Axel Pauly: Guten Moselwein futuristisch genießen

Klar, ganz ohne Wein zu probieren dürfen Sie Rheinland-Pfalz nicht verlassen. Doch, dass Sie dafür keine klassische Weinstube besuchen müssen, zeigt Axel Pauly. Die neue Vinothek wurde vom Deutschen Weininstitut unter die 50 schönsten in Deutschland gewählt. Der puristische Bau signalisiert, dass hier ein Winzer am Werk ist, der mit modernen, trockenen Rieslingen dem altbackenen Mosel-Image etwas entgegensetzt. Dies gilt auch für die im Barrique ausgebauten Spätburgunder, die an der Mosel bislang keine Konjunktur hatten.

 

Lieser, Hochstr. 80, Tel. 06531-61 43, www.wein-pauly.de

Nahetal: Per Handfähre zum Rheingrafenstein

Das Nahetal bietet, wie viele Orte in Rheinland-Pfalz, diverse Routen und Treks für Outdoorfans. Einzigartig aber dürfte der Zubringer zu der Tour auf den Rheingrafenstein sein. Denn hier werden Sie von Hans-Joachim Gellweiler, kurz Hajo, zum Start der Wanderung per Hand über die Nahe gezogen. Wer im Salinental oder in Bad Münster parkt, läuft runter zum Ufer und steigt zwischen März und November bei Hajo aufs Boot. Die Überfahrt dauert zwar nicht lang, aber beschert bereits eine schöne Aussicht auf den Rheingrafenfels samt Burg. Wer hier oben ankommt, genießt wiederum den Blick über das Nahetal und zur gegenüberliegenden Ebernburg. Tipp: Jeden ersten Freitag im Monat veranstaltet Hajo auf seiner Fähre eine Weinprobe. Hierfür sollten Sie sich allerdings frühzeitig anmelden.

Monreal: Mittelalterliche Idylle an der Moselschieferstraße

Es müssen ja nicht immer gleich Speyer oder Trier sein. Historische Bauwerke und mittelalterliche Idylle finden sich auch in kleinen Ortschaften von Rheinland-Pfalz wieder. So zum Beispiel in Monreal an der Moselschieferstraße in der Osteifel. Der Ort punktet mit zwei Burgruinen, vielen liebevoll aufgearbeiteten Fachwerkhäusern sowie der Elz, die sich mitten durch den Kern schlängelt. Monreal liegt in der Nähe der Flüsse Mosel, Rhein und Ahr, rund 40 Kilometer westlich von Koblenz und bietet sich als idealer Ausgangspunkt für weitere Entdeckungstouren in der Region an. Wer kann, kommt unter der Woche und genießt die Abwesenheit der Wochenendtouristen.

Pfälzer Wald: Pilze sammeln mal anders

Der markante Kaltenbacher Teufelstisch ist vielen ein Begriff und zählt zu den landschaftlichen Wahrzeichen von Rheinland-Pfalz. Kein Wunder also, dass sich rund um den 14 Meter hohen Pilzfelsen fast immer Besuchergruppen scharen. Was jedoch sehr viel weniger Menschen wissen, ist, dass der Pfälzer Wald rund 20 dieser Pilzfelsen aus Buntsand beherbergt. So beispielsweise auch den Teufelstisch Salzwoog, der nur fünf Kilometer entfernt des berühmten Artgenossen liegt. Hier können Sie die markante Konstruktion der Natur nahezu allein genießen. 

Braubach: Das Rheintal im Blick

Die Martinskapelle in Braubach wurde bereits im 13. Jahrhundert das erste Mal urkundlich erwähnt und erstrahlt auch heute noch in vollem Glanze. Sie erhebt sich auf einem Bergsattel zwischen dem Rheintal und dem Dachsenhausener Tal, wo sie über den Martinsfriedhof wacht. Genau 18 Stufen müssen Besucher erklimmen, um die fantastische Aussicht genießen zu können, die diese idyllische Ruhestätte auch für Wanderer interessant macht. Der Blick reicht über das Rheintal bis nach Schloss Stolzenfels. An Tagen mit guter Sicht ragt am Horizont gar der Koblenzer Fernmeldeturm auf. Die beste Aussicht genießen Wanderer auf der vorderen Seite des Friedhofs. Dazu einfach dem Kiesweg hinter der Kapelle folgen. Wer Glück hat, findet die zum Fluss gewandte Holzbank menschenleer vor und kann den Blick ganz ungestört schweifen lassen.

 

An der alten Burg 5, 56338 Braubach

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