Leipziger Auwald

Das alte Rathaus und die wunderschöne Altstadt, zahlreiche Museen und Kirchen: Leipzig ist ein städtisches Highlight Deutschlands. Was Sie bei Ihrem nächsten Leipzig-Besuch allerdings auf keinen Fall verpassen sollten, ist eine ungewöhnlich grüne Oase im Norden der Stadt. Der Leipziger Auwald ist die Heimat einer großen Artenvielfalt. Auch um diese zu schützen wurde 1994 der Tag des Leipziger Auwaldes ins Leben gerufen, der jährlich eine Auwaldpflanze oder ein Auwaldtier des Jahres kührt. Den hier heimischen Ulmen-Zipfelfalter, die Grüne Keiljungfer, den Eisvogel und Fischotter gilt es zu schützen. Wer sich also für einen Spaziergang oder eine Bootstour durch den außergewöhnlichen Wald entscheidet, sollte sich an die 10 Regeln für das Befahren von Fließgewässern in Leipzig des BUND halten. Wer sich direkt für den Auenschutz einsetzen möchte, richtet sich an das NABU-Auenzentrum.

Schloss Wackerbarth

Warum hier wohlhabende Grafen einst feuchtfröhliche Feste feierten, ist kaum verwunderlich: Das Staatsweingut Schloss Wackerbarth in den Radebeuler Weinbergen fällt durch die barocke Schloss- und Gartenanlage inmitten der grünen Weinreben als Glanzpunkt der sächsischen Weinkulturlandschaft auf. Hier, an den Südhängen des Elbtales, gibt es dabei nicht nur die wunderschöne Natur sowie Sekt, Rot- und Weißweine zu genießen. Historische Führungen zeigen einen Blick hinter die Kulissen und die zahlreichen Events, wie dem MDR Musiksommer (15. Juli) oder dem Ballett am Weinberg (ab dem 1. August), sorgen für Stimmung.

Lausitzer Seenland

Zwischen Berlin und Dresden entsteht momentan Europas größte künstlich angelegte Seenlandschaft – das Lausitzer Seenland. Hier, wo einst die Förderung der Braunkohle das Landschaftsbild bestimmte, entsteht durch die Flutung früherer Tagebaue eine Gesamtwasserfläche von 14.000 Hektar. Einzelne der zukünftig 30 Seen sollen durch schiffbare Kanäle miteinander verbunden werden. Schon jetzt ist beispielsweise der Senftenberger See über den Koschener Kanal mit dem Geierswalder See verbunden. Ob per Kanu oder Segelboot, die Schleuse kann mit jedem Boot erkundet werden. Ein wahres Juwel zum Baden ist der Partwitzer See nahe Klein Partwitz. Das Wasser leuchtet azurblau und die Stege laden zum Verweilen ein. Auch rund um die Seen entsteht viel. Rad- und Wanderwege sowie Hotellerie und Gastronomie sorgen dafür, dass man sich im Lausitzer Seenland nicht nur zu Wasser wohlfühlt.

Zittauer Gebirge

Während die Sächsische Schweiz mit ihrer Bastei sich kaum noch vor Besuchern retten kann, geht es rund um den Lausitzer Kamm noch gemächlich zu. Hier, im äußersten Süden das Landkreises Görlitz, erstreckt sich das nicht weniger schöne Zittauer Gebirge. Die dicht bewachsene Landschaft ist durchzogen von Sandsteinfelsen und Bergen, die sich auf bis 800 Meter erheben. Besonders Outdoor-Fans sind im Zittauer Gebirge richtig aufgehoben. Neben einem dichten Wanderstreckennetz gibt es viele Mountainbike-Trails. Insbesondere die markanten Nonnenfelsen unweit des Kurortes Jonsdorf bieten Kletterern perfekte Bedingungen. Kultur und Geschichte lässt sich hingegen rund um die Burg- und Klosterruine auf dem Berg Oybin erleben.

Forststeig Elbsandstein

Die erste Anlaufstelle in der Sächsischen Schweiz: Die Basteibrücke. Sie ist leicht zu erreichen und deshalb sehr touristisch. Auch viele der malerischen Wanderwege des Nationalparks sind längst überlaufen. Doch seit April 2018 lockt eine neue Trekkingroute Wanderbegeisterte in den Monaten April bis Oktober durch die Wälder an der Grenze der Bundesrepublik Deutschland zur Tschechischen Republik. Fern der Siedlungen bietet der „Forststeig Elbsandstein“ geübten Wanderern auf 7 Etappen 100 Kilometer der wunderschönen Landschaft der sächsisch-böhmischen Schweiz. Schlafen lässt es sich in Trekkinghütten und auf Biwakplätzen des Sachsenforsts sowie auf einem Campingplatz auf der tschechischen Seite – direkt an der touristenfernen Route.

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