihr dieses Jahr trotz alledem abenteuerliche Alternativen für eure Van-Touren findet

Hier kommen weitere Experten-Tipps der Ahoi Bulli Campervermietung aus der aktuellen Ausgabe des WALDEN Magazins, wie und wo ihr dieses Jahr abenteuerliche Alternativen findet

Tipp 01: Einfach mal losfahren

Wer im vergangenen Corona-Sommer beliebte Camper-Plätze ansteuerte, sah häufig nur die Rücklichter der bereits vor ihm dort parkenden Bullis. Klar, am Rügener Kreidefelsen, dem superweiten Strand von St. Peter-Ording oder mit Panoramablick auf den Watzmann wollten alle stehen. Als ob es die einzig schönen Plätze wären!

Wer häufiger unterwegs ist, weiß: Das Abenteuer Stellplatz­suche gehört zum Abenteuer Bullitour einfach dazu. Und wer nicht erst bei einbrechender Dämmerung hektisch zu suchen beginnt, findet eigentlich immer was Passendes.

Einfacher wird’s, wenn man sich locker macht und auf seiner Tour unterschiedliche Übernachtungsformen kombiniert: eine Nacht irgendwo auf einem Feldweg übernachten, in der nächsten beim Bauern oder Winzer einparken, um sich dann auf einem Luxus-­Campingplatz mit angeschlossener Wellnessoase verwöhnen zu lassen – je nachdem, was gerade des Weges kommt und frei ist.

Am wichtigsten aber: entspannt bleiben. Relaxtheit ist die Mutter der perfekten Bullitour.

Do’s: Starten, wenn nicht ge­rade auch alle anderen unterwegs sind. Wochentags oder an den Frühjahrs- und Herbsträndern der Saison sind häufig selbst die beliebtesten Plätze noch frei.

Don’ts: Stellplatz-Entdeckungen auf Facebook oder park4night teilen. Ist irgendwie nett, aber auch irgendwie doof. Denn wo viele Camper stehen, steht bald meist auch ein „Camping verboten!“-­Schild.

Wissenswert: Solltet ihr auf ausgesprochen humorlose Ordnungshüter stoßen: Wildcampen ist keine Straftat, sondern lediglich eine Ordnungswidrigkeit. Und die kostet euch 30 bis 50 Euro.

Nützlich: Respekt. Lasst euch etwas einfallen, mit dem ihr euch für eine tolle Nacht bei Natur und Nachbarn revanchiert: Sammelt den Müll ein, der im Gestrüpp hängt, geht dem Bauern zur Hand, helft der alten Dame, auf deren Wiese ihr netterweise parken durftet. Campen heißt Geben und Nehmen. Und wer großzügig gibt, kann gern wiederkommen.
Minicampingplätze tauschen meist ein weniger an Komfort gegen ein mehr an Flair. Gegrillt werden kann fast immer

Tipp 02: Unkonventionell campen

Klassische Campingplätze sind unser Ding nicht. Klar, man hat dort Kiosk, Klo und Dusche, manchmal Kinderbetreuung (kann helfen, aber auch nerven), häufig aber auch parzellenartige Stellplätze und im schlimmsten Fall Dauercamper mit Blockwartmentalität.

Sympathischer sind Natur- oder Minicampingplätze, bei denen ihr euch auf freier Wiese selbst einen Platz sucht. Und wo alles entspannter geregelt ist, kommen meist auch die entspannteren Camper zusammen.

© Malte Joost

Do’s: Natur- und Minicampingplätze werden immer beliebter, daher solltet ihr hier reservieren.

Don’ts: Ein All-inclusive-Paket mit Animation und Campingrestaurant erwarten. Genau das gibt’s hier nicht.

Wissenswert: Häufig gibt’s von den Vermietern gleich Outdoor–Tipps (etwa mio-minicamping.de) oder Angebote wie ein Kanu-Bike-Shuttle (naturcamping-plothental.de) dazu. Mit Glück entspannt ihr abends in einer Fassauna (camping-helloer.de).

Nützlich: Björn Staschens Stell­platzführer „Camping-Glück“ (Prestel Verlag, 26 Euro) verzeichnet 80 wirklich außergewöhnliche Plätze in Deutschland. Er hat daher einen festen Platz im Handschuhfach jedes unserer Ahoi-Bullis.

Tipp 03: Newcomer auschecken

Das Beste an der Pandemie: Es sind überall neue Camp-Spaces aufgepoppt, darunter auch richtig tolle. Schon einmal im denkmalgeschützten Park einer Art-déco-Villa gestanden (campspace.com)? Auf einem Bauernhof mit Blick übers Allgäu aufgewacht (hinterland.camp)? Auf dem Gelände des „A Summer’s Tale“- Festival gegrillt (popupcamps.de)? Die praktischen Portale bringen euch mit interessanten Gastgebern und Plätzen in Kontakt. Und das ganz legal und gar nicht teuer.

Do’s: Auf Abenteuer und spontane Bekanntschaften einlassen. Maximal „Ankerpunkte“ (für alle 3 bis 4 Tage) vorbuchen, den Rest nach Lust und Laune ansteuern.

Don’ts: Erwarten, dass alles 100% nach Plan läuft. Wer eine maßgeschneiderte Tour mit Begleitheft und Programmpunkten braucht, wird mit diesem Konzept nicht glücklich.

Wissenswert: Plätze in Pop-up-­Camps kosten zwischen 1 und 40 Euro pro Nacht.

Nützlich: stadt-land-bus-camping.de, vansite.eu

Weitere ausführliche Tipps von der Ahoi Bullis Campervermietung gibt es in der aktuellen Ausgabe des WALDEN Magazins

Das Berlin Travel Festival 2021

"Verreisen! Nur wie?": Um diese brennende Frage aller Reiselustigen dreht sich das diesjährige Berlin Travel Festival, welches komplett digital stattfindet. Vom 09. - 12. März gibt es täglich ab 19 Uhr einen kostenlosen Stream auf der Festival-Website. Spannende Reportagen, Panels, Porträts, Vorträge, Interviews, Workshops und Expertengespräche sollen in insgesamt vier thematischen Episoden der informativen Abendunterhaltung dienen – mit dabei sind auch GEO Saison und das WALDEN Magazin mit vier Videobeiträgen.

Wann? 09. - 12. März ab 19 Uhr

Wo? Im kostenlosen Stream vom Berlin Travel Festival und auf Abruf

Das Interview des WALDEN Magazins mit Jens Köhler und Philip Mehlhop von Ahoi Bullis ist im Rahmen der Episode "Adventure & Freedom" am 11. März zu sehen


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