Meisho Maru, Cape Agulhas, Südafrika

Der südlichste Punkt Afrikas, dort wo sich die Gewässer des Atlantiks und des Indischen Ozeans endgültig aufeinandertreffen, ist das Cape Agulhas. Die zerklüftete Felslandschaft der Küste und der stetige Wind lassen erahnen, wie gefährlich die Region für Schiffe werden kann. Tückische Strömungen und heftige Stürme können hier Wellen von über 15 Metern kreieren. Rund 140 Schiffwracks, die rund um das Kap liegen, zeugen von der Unberechenbarkeit der Natur. Die meisten von ihnen sind nur gekonnten Tauchern vorenthalten oder für immer verloren. Doch wie zur Warnung liegt ein Schiffsbug deutlich sichtbar nah an der Küste. Es ist der vordere Teil der "Meisho Maru 38", einem japanischer Schleppnetzfischer, der hier im November 1982 zerschellte. Ironischerweise gerade einmal zwei Kilometer Luftlinie von dem Leuchtturm des Kaps entfernt. Die Nähe zum Land machte es möglich, dass die Besatzung den Schiffbruch überlebte. Wanderer finden das rostige Wrack, wenn sie von der Tafel, die den südlichsten Punkt des Kontinents markiert, rund 1 ½ Kilometer weiter die Küste entlang spazieren.

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